Yggi's Kosmos

Eine Reise durch Raum, Zeit & die Welt der Videospiele

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Lange ist's her,

 

dass ich mich hier auf Consolewars blicken ließ. Nun, zugegeben, das hatte seine Gründe, doch war ich in dieser Zeit nicht untätig.

 

Seitdem ist Vieles geschehen: Ich habe ENDLICh mein Studium beendet und bin seit Ende August ein "freier" Mann. Die Zeit, die ich nun dazugewonnen habe, nutzte ich aus, um wieder ein paar Youtube-Videos der Yggi's Kosmos-Reihe zu produzieren, an die ihr euch vielleicht noch erinnern könnt.

 

"In medias res", sagt man ja bekanntlich, weswegen ich euch ohne Umschweife ein neues Video kredenze! Viel Spaß beim Anschauen!

 

 

Wir werden uns in diesem Video mit dem Zwergplaneten Ceres beschäftigen. Ceres, die (Ceres ist eine "Sie") schon vor über 200 Jahren entdeckt wurde, ist trotz ihrer geringen Größe ein unglaublich interessanter Himmelskörper, den auf ihr finden wir geologische Aktivitäten, Kryovulkanismus, Berge und Täler - und das bei einer Ausdehnung von nur 1.000 km!

 

 

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Ceres Sonnensystem Yggi's Kosmos


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Das Sonnensystem: Die Sonne, die Planeten, die Erde, Asteroiden und Monde - unser Sonnensystem entstand vor fünf Milliarden Jahren aus einer rotglühend rotierenden Gasscheibe. Nachdem unsere Sonne im gravitativen Zentrum des Sonnensystems gebildet wurde, formten sich die Planeten aus der Protoplanetaren Scheibe, die die Sonne umgab.

 

In diesem Video schauen wir uns die Prozesse an, die das Sonnensystem formten. Dabei gehen wir sehr detailliert auf die Entstehung der Sonne, der Planeten und der Erde ein, schließlich sogar auf die Entstehung des Lebens.

 

Wie immer wünsche ich euch an dieser Stelle viel Spaß mit dem Video und hoffe, dass ihr es interessant finden werdet.

 

 

 

 

Ps: Ein solch langes Video habe ich noch nie produziert. Das ist jetzt die längste Doku, das ich je online gestellt habe images/smilies/m-smile.gif


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Yggi's Kosmos Sonnensystem Planeten Entstehung Sonne Jupiter Gasplaneten Erde


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Schon seit Urzeiten, seit den ersten Minuten des Lebens, ja, seit den ersten Minuten unseres Planeten, kreist die Erde in einer regelmäßigen Bahn um ein Objekt, dass lebenswichtiger nicht sein könnte. Die Rede ist weder von irgendeinem Planeten oder Meteor, sondern von der lichtspendenden Sonne, dem Gestirn, dem wir unsere Existenz, unsere Geschichte, sogar alles Leben auf der Erde verdanken.

 

 

 

Sol omniam temporat - Die Sonne erwärmt alle

 

 

Die romantische Sicht auf die Sonne wich durch Jahrhunderte hinweg einer wissenschaftlichen, ebenso fast romantischen Faszination. Je mehr Astronomen über sie herausfanden, desto begeisterter wurden die Menschen.

 

 

Im Altertum verehrten die Ägypter Ra, den Sonnengott, die Majas maßen ihr eine besondere Beeutung bei, in anderen Mythologien ist es ein Reiter, der die Sonne über den Himmel trägt. In vielen Fällen ist die Sonne eine personifizierte Naturgewalt, der die Menschen ihre Existenz verdanken. Letzteres ist genauso richtig wie das Erste: Die Sonne scheint das personifizierte Feuer zu sein, denn was in und außerhalb des Sterns abgeht, kann man nur mit Höllenglut beschreiben - einer Höllenglut, die Leben schenkt und es am Ende wieder nehmen wird.

 

 

 

Die Ausmaße der Sonne

 

 

 

Etwa 108 mal kleiner als die Sonne ist die Erde - oder, in anderer Leserichtung: Die Sonne hat den 108fachen Durchmesser der Erde. Die Erde würde 1 Mio. mal in ihr Inneres passen. Sie verarbeitet pro Sekunde 350 Mio. Tonnen Materie.

 

Größeres Bild

 

 

Die Ausmaße der Sonne sind wahrhaft gigantisch. Die Erde ist klein wie eine Erbse im Vergleich zu unserem Zentralgestirn, während die Sonne ein aufgeblasener, Wasserstoff zu Helium fusionierender Wasserball ist, der ständig in seinem Inneren soviel Energie in einer Sekunde wie verbrennt, wie die Menschen in mehreren Jahrhunderten verbrauchen. Den hundertfachen Erddurchmesser hat die Sonne, und die millionenfache Masse derselben.

 

 

Ein Gigant des Weltalls ist jedoch nur so groß, wie es die Materie erlaubt, die er sich einverleiben kann. Und obwohl die Sonne für uns ein riesiges Ding ist, ist sie doch im Vergleich mit anderen Sternen ein kleiner Zwerg.

 

 

5 Lichtminuten benötigt das Licht von der Sonne, um zur Erde zu gelangen; das sind 150 Mio. Kilometer, die man als AE bezeichnet, als Astronomische Einheit (Erde-Sonne-Distanz). Der Mars ist z.B. "nur" 2-3 AE entfernt, während Planeten wie Pluto oder Neptun schon mehrere AEs entfernt sind.

 

 

 

 

Aufgebaut ist die Sonne sehr simpel: Im Grunde genommen besteht sie aus einem unglaublich heißen Kern, in welchem die Kernfusion von Wasserstoff zu Helium abläuft, und der äußeren bis mittleren Schicht, durch welche die gesamte Energie nach außen gelangt.

 

 

Die Sonnenoberfläche ist nur 5000 °C heiß (was ungefähr die Temperatur im Erdkern wäre) und wird ständig durch sog. Protuberanzen aufgerüttelt, Ausbrüchen auf der Sonnenoberfläche. Diese sind jedesmal unglaublich groß, größer als de Erde. Außerhalb der Sonne befindet sich die Korona, die kurioserweise heißer ist als die Oberfläche. Möglich ist das, weil die Hitzeenergie des Innern in Form von Strahlung (= Licht) nach außen entweicht und in dieser Höhe sehr intensiv ist. Die Korona kann man besonders gut bei Sonnenfinsternissen sehen.

 

 

 

 

Betrachtet man die Sonne durch spezielle Gläser oder Folien, sind schwarze Punkte auf ihrer Oberfläche zu erkennen: Das sind sie sog. Sonnenflecken, jeder davon mit einem mehrfachen Erddurchmesser versehen. Sonnenflecken sind Gebiete auf der Oberfläche der Sonne, die kühler sind als ihre Umgebung. Hervorgerufen werden sie durch magnetische Löcher und Schwankungen im Magnetfeld der Sonne, das bis zu den äußeren Planeten reicht. In Zeiten hoher Sonnenaktivität, so einige Wissenschaftler, ist die Sonne selbst sehr aktiv.

 

 

Ohne die Sonne gäbe es, im wahrsten Sinne des Wortes, kein Licht auf der Erde, das uns den Weg weisen würde. Wie das Licht jedoch ins Sonnensystem kam, wie es sich gebildet hat, das soll in den nächsten Tagen geklärt werden, wenn wir uns mit der Entstehung des Sonnensystems in einem längeren Video beschäftigen werden.


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Unter Space Debris versteht man von den Menschen produzierte und in den Weltraum gebrachte Objekte, die keinen Nutzen mehr haben oder außer Kontrolle geraten sind - sog. Weltraumschrott.

 

 

Von diesem Weltraummüll gibt es Abermillionen an kleinen Teilchen im Erdorbit.

 

 

Welche Gefahren durch diese Teilchen für die Raumfahrt bestehen, werden wir in diesem Beitrag behandeln. Der Sternenheini wünscht euch viel Spaß beim Betrachten dieses Videos!

 

 

 

 


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Neptun, Pluto, Uranus, Oortsche Wolke, interstellare Zone oder Kuiper-Gürtel - diese Begriffe hört man, wenn man sich mit Regionen befasst, die im galaktischen Maßstab zwar nur einen Katzensprung entfernt, doch für uns Menschen derart unvorstellbar weit weg sind, dass noch kein lebendes Wesen sie je mit bloßen Auge gesehen hat.

 


Die Rede ist von Himmelskörpern, die an der Grenze dessen liegen, was wir als Menschheit zwar mit Sonden erreichen können, aber (nach optimistischen Schätzungen) wohl erst in vielen hundert Jahren besucht werden können.

 


In diesem Eintrag möchte ich euch Orte vorstellen, die trotz ihrer großen Entfernung von der Erde eine ungemeine Faszination ausstrahlen.

 

 


Der Doppelplanet Pluto-Charon

 


Pluto, der Herrscher der Unterwelt, und Charon, der Fährmann des Flusses Styx - beide sind Figuren, die aus der griechischen (Charon) bzw. römischen (Pluto) Mythologie stammen. Welche Bezeichnung könnte dieses planetare Doppelpaar besser beschreiben als die gegebene? Da sie in einer Region liegen, in der sich sog. Transneptunische Objekte aufhalten (also Himmelskörper, die sich hinter dem offiziell achten und letzten Planeten, dem Neptun, befinden), ist ihr der Status trotz ihrer ungeheuren Größe kaum der eines Planeten, vielmehr der eines Zwerges – deswegen werden sie Zwergplaneten genannt.

 


Pluto, der nur bedingt größer als der irdische Mond ist, ist ein Ort extremer Dunkelheit und Kälte, zu dem nur 1/100.000 der Lichtstärke der Sonne, verglichen mit der Erde, gelangt. Im plutonischen Winter friert die dünne Atmosphäre zu und wird flüssig, im Sommer bildet sich eine feine Gasschicht. Das Weltraumteleskop Hubble hat diesen jahreszeitlichen Wechsel wie folgt aufgenommen:

 

 

 

 

Während auf dem linken Bild schwarze Flecken dominieren (Winter, es gibt keine Atmosphäre), wird die Oberfläche im Sommer von einer sehbaren Schicht aus Gas verdeckt, die hier weiß ist. Ebenfalls auffällig sind zwei seiner kleineren Begleiter, Nix und Hydra (ebenfalls aufgenommen von Hubble):

 

 

 

Beide Monde sind als kleine Lichtpunkte zu sehen, während die größeren Brocken Pluto und Charon wie Sonnen strahlen - dies ist ein Resultat einer langen Belichtungszeit, denn sonst hätten sie nicht gefunden werden können.

 

 

 

Der eisige Triton

 

 

Die geniale, nicht mehr im Sonnensystem befindliche Raumsonde Voyager hat etwa dieses Bild des Neptun-Mondes Triton (auch hier hat man sich wieder der griechischen Mythologie bedient) aufgenommen:

 

 

 

 

Interessant ist, dass es auf Triton zugefrorene Kraterseen gibt – passend zu seinem Namen als König des Meeres existiert unter seiner vereisten Oberfläche wohl ein riesiges Meer, das man jetzt noch nicht nachweisen kann. Ein solcher Kratersee sieht etwa wie folgt aus (extreme Nahaufnahme):

 

 

 

 

Mit ein bisschen Fantasie und Vorstellungsvermögen haben wir durchaus eine Landschaft vor uns, die an die Erde erinnert – nicht umsonst sind es oft die gleichen planetaren Mechanismen, die die Oberfläche formen. Bei diesem Mond kommt jedoch hinzu, dass er durch die enormen Gezeitenkräfte, die der Gasriese Neptun auf ihn ausübt, innen 'warm' gehalten wird - da gleichzeitig von außen die Kälte des interplanetaren Vakuums hinzukommt, mündet das in eine Verflüssigung des Bereiches unter der dicken Eisdecke. Ähnliche Eigenschaften besitzt z.B. auch der Jupitermond Europa.

 

 

 

Die Oortsche Wolke

 

 

Was bisher noch niemand aufnehmen konnte und was nur als imaginäres Konstrukt dient, wird Oortsche Kometenwolke genannt.

 

 

 

In sage und schreibe einem Lichtjahr Entfernung soll sich die ominöse Kometenwolke, die schätzungsweise eine Bio. Objekte enthält, befinden. Da die Kometen extrem leuchtschwach und klein sind, werden wir sie in der Wolke direkt wohl niemals aufnehmen können - erst, wenn sie ihre fantastischen Schweif ab der Bahn des Jupiter gen Sonne recken, können wir sie sehen.

 

 

Benannt wurde sie so, weil aus ihr jene periodischen Kometen wie Hale Bop kommen, die in einem gewissen Zeitrahmen und einer sehr unregelmäßigen Bahn um die Sonne kreisen. Was den Wanderzug der Kometen auslöst, kann nur vermutet werden. So sollen alle 80 bis 100 Mio. Jahre Sterne, die beim Durchgang des Sonnensystems durch die Galaktische Scheibe (unser Sonnensystem "schaukelt" gewissermaßen durch die Galaxis) die Kometen ablenkt und sie auf einen Kurs ins Innere des Sonnensystems - hier die Region ab Pluto) schickt.

 

 

Was man  "Konstrukt" nennen kann, ist das Wort Wolke. Es handelt sich nicht um eine Wolke im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr um Abermilliarden Gesteins- und Eisbrocken, die in unglaublicher Entfernung voneinander liegen, aber noch durch die Gravitation unseres Gestirns am Platz gehalten werden.


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Astronomen entdecken einen Planeten, der zu 1/3 aus Diamanten besteht!

 

 

Was anmutet wie eine Meldung der Titanic oder des Postillons, wurde nicht von einem Satireblättchen ins Leben gerufen, sondern von Astronomen verkündet: Das unbenannte Planetensystem um den Stern 55 Cancri in etwa 40 Lichtjahren Entfernung besitzt einen Planeten, eine sogenannte Supererde mit der achtfachen Masse unseres Planeten und dem doppelten Radius, der zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus Diamant besteht.

 

Die Wissenschaftler stellen sich den Planeten folgendermaßen vor (Konzeptzeichnung):

 

 

Quelle

 

Der Planet soll unter einer Graphitschicht, die laut den Forschern ähnlich der Erdkruste sein soll, eine dicke Diamantenschicht aufweisen, ganz im Inneren, wie bei unserer Erdkruste, einen Kern aus geschmolzenem Eisen. Laut Nikku Madhusudhan von der Yale University soll das der "erste Blick auf einen Planeten mit einer fundamental anderen Zusammensetzung als unsere Erde" sein.

 

Der 55 Cancri e ist eine sog. Supererde, also ein Planet größer als die Erde, aber kleiner als Gasriesen wie Neptun oder Jupiter. Er umläuft in einer Zeit von 18 Stunden einmal sein Zentralgestirn; sein Abstand von seiner Sonne dürfte damit so gering sein, dass Temperaturen jenseits der 1.000°C auf ihm herrschen.

 

Der Planet ist zwar schon seit 2004 bekannt, doch erst später gelang es den Forschern einen Transit (einen Vorbeizug des Planeten vor der Sternenscheibe seines Sterns) zu beobachten. Mithilfe der dadurch gesammelten Daten und des Infrarotleuchtens versuchten die Wissenschaftler, dessen Zusammensetzung herauszufinden.

 

 

Diamant entsteht unter hohem Druck und in unglaublichen Tiefen.

 

So könnten laut der Forscher mindestens drei Planetenmassen des Himmelskörpers aus Diamant bestehen, wenn nicht sogar noch mehr. Dazu bestehe, so das Teammitglied Kanani Lee, die Erde im Inneren hauptsächlich aus Sauerstoff und wenig Kohlenstoff, während der entdeckte Planet sehr viel Kohlenstoff besitzen solle.

 

Dass der Planet hauptsächlich aus Kohlenstoff bestehen soll, würde somit die vermuteten ungeheuren Mengen an Diamant erklären, die sich unter der Graphitschicht des Exoplaneten verbergen sollen. Seine Größe und Kohlenstoff haben es dem Planet also ermöglicht, unter ungeheurem Druck diese gigantische Masse von drei Erdplaneten an Diamanten entstehen zu lassen.

 

Während das Bestimmen des Alters, des Aussehens, der Brenndauer und der Größe von Sternen noch realtiv einfach ist, so begegnen den Forschern beim Bestimmen der Eigenschaften von Planeten große Schwierigkeiten; dies mag ein Grund sein, weswegen die Forscher nur mutmaßen können, wie der Planet innen aufgebaut sein könnte - sicher ist jedoch, dass man mit solchen Entdeckungen nicht mehr automatisch davon ausgehen kann, dass Planeten, die keine Gasriesen wie Jupiter oder Saturn sind, nicht zwangsläufig auch wie die Erde aufgebaut sein müssen oder ähnliche Eigenschaften wie sie besitzen. Eine andere Zusammensetzung kann z.B. bedeuten, dass Plattentektonik, Vulkanismus, etc. völlig anders funktioniert als auf der Erde.


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O Andromeda, du holde Maid

 

 

Andromeda, die antike Frauen- und Göttinnengestalt, Tochter der Kassiopeia und des Kepheus, Geliebte des Perseus (er befreite sie aus den Fängen des Meeresungeheuers Ketos), ist eine griechische Sagengestalt und hatte zusammen mit ihrem Mann u.A. Perses, den Stammvater aller persischen Könige, zum Sohn.

 

Wie es üblich war, wurden in nahezu allen Kulturen der Welt mythologische Gestalten auf den Himmel projiziert, weil man dachte, dass sie dort ihre Heimat hätten. So ziehen seitdem unzählige Gestalten aus allen antiken sagenhaften Vorstellungen der Welt (jeder Kulturkreis hat natürlich seine eigenen Gottheiten) ihre Bahnen am Himmel – egal ob Sterne, Planeten, Galaxien oder Kometen, jeder leuchtende Punkt am Erdfirmament.

 

 

In dieser Form wird uns auch Andromeda an ihre eigene göttliche Vergangenheit gemahnen, jene Galaxie, die das Schicksal der Milchstraße in Zukunft maßgeblich beeinflussen wird. Doch um welches Gebilde handelt es sich bei Andromeda, wenn wir von dieser Schönheit sprechen?

 

 

Der durch ein Fernglas diffus zu sehende Lichtfleck ist als eine massereiche und gigantische Galaxie bekannt geworden, nicht als Nebel, wie man es Jahrtausende vermutete. Doch hält sich der Name 'Nebel' immer noch, sodass viele Leute von einem Gasklumpen zu sprechen scheinen, und nicht von einer Galaxie.

 

 

Andromeda gehört, genauso wie unsere Milchstraße, die Magellanschen Wolken und andere kleinere Galaxien, zur sog. Lokalen Gruppe, einer Ansammlung von Sterneninseln, die auf einen gemeinsamen Schwerpunkt zustreben und sich dabei anziehen – jede Galaxie der Lokalen Gruppe beeinflusst die andere. Welche Auswirkungen eine solche Kollision hat, habe ich bereits in einem Video erklärt, auf das ich gerne hinweisen möchte:


 

Die Kollision zwischen Milchstraße und Andromeda - der Zusammenprall zweier Galaxien

 

 

Durch das Teleskop betrachtet sieht Andromeda wie jede andere beliebige Galaxie aus:

 

 

In der Mitte ist ein leuchtender 'Ball', der galaktische Kern, zu sehen, den jede Galaxie im Universum besitzt – aufgrund der Tatsache, dass die Materie zur Mitte hin immer dichter wird, befinden sich dort die meisten Sterne.

 

 

Auch wenn Andromeda ähnlich wie unsere Milchstraße zu sein scheint, so gibt es zwischen diese beiden galaktischen Nachbarinnen gravierende Unterschiede.

 

 

So ist die Masse von Andomeda ungleich höher als die der Milchstraße – Messungen ergaben, dass etwa zwei- oder dreimal soviel Sterne in dieser Galaxie vorhanden sind wie in unserer eigenen. Dies macht sich auch in den Ausmaßen deutlich, die der 'Nebel' besitzt: Mit einem Durchmesser der galaktischen Scheibe – also ihren 'Armen' – von etwa 140.000 Lichtjahren ist sie um mehr als 40.000 Lichtjahre größer als die Milchstraße und damit die größte Galaxie in der Lokalen Gruppe.

 

 

Die 2,5 Mio. Lichtjahre entfernte Andromeda besitzt zwölf Satellitengalaxien und eine geschätzte Masse von 1 Bio. Sterne.

 

 

Die Zwerggalaxie M32 umkreist Andromeda in einem Abstand von 20.000 Lichtjahren und besitzt ca. 3 Mrd. Sonnenmassen. Damit ist sie etwa so groß wie die zwei Magellanschen Wolken der Milchstraße.

 

 

Nicht nur hinsichtlich ihrer Größe ist Andromeda etwas Herausragendes: Man hat bis zu einer Entfernung von 500.000 Lichtjahren einen dünn gesäten Halo aus Roten Riesensternen um die Galaxie gefunden. Man weiß zwar nicht, wie diese dort hingekommen sind, doch ist diese Erscheinung einzigartig, da unsere Milchstraße oder andere Galaxien so etwas nicht besitzen.

 

 

Als 'unmittelbare' Nachbarin können wir die Galaxie so beobachten, wie wir es mit der Milchstraße nie tun könnten. Da wir erst aus unserer eigenen Galaxis hinaus reisen müssten, um sie von außen zu beobachten, haben wir mit Andromeda eine einmalige Gelegenheit, die Spiralstruktur der Arme, die Zusammensetzung in ihrem Inneren und schließlich den Halo (die sog. Galaxienatmosphäre) zu erforschen.

 

 

Andromeda scheint nicht nur im sichtbaren Licht hell, sondern auch in anderen Spektren. Begutachten wir die Galaxie etwa durch eine Infrarot-Kamera, fallen uns weit gesäte, die ganze Galaxis umspannende Sternentstehungsgebiete auf, die sich neben den Spiralarmen auch im galaktischen Kern befinden:

 

 

 

 

Mit einer Geschwindigkeit von 114 Kilometern in der Sekunde bewegt sich dieses gigantische Galaxiengebilde auf uns zu und wird in einigen Mrd. Jahren, wenn die Sonne bereits ein Roter Riese ist und die Erde verschlungen hat, mit der Milchstraße zusammenstoßen.

 

 

Das Zentrum Andromedas ist sehr interessant: Millionen von Blauen Riesensternen – sog. Wolf-Rayet-Objekte – umkreisen den galaktischen, aus einem Schwarzen Loch mit mehreren Mio. Sonnenmassen bestehenden Kern in einer sehr geringen Entfernung und kommen sich dann ab und zu in die Quere. Die dabei frei werdende Energie pro Tag entspricht einer Energie, die die Milchstraße in 100 Mio. Jahren verbraucht.

 

 

Die Astronomen der Landessternwarte Tautenburg haben das Zentrum unserer Nachbargalaxie aufgenommen und den Bulg (engl. von Bulge: 'Ausbeulung', Anhäufung'; Bulg nennt man den Kernbereich einer Galaxie) vergößert:

 

 

 

 

Im Bulg von Andromeda befinden sich viele sog. ULX, Ultraleuchtkräftige Röntgenquellen (ultra-luminous X-ray source, kurz ULX). Diese Objkte faszinieren Astronomen schon seit Langem, denn sie sind sehr selten, können aber sowohl im nahen als auch im fernen Universum beobachtet werden. ULX emittieren eine Menge an Strahlung Leuchtkraft, sind jedoch nicht mit den Suppermassiven Schwarzen Löchern im Zentrum von Galaxien zu verwechseln, ebenfalls leuchtstarken Himmelsobjekten, die sich in jeder Galaxie finden.

 

 

Es gibt zwei Entstehungstheorien dieser ULX: "Entweder handelt es sich um stellare Schwarze Löcher, die extrem viel Materie verschlucken, oder es sind Schwarze Löcher mittlerer Masse, die Materie auf einem niedrigeren Niveau schlucken. Diese vermuteten Mittelklasse-Schwarzen-Löcher sind deutlich massereicher als stellare Schwarze Löcher, reichen aber nicht an die gewaltigen Massen der supermassereichen Schwarzen Löcher in den Zentren von Galaxien heran" (Zitat von: Astronews).

 

 


Da die ULX sehr selten auftreten, müssen die Astronomen, um mehr über diese merkwürdigen Himmelsobjekte herauszufinden, vermutlich mehrere Jahre warten - bis es wieder zu einem Ausbruch kommt, gibt es aber noch genug andere Geheimnisse des Universums, die entlüftet werden wollen.


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Immer diese Science Fiction!

 


Die Science Fiction, SCiFi oder Science-Fiction hat nicht nur unterschiedliche Schreibweisen im Deutschen (die Bürger unserer schönen Republik wissen nicht, wie sie mit englischen Begriffen umgehen sollen), sondern kann auch die unterschiedlichsten Geschichten erzählen. Seit Jules Verne das Genre in Europa quasi "erfunden" hat und zahlreiche andere brillante Autoren wie Isaac Asimov, Philip K. Dick oder Stanislaw Lem Beiträge zum Genre und allgemein zur Literatur geliefert haben, erfreuen sich Geschichten von einer fiktiven Zukunft, Weltraumreisen und alternativen Zeitabläufen und Gesellschaftsformen einer ungeheuren Popularität. Wie in der Fantasy kann eine Person, die eine Science Fiction-Geschichte schreibt, immer wieder das Unbekannte oder das technologisch Überlegene einbringen, ohne dass es unlogisch wird.

 


Doch angesichts der tausenden von Autoren, die sich zur SF bekennen, fällt es schwer, in diesem literarischen und (pseudo-)wissenschaftlichen Dschungel aus Überlichtgeschwindigkeitsflügen und Zeitreisen den Durchblick zu behalten: Der hohe Bekanntheitsgrad, den viele Autoren genießen, verhilft dem Genre allgemein nicht gerade zu Vorzeigeliteratur, die man lesen kann, ohne sich schämen zu müssen; wie in der Fantasy-Sparte wimmelt es auch in der SF von schlechten Genre-Beiträgen. Hier das Gute vom Schlechten zu trennen, ist oft nicht möglich, und nur wenige wissen, wo sie zuverlässige Kritiken lesen können.

 


Ich als SciFi-Leser behaupte, dass ich Ahnung vom Genre habe. Ich habe die Bücher Asimovs, Vernes, Dicks, Lems, Strugatzkis, Sagans und anderer bekannter Genre-Größen gelesen, um hinreichend zu erkennen, wann ein Buch auf allgemeines (Genre)Interesse stoßen könnte. Folgende kleine Buchvorstellung ist deshalb ein Geheimtipp an jeden SciFi-Fan.

 


Die Rede ist vom amerikanischen Autor Charles Stross und seinen zwei Romanen Singularity und Iron Sunrise. Beide Bücher habe ich dieses voller Freude gelesen und mich gewundert, dass es auch noch gute moderne Science Fiction gibt.

 


Eins vorneweg: Charles Stross erfindet das Genre nicht neu mit seinen zwei Büchern, die aufeinander aufbauen, doch er geht geschickt mit den Gegebenheiten des Genre um und bringt etwas, dass sich frisch anfühlt.

 

 

 

 

 

 

Worum was geht es eigentlich?

 


Es wäre durchaus hilfreich, diese Bücher nicht nur anzupreisen, sondern auch zu beschreiben, worum es in diesen Werken geht.

 


Die Menschheit hat ihr technologisches Teenager-Zeitalter überwunden und befindet sich dabei, das Sonnensystem zu erobern. In einer Zeit, in der Mineralabbau auf den Mondes des Saturn oder Antimaterie-Gewinnung im Magnetfeld des Gasgiganten Jupiter keine Besonderheit mehr darstellt, experimentiert die Menschheit mit dem physikalisch scheinbar Unmöglichem: Überlichtgeschwindigkeitsreisen.

 


Doch rufen die wissenschaftlichen Experimente der Menschheit eine Entität auf den Plan, mit der niemand gerechnet hat: Bevor es zu ernsthaften Kausalitätsverletzungen kommen kann, erscheint das Eschaton auf der Bildfläche. Diese unbekannte Macht verstreut die Menschen in alle Winkel der Galaxis. Dieses einschneidende Ereignis ist fortan als Singularität bekannt, denn die hunderte von Planeten, die von den Menschen unfreiwillig "besiedelt" wurden, treten untereinander erst nach Jahrzehnten in Kontakt, nachdem sich die jeweilige Population erholt hat.

 


Das Eschaton hinterlässt auf jeder Welt ein Mahnmal für die Menschen, das fortan immer an die Singularität erinnern soll. Auf einem großen diamantenen Block auf jeder von Menschen besiedelter Welt sind folgende Buchstaben eingraviert:

 


I am the Eschaton. I am not your God.
I am descended from you, and exist in your future.
Thou shalt not violate causality within my historic light cone. Or else.

 


Singularity, der erste Teil, spielt auf dem Planeten Rochards Welt, der wiederum ein Teil der Neuen Republik ist, einem gesellschaftlichen System, dass der Sowjetunion nicht ganz unähnlich ist. Auf dem Planeten regnet es eines Tages Telefone vom Himmel. Sobald jemand das Telefon abnimmt, meldet sich eine Stimme - das Festival - und verlangt, dass ihnen eine Geschichte erzählt wird. Das Festival verspricht Veränderung, denn sobald jemand eine Geschichte erzählt, werden ihm diverse Wünsche erfüllt.

 


Der erzkonservativen Regierung von Rochards Welt, die den Lebensstandard der Bevölkerung absichtlich so begrenzt, dass er dem des ausgehenden europäischen 19. Jahrhunderts ähnelt, gefällt das gar nicht. Sie versuchen, durch Zeitmanipulation die Entstehung des Festivals zu verhindern, denn die Regierung interpretiert das Erscheinen des Festivals als einen Angriff auf ihren Planeten.

 


Da Zeitreisen eine Kausalitätsverletzung darstellen und so die Geschichte geändert würde, ruft dies natürlich das Eschaton auf den Plan, dessen menschlicher Agent Martin die Pläne der neurepublikanischen Regierung verhindern soll. Zusammen mit Rachel, einer Agentin von der Alten Erde, der eigentlichen Wiege der Menschheit, nehmen sie ungeheure Bemühungen auf sich, um die Ambitionen der Neuen Republik zunichte zu machen.

 


Iron Sunrise (im Deutschen: Supernova) ist die direkte Fortsetzung des Erstlings und spielt wiederum auf einem anderen Planeten, einer Raumstation und einem Raumschiff. Der Planet Moskau wird von einer Supernova zerstört, die nicht einmal das allwissende Eschaton voraussehen konnte. Beginnend bei der Supernova werden die vielen verschiedenen Handlungsstränge der Figuren - etwa einer Teenagerin, die zur Agentin des Eschaton ausgebildet wird, einem Zeitungsreporter der Times oder einer Schiffsoffizierin - zusammengeworfen; sie alle versuchen, nicht nur die Gründe für die Explosion des Sterns herauszufinden, sondern auch einer Mordserie auf die Spur zu kommen. Auch in diesem Buch werden gesellschaftliche Phänomene, die sich auf den Planeten entwickeln, als Anlaufpunkt für fantastische Abenteuer und die Stross'sche Ironie benutzt.

 

 

 

Einfalls- und Ideenreichtum

 


Nicht alle Autoren, die sich zur SF bekennen, zeichnen sich durch Ideenreichtum aus. Doch Stross' Geschichte von fremden Mächten und nur allzu menschlichen Ambitionen, kombiniert mit einer durchweg sarkastischen, distanzierenden und beißend trockenen Schreibweise machen beide Romane zu etwas Besonderem.

 


Einfallsreich sind die Romane, wenn plötzlich Telefone vom Himmel regnen oder Stross das Festival beschreibt: Dieser nach Informationen gierende Komplex ist die völlige Antithese der neurepblikanischen Regierung in Singularity. Es stehen sich zwei extreme gesellschaftliche Systeme gegenüber: Eines, das die Menschen begrenzt, indem es Ressourcen und Zugang zu Informationen kontrolliert und künstlich verknappt, das andere, das freien Zugang zu jeglicher Art von Informationen garantiert und für Veränderungen steht, denn überall dort, wo das Festival aktiv war, haben sich grundlegende gesellschaftliche Veränderungen manifestiert.

 


Charles Stross zieht unverhohlen über extreme politische und militärische Phänomene wie den Kommunismus und den Faschismus her: Wenn etwa die Regierung der Neuen Republik auf Rochards Welt den Menschen Verjüngungskuren (diese garantieren ein nahezu ewiges Leben, sofern sie alle zwei Jahrzehnte durchgeführt werden) untersagt, aber zur gleichen Zeit einen kolossalen Schlachtkreuzer besitzt, der ein Schwarzes Loch zur überlichtschnellen Reise in seinem Bauch hat, trieft das geradezu vor Ironie.

 


Hinzu kommt, dass der von vielen anderen Rezensenten kritisierte metaphern- und handlungsarme Schreibstil genau das wiedergibt, was Stross erreichen will: Den fantastischen, nicht unbedingt revolutionär neuen Ideen des Autors, z.B. Maschinen, Füllhörner genannt, die auf Wunsch alles produzieren können, oder Implantate, die Nachtsicht erlauben, setzt er seinen trockenen Schreibstil entgegen. Die Menschen der Neuen Republik verweigern sich der Technik und sind in einem totalitären System gefangen - zwar ist das auch gefährlich und unterdrückt die Menschen, doch die Beschreibung immer gleicher Befehlsabläufe und Konversationen z.B. zwischen den beliebig ersetzbaren Figuren der neurepublikanischen Marine wirft ein äußerst sarkastisches Licht auf diese gesellschaftliche Institution. Spätestens dann, wenn Stross von einem uralten Militärangehörigen, dem obersten Befehlshaber des Planeten Rochards Welt, berichtet, der so senil ist, dass er während langer Reden einschläft und ihn seine Untergebenen wecken müssen, sprühen die Funken der Ironie aus diesem Buch.

 


Es sei aber gleich gesagt: Der nüchterne, trockene Erzählstil und die recht handlungsarme Geschichte ist nicht jedermanns Sache. Es kann durchaus langweilig werden, wenn man sich nicht auf die erzählte Welt einlassen kann und auf eine "typische" SciFi-Opera hofft, in welcher Kriege im Vordergrund stehen. Zwar gibt es auch hier Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Planeten, doch spiegeln sich diese eher in den jeweiligen Kulturen wider als in tatsächlichen Kämpfen oder Schlachten.

 


Charles Stross erfindet das Rad der SF nicht neu, erschafft aber einen Roman, der vor Authentizität, Intelligenz und Ironie nur so strotzt. Wer sich darauf einlässt, wird viel Freude an der Geschichte haben.

 


Und hey - eine Lanze muss ich noch für das zweite Buch, Iron Sunrise, brechen: Welches Buch beginnt schon mit einer Supernova?


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23.000 Jahre Lichtjahre entfernt liegt unser Sonnensystem vom Zentrum der Milchstraße; ein Durchgang der Sonne um unsere Galaxie dauert 250 Mio. Jahre - bedenken wir, dass das mehrzellige Leben auf der Erde ca. 500 Mio. Jahre alt ist, so hat die Erde seitdem zweimal die Milchstraße umrundet und dabei in dieser Zeit eine Strecke von 120.000 Lichtjahre zurückgelegt.

 

Doch warum kreisen "wir" überhaupt in einer scheinbar festen Position um die hell erleuchtete Galaxienscheibe und driften nicht hilflos in die Leere des intergalaktischen Vakuums?

 

Um eine Antwort zu erhalten, müssen wir den Kern der Galaxie betrachten.

 

 

 

Das hell erleuchtete Zentrum: In ihm befinden sich Milliarden von Sternen und riesige Energien.

 

 

Die Antwort, sie liegt im Kern

 

Wie in jedem Galaxien-Kern, so ist auch im Kern der Milchstraße ein "supermassives" Schwarze Loch. Supermassiv deswegen, weil es aus ungeheuerlich viel Material besteht.

 

Es gibt nichts Bekanntes im Universum, das dichter als ein Schwarzes Loch ist - die Schwerkraftfallen stellen die letzte Entität dar, das maximal Erreichbare dessen, zu dem sich Materie transformieren kann. Nichts, was einem Loch im Raum-Zeit-Kontinuum zu nahe kommt, gelangt je wieder hinaus, selbst Licht entkommt ihm nicht.

 

Wie nun schon seit Längerem bekannt ist, gibt es nicht nur ein Schwarzes Loch im Zentrum der Milchstraße, sondern zwei - dies haben Radio-Untersuchungen ergeben, die mit dem VLA in New Mexico durchgeführt wurden.

 

Aufgrund der großen Entfernung sind die zwei Röntgenquellen sehr undeutlich und nur durch ihre unmittelbaren Auswirkungen auf ihre nähere Umgebung zu beobachten. Auf einem Bild dargestellt sieht dies so aus:

 

 

 

Die als Saggitarius A und B2 betitelten Schwarzen Löcher befinden sich ca. 23.000 Lichtjahre von der Erde entfernt im galaktischen Zentrum der Milchstraße; das Besondere an ihnen ist nun nicht die Tatsache, dass sie existieren (das tun sie ja in jeder Galaxie), sondern dass es gleich zwei von ihnen gibt.

 

Saggitarius A hat eine Masse von 3 Mio. Sonnen und wird von Saggitarius B2 umkreist; die zweite Röntgenquelle befindet sich nur einige Lichtjahre vom Zentrum (Sgr A) entfernt, doch aufgrund der gigantischen Anziehungskraft des großen Schwarzen Lochs (das gravitativ immerhin eine komplette Galaxie mit 400 Mrd. Sternen halten kann!) kann es sich nicht von seinem "Großen Bruder" entfernen - beide Löcher sind wohl auf immer durch die Gravitation aneinander gebunden.

 

 

Materiewirbel

 

Interessanterweise hat man die Existenz des schwarzen Giganten erst dadurch nachgewiesen, als man Sterne beobachtete, die in verhältnismäßig kurzer Zeit einmal um das Zentrum "herumgewirbelt" wurden - lange konnte man sich nicht erklären, wodurch diese schnelle Umdrehung ausgelöst wurde. Die einzige logische Erklärung war: Die Anwesenheit eines Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxis.

 

Mit dieser seitdem mehrfach bestätigten These konnte auch erklärt werden, wieso die Sterne in unserer Galaxis nicht auseinanderfliegen - die zwei Schwarzen Löcher, die Eigenmase der Galaxis und schließlich die Dunkkle Materie, die noch niemand direkt nachweisen konte, halten die komplette Milchstraße zusammen und haben es wohl erst ermöglicht, dass das Sonnensystem nicht in die intergalaktischen Weiten aufgrund des Drehimpulses hinausgeschleudert wird.

 

Diese "Wirbelwirkung" der beiden Schwarzen Löcher lässt sich in folgender Darstellung beobachten:

 

 

 

 

Die hell leuchtenden Punkte sind Sterne, die sich um das Zentrum der Milchstraße drehen. Man erkennt deutlich (und das ist nicht nur die Fantasie des Künstlers, sondern durch Messdaten belegt) die verschiedenen Umlaufradien der Sterne. Kommt ein Stern dem Schwarzen Loch näher, wird er beschleunigt; in seiner geringsten Entfernung wird die Form des Sternes verbogen, und er wird mit hoher Geschwindigkeit herausgeschleudert und wird langsamer, um den gravitativen Tanz wieder von vorne zu beginnen.

 

Etwa 1.000 oder mehr Sterne kreisen um das schwarze Monstrum im Herzen der Galaxis. Diese Umkreisungen sind wie die der Planeten und ihrer Satelliten in unserem Sonnensystem - sie werden nie in die Mitte "stürzen", sondern ewig auf ihrem Kurs bleiben und noch in Milliarden von Jahren um den Giganten Kreisen, der nicht nur diese tausende Sterne in seinem Bann hält, sondern auch schließlich die Spiralform der Milchstraße mit ihren Seitenarmen ermöglicht.

 

Es erlaubt sich die Frage, ob Galaxien, wie wir sie kennen, eigentlich ohne solch ein Schwarzes Loch existieren würden, denn auch unsere Sonne wird von der gigantischen Schwerkraft festgehalten, die vom Kern der Galaxis ausgeht.


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Milchstraße Schwarzes Loch Yggi's Kosmos Galaktisches Zentrum


Dieser Blog ist unsichtbar!

1994 geschah eine kosmische Katastrophe, als 18 Fragmente des Kometen Shoemaker Levy 9 auf dem Jupiter einschlugen und ein Höllenfeuer verursachten.

 

 

Dieses Video beschäftigt sich damit, die Katastrophe darzustellen und sie zu rekonstruieren. Was genau ist passiert und wieso hat es ausgerechnet den Jupiter getroffen? Was wäre, wenn es keine Gasplaneten im Sonnensystem gäbe? Es wird versucht, diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

 

 

 

 


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Yggi's Kosmos Jupiter Sonnensystem Shoemaker Levy 9 Kometen Einschlag Katastrophe


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