Yggi's Kosmos

Eine Reise durch Raum, Zeit & die Welt der Videospiele

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Lange ist's her,

 

dass ich mich hier auf Consolewars blicken ließ. Nun, zugegeben, das hatte seine Gründe, doch war ich in dieser Zeit nicht untätig.

 

Seitdem ist Vieles geschehen: Ich habe ENDLICh mein Studium beendet und bin seit Ende August ein "freier" Mann. Die Zeit, die ich nun dazugewonnen habe, nutzte ich aus, um wieder ein paar Youtube-Videos der Yggi's Kosmos-Reihe zu produzieren, an die ihr euch vielleicht noch erinnern könnt.

 

"In medias res", sagt man ja bekanntlich, weswegen ich euch ohne Umschweife ein neues Video kredenze! Viel Spaß beim Anschauen!

 

 

Wir werden uns in diesem Video mit dem Zwergplaneten Ceres beschäftigen. Ceres, die (Ceres ist eine "Sie") schon vor über 200 Jahren entdeckt wurde, ist trotz ihrer geringen Größe ein unglaublich interessanter Himmelskörper, den auf ihr finden wir geologische Aktivitäten, Kryovulkanismus, Berge und Täler - und das bei einer Ausdehnung von nur 1.000 km!

 

 

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Ceres Sonnensystem Yggi's Kosmos


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Das Sonnensystem: Die Sonne, die Planeten, die Erde, Asteroiden und Monde - unser Sonnensystem entstand vor fünf Milliarden Jahren aus einer rotglühend rotierenden Gasscheibe. Nachdem unsere Sonne im gravitativen Zentrum des Sonnensystems gebildet wurde, formten sich die Planeten aus der Protoplanetaren Scheibe, die die Sonne umgab.

 

In diesem Video schauen wir uns die Prozesse an, die das Sonnensystem formten. Dabei gehen wir sehr detailliert auf die Entstehung der Sonne, der Planeten und der Erde ein, schließlich sogar auf die Entstehung des Lebens.

 

Wie immer wünsche ich euch an dieser Stelle viel Spaß mit dem Video und hoffe, dass ihr es interessant finden werdet.

 

 

 

 

Ps: Ein solch langes Video habe ich noch nie produziert. Das ist jetzt die längste Doku, das ich je online gestellt habe images/smilies/m-smile.gif


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Yggi's Kosmos Sonnensystem Planeten Entstehung Sonne Jupiter Gasplaneten Erde


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Schon seit Urzeiten, seit den ersten Minuten des Lebens, ja, seit den ersten Minuten unseres Planeten, kreist die Erde in einer regelmäßigen Bahn um ein Objekt, dass lebenswichtiger nicht sein könnte. Die Rede ist weder von irgendeinem Planeten oder Meteor, sondern von der lichtspendenden Sonne, dem Gestirn, dem wir unsere Existenz, unsere Geschichte, sogar alles Leben auf der Erde verdanken.

 

 

 

Sol omniam temporat - Die Sonne erwärmt alle

 

 

Die romantische Sicht auf die Sonne wich durch Jahrhunderte hinweg einer wissenschaftlichen, ebenso fast romantischen Faszination. Je mehr Astronomen über sie herausfanden, desto begeisterter wurden die Menschen.

 

 

Im Altertum verehrten die Ägypter Ra, den Sonnengott, die Majas maßen ihr eine besondere Beeutung bei, in anderen Mythologien ist es ein Reiter, der die Sonne über den Himmel trägt. In vielen Fällen ist die Sonne eine personifizierte Naturgewalt, der die Menschen ihre Existenz verdanken. Letzteres ist genauso richtig wie das Erste: Die Sonne scheint das personifizierte Feuer zu sein, denn was in und außerhalb des Sterns abgeht, kann man nur mit Höllenglut beschreiben - einer Höllenglut, die Leben schenkt und es am Ende wieder nehmen wird.

 

 

 

Die Ausmaße der Sonne

 

 

 

Etwa 108 mal kleiner als die Sonne ist die Erde - oder, in anderer Leserichtung: Die Sonne hat den 108fachen Durchmesser der Erde. Die Erde würde 1 Mio. mal in ihr Inneres passen. Sie verarbeitet pro Sekunde 350 Mio. Tonnen Materie.

 

Größeres Bild

 

 

Die Ausmaße der Sonne sind wahrhaft gigantisch. Die Erde ist klein wie eine Erbse im Vergleich zu unserem Zentralgestirn, während die Sonne ein aufgeblasener, Wasserstoff zu Helium fusionierender Wasserball ist, der ständig in seinem Inneren soviel Energie in einer Sekunde wie verbrennt, wie die Menschen in mehreren Jahrhunderten verbrauchen. Den hundertfachen Erddurchmesser hat die Sonne, und die millionenfache Masse derselben.

 

 

Ein Gigant des Weltalls ist jedoch nur so groß, wie es die Materie erlaubt, die er sich einverleiben kann. Und obwohl die Sonne für uns ein riesiges Ding ist, ist sie doch im Vergleich mit anderen Sternen ein kleiner Zwerg.

 

 

5 Lichtminuten benötigt das Licht von der Sonne, um zur Erde zu gelangen; das sind 150 Mio. Kilometer, die man als AE bezeichnet, als Astronomische Einheit (Erde-Sonne-Distanz). Der Mars ist z.B. "nur" 2-3 AE entfernt, während Planeten wie Pluto oder Neptun schon mehrere AEs entfernt sind.

 

 

 

 

Aufgebaut ist die Sonne sehr simpel: Im Grunde genommen besteht sie aus einem unglaublich heißen Kern, in welchem die Kernfusion von Wasserstoff zu Helium abläuft, und der äußeren bis mittleren Schicht, durch welche die gesamte Energie nach außen gelangt.

 

 

Die Sonnenoberfläche ist nur 5000 °C heiß (was ungefähr die Temperatur im Erdkern wäre) und wird ständig durch sog. Protuberanzen aufgerüttelt, Ausbrüchen auf der Sonnenoberfläche. Diese sind jedesmal unglaublich groß, größer als de Erde. Außerhalb der Sonne befindet sich die Korona, die kurioserweise heißer ist als die Oberfläche. Möglich ist das, weil die Hitzeenergie des Innern in Form von Strahlung (= Licht) nach außen entweicht und in dieser Höhe sehr intensiv ist. Die Korona kann man besonders gut bei Sonnenfinsternissen sehen.

 

 

 

 

Betrachtet man die Sonne durch spezielle Gläser oder Folien, sind schwarze Punkte auf ihrer Oberfläche zu erkennen: Das sind sie sog. Sonnenflecken, jeder davon mit einem mehrfachen Erddurchmesser versehen. Sonnenflecken sind Gebiete auf der Oberfläche der Sonne, die kühler sind als ihre Umgebung. Hervorgerufen werden sie durch magnetische Löcher und Schwankungen im Magnetfeld der Sonne, das bis zu den äußeren Planeten reicht. In Zeiten hoher Sonnenaktivität, so einige Wissenschaftler, ist die Sonne selbst sehr aktiv.

 

 

Ohne die Sonne gäbe es, im wahrsten Sinne des Wortes, kein Licht auf der Erde, das uns den Weg weisen würde. Wie das Licht jedoch ins Sonnensystem kam, wie es sich gebildet hat, das soll in den nächsten Tagen geklärt werden, wenn wir uns mit der Entstehung des Sonnensystems in einem längeren Video beschäftigen werden.


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Neptun, Pluto, Uranus, Oortsche Wolke, interstellare Zone oder Kuiper-Gürtel - diese Begriffe hört man, wenn man sich mit Regionen befasst, die im galaktischen Maßstab zwar nur einen Katzensprung entfernt, doch für uns Menschen derart unvorstellbar weit weg sind, dass noch kein lebendes Wesen sie je mit bloßen Auge gesehen hat.

 


Die Rede ist von Himmelskörpern, die an der Grenze dessen liegen, was wir als Menschheit zwar mit Sonden erreichen können, aber (nach optimistischen Schätzungen) wohl erst in vielen hundert Jahren besucht werden können.

 


In diesem Eintrag möchte ich euch Orte vorstellen, die trotz ihrer großen Entfernung von der Erde eine ungemeine Faszination ausstrahlen.

 

 


Der Doppelplanet Pluto-Charon

 


Pluto, der Herrscher der Unterwelt, und Charon, der Fährmann des Flusses Styx - beide sind Figuren, die aus der griechischen (Charon) bzw. römischen (Pluto) Mythologie stammen. Welche Bezeichnung könnte dieses planetare Doppelpaar besser beschreiben als die gegebene? Da sie in einer Region liegen, in der sich sog. Transneptunische Objekte aufhalten (also Himmelskörper, die sich hinter dem offiziell achten und letzten Planeten, dem Neptun, befinden), ist ihr der Status trotz ihrer ungeheuren Größe kaum der eines Planeten, vielmehr der eines Zwerges – deswegen werden sie Zwergplaneten genannt.

 


Pluto, der nur bedingt größer als der irdische Mond ist, ist ein Ort extremer Dunkelheit und Kälte, zu dem nur 1/100.000 der Lichtstärke der Sonne, verglichen mit der Erde, gelangt. Im plutonischen Winter friert die dünne Atmosphäre zu und wird flüssig, im Sommer bildet sich eine feine Gasschicht. Das Weltraumteleskop Hubble hat diesen jahreszeitlichen Wechsel wie folgt aufgenommen:

 

 

 

 

Während auf dem linken Bild schwarze Flecken dominieren (Winter, es gibt keine Atmosphäre), wird die Oberfläche im Sommer von einer sehbaren Schicht aus Gas verdeckt, die hier weiß ist. Ebenfalls auffällig sind zwei seiner kleineren Begleiter, Nix und Hydra (ebenfalls aufgenommen von Hubble):

 

 

 

Beide Monde sind als kleine Lichtpunkte zu sehen, während die größeren Brocken Pluto und Charon wie Sonnen strahlen - dies ist ein Resultat einer langen Belichtungszeit, denn sonst hätten sie nicht gefunden werden können.

 

 

 

Der eisige Triton

 

 

Die geniale, nicht mehr im Sonnensystem befindliche Raumsonde Voyager hat etwa dieses Bild des Neptun-Mondes Triton (auch hier hat man sich wieder der griechischen Mythologie bedient) aufgenommen:

 

 

 

 

Interessant ist, dass es auf Triton zugefrorene Kraterseen gibt – passend zu seinem Namen als König des Meeres existiert unter seiner vereisten Oberfläche wohl ein riesiges Meer, das man jetzt noch nicht nachweisen kann. Ein solcher Kratersee sieht etwa wie folgt aus (extreme Nahaufnahme):

 

 

 

 

Mit ein bisschen Fantasie und Vorstellungsvermögen haben wir durchaus eine Landschaft vor uns, die an die Erde erinnert – nicht umsonst sind es oft die gleichen planetaren Mechanismen, die die Oberfläche formen. Bei diesem Mond kommt jedoch hinzu, dass er durch die enormen Gezeitenkräfte, die der Gasriese Neptun auf ihn ausübt, innen 'warm' gehalten wird - da gleichzeitig von außen die Kälte des interplanetaren Vakuums hinzukommt, mündet das in eine Verflüssigung des Bereiches unter der dicken Eisdecke. Ähnliche Eigenschaften besitzt z.B. auch der Jupitermond Europa.

 

 

 

Die Oortsche Wolke

 

 

Was bisher noch niemand aufnehmen konnte und was nur als imaginäres Konstrukt dient, wird Oortsche Kometenwolke genannt.

 

 

 

In sage und schreibe einem Lichtjahr Entfernung soll sich die ominöse Kometenwolke, die schätzungsweise eine Bio. Objekte enthält, befinden. Da die Kometen extrem leuchtschwach und klein sind, werden wir sie in der Wolke direkt wohl niemals aufnehmen können - erst, wenn sie ihre fantastischen Schweif ab der Bahn des Jupiter gen Sonne recken, können wir sie sehen.

 

 

Benannt wurde sie so, weil aus ihr jene periodischen Kometen wie Hale Bop kommen, die in einem gewissen Zeitrahmen und einer sehr unregelmäßigen Bahn um die Sonne kreisen. Was den Wanderzug der Kometen auslöst, kann nur vermutet werden. So sollen alle 80 bis 100 Mio. Jahre Sterne, die beim Durchgang des Sonnensystems durch die Galaktische Scheibe (unser Sonnensystem "schaukelt" gewissermaßen durch die Galaxis) die Kometen ablenkt und sie auf einen Kurs ins Innere des Sonnensystems - hier die Region ab Pluto) schickt.

 

 

Was man  "Konstrukt" nennen kann, ist das Wort Wolke. Es handelt sich nicht um eine Wolke im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr um Abermilliarden Gesteins- und Eisbrocken, die in unglaublicher Entfernung voneinander liegen, aber noch durch die Gravitation unseres Gestirns am Platz gehalten werden.


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1994 geschah eine kosmische Katastrophe, als 18 Fragmente des Kometen Shoemaker Levy 9 auf dem Jupiter einschlugen und ein Höllenfeuer verursachten.

 

 

Dieses Video beschäftigt sich damit, die Katastrophe darzustellen und sie zu rekonstruieren. Was genau ist passiert und wieso hat es ausgerechnet den Jupiter getroffen? Was wäre, wenn es keine Gasplaneten im Sonnensystem gäbe? Es wird versucht, diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

 

 

 

 


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Seit etwa Ende Juli 2011 umkreist die US-amerikanische Raumsonde Dawn den Asteroiden Vesta und schickte seitdem zahlreiche interessante Bilder von der Oberfläche des Protoplaneten. Doch bevor es auf eine virtuelle Rundreise geht, erstmal ein paar grundlegende Informationen zum verhinderten Planeten. Dabei greife ich auf einen Teil eines früheren Blogeintrages zurück, der das ganz gut zusammenfasst:

 

 

 


Anders als bei anderen Asteroiden ist die runde Form des Protoplaneten sehr auffällig – bei Vesta handelt es sich um einen Gesteinskörper mit 516 km Durchmesser. Damit hat sie den 1/20 Durchmesser der Erde. An Masse wird sie nur vom Kleinplaneten Ceres übertroffen, der sich, wie Vesta, im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befindet.

 

 

 
In der römischen Mythologie ist Vesta die Schwester von Ceres. Benannt wurde sie von Carl Friedrich Gauß, der die Rechte für die Benennung von Heinrich Wilhelm Olbers bekam, den ursprünglichen Entdecker des Asteroiden. Da Gauß die für die Bahnbestimmung von Asteroiden allgemein wichtigen mathematischen Formeln lieferte, durfte er Vesta auch benennen, weil er dessen Flugbahn vorherbestimmte.

 

 

 
Ein Vestajahr entspricht etwa drei Erdjahren: In 3,63 Erdjahren absolviert Vesta ihren Staffellauf um das Zentralgestirn und 'sammelt' dabei kleinere Asteroiden, die in halsbrecherischer Geschwindigkeit auf die Oberfläche hinab stürzen. Da Vesta keine Atmosphäre besitzt, hinterlassen selbst kleinste Asteroiden Krater, welche die Oberfläche des Protoplaneten ständig umgestalten. Dieser Prozess des Sammelns nennt sich Bahnbereinigung und kam in der Frühzeit des Sonnensystems bei allen Himmelskörpern vor – so sammeln diese neue Materie, so konnten Planeten erst zu jenen werden, die sie heute sind.

 

 

 


Doch faul möchte ich nicht sein und präsentiere euch in folgendem Text die neuesten Erkenntnisse über den Planeten, der keiner ist.

 

 

 

Vier Jahre hat Dawn gebraucht, um von der Erde mithilfe der Swingby-Technik zum Asteroiden zu gelangen. Dabei wurde das Gravitationsfeld des Mondes ausgenutzt, um die Sonde zu beschleunigen: Sie schwenkte in eine enge Mondumlaufbahn ein, beschleunigte so ihren Flug und wurde von Mond wieder „entlassen“. Die Geschwindigkeitsveränderung in diesem Fall ist positiv, d.h., die Sonde ist nach dem Swingby schneller als vorher; diese Technik ist entscheidend, wenn es darum geht, weit entfernte Ziele im Sonnensystem zu erreichen.

 

 

 

 

Den Asteroiden - oder Protoplaneten - zeichnet eine zerklüftete, von Kratern durchzogene Oberfläche aus. Eine Besonderheit dieser Krater ist ihre leicht unregelmäßige Form, die sich von Kratern auf dem Mond, der Erde oder dem Mars unterscheidet., 

 

 

 

Dawn hatte während der vielen Monate um Vesta genügend Gelegenheit, ihre Oberfläche zu kartographieren und interessante Bilder zu schießen. Dabei kamen einige Details zutage: So befindet sich auf Vesta etwa einer der höchsten Berge des Sonnensystems. Ausgerechnet auf einem Himmelskörper, der um so vieles kleiner ist als Erde oder Mars, befindet sich ein wahrer Gigant von einer Erhebung, die dreimal so hoch ist wie der Mount Everest.

 

 

 

Mächtig erhebt sich der Berg am Südpol in einem 500 Kilometer großen, fast den ganzen Planeten umfassenden Krater; würde man auf seiner Spitze stehen, könnte man 25 km in die Tiefe blicken. Dabei würde das Auge nicht nur von der Weite der Ebene, sondern sicherlich auch von den merkwürdigen Kratern angezogen, die es überall auf Vesta gibt. Diese unterscheiden stark von denen, die man von Erde und Mars kennt; sie geben Wissenschaftlern bis dato einige Rätsel auf. Es ist nicht bekannt, wodurch sie verursacht wurden. Da jedoch alle nahezu gleich aussehen, nimmt man an, dass mehrere Projektile den Planeten etwa zur gleichen Zeit getroffen und die Ausbuchtungen geschaffen haben.t

 

 

 

In folgendem Video wird mithilfe einer virtuellen 3D-Reise zu Vesta näher erklärt, worum es sich bei diesem Protoplaneten handelt:

 

 

 

 

 

 

 

Was aber die gigantische Rille in der „Mitte“ des Asteroiden verursacht haben könnte, gibt den Wissenschaftlern nach wie vor ein Rätsel auf: Eine merkwürdig ovale und lang gezogene Fläche zieht sich quer über den Äquator. Um welches geologische Phänomen es sich dabei handelt, wissen die Forscher des Dawn-Projektes nicht – sie vermuten jedoch, dass das Gebilde durch einen riesigen Gesteinsbrocken entstanden sein könnte, der vor hunderten von Jahrmillionen auf dem Protoplaneten einschlug und ihn vermutlich fast vollständig zerstörte.

 

 

 

 

Der gigantische Berg ist noch unbenannt, doch schlägt er mit einer Gesamthöhe von 25 Kilometern fast den Olympus Mons, den höchsten Berg des Sonnensystems auf dem Mars.

 

 

 

Nicht auszudenken wäre, wenn dies passierte: Hunderttausende großer Brocken würden dann in allen Himmelsrichtungen durch unser Sonnensystem fliegen und auf den Planeten einschlagen. Manche würden zu Asteroiden, die auf die Sonne zusteuern und in ihrem feurigen Schlund verschwinden, andere würden vom mächtigen Gravitationsfeld des Jupiter angezogen und wie einst Shoemaker Levy 9 auf dem Gasgiganten einschlagen, während vielleicht einer dieser Brocken in Richtung Erde steuerte. Wäre dieser Fall, so bliebe uns nur noch der Mond als unser lunares Schutzschild. Würde auch er versagen, bliebe der Menschheit und allen anderen Erdbewohnern auch keine andere Wahl: Sie müssten sich auf das Unvorstellbare vorbereiten und den Einschlag eines vielleicht mehrere Kilometer großen Asteroiden abwarten müssen... nicht auszumalen, welch eine Katastrophe das für die Biosphäre der Erde wäre.

 

 

 

Doch wir müssen nichts befürchten, denn es ist nicht vorgesehen, dass in naher Zukunft etwas Größeres auf Veste einschlagen soll. Auch ist es extrem unwahrscheinlich und unlogisch, dass Vesta einen plötzlichen Bahnwechsel vollzieht und auf die Erde zurast. Vesta befindet sich auf einer festen Bahn und wäre, wenn der Brocken mehr Materie aufgesammelt hätte, vielleicht sogar ein „echter“ Planet geworden!  


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Wenn Astronomen, oder respektive ihre verlängerten Sehorgane, im All stationierte Teleskope und Satelliten, fremde Planeten (sog. Exoplaneten) entdecken, die um andere Sterne kreisen, so handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen "heißen Jupiter": ein Gasplanet, dem größten Planeten des Solsystems (unser Sonnensystem) nicht ganz unähnlich, umkreist in atemberaubender Geschwindigkeit und binnen weniger Tage seinen Heimatstern. Die unglaubliche Nähe zu seinem Stern heizt ihn auf, er ist ein "heißer Jupiter", wie eben eingeführt.

 

 

 

Wie er da so durch das interstellare Vakuum schwebt, erinnert er von der Oberflächenstruktur ein wenig an den Planeten Melancholia, der in Lars von Triers gleichnamigen Film mit der Erde zusammenkracht und alles Leben auslöscht.

 

 

Selten, oder so gut wie gar nicht, ist es möglich, dass unsere Teleskope Planeten entdecken, die der Erde ähneln - und doch, zwischen den mittlerweile weit über 1.000 katalogisierten Exoplaneten, die um andere Sterne kreisen, gesellt sich ein "winziger" Planet hinzu, der seit Wochen schon als Ausnahme und als Glückstreffer bezeichnet wird. Es scheint, als habe die Raumsonde Kepler, benannt nach dem bekannten Astronomen, der die Planetenbewegungen kartographierte und die kepler'schen Bahnen einführte, einen Planeten entdeckt, der nicht nur so groß ist wie die Erde, sondern auch (und hier kommt die eigentliche "Sensation") bewohnbar sein könnte.

 

 

Ganze 600 Lichtjahre - ein interstellarer Katzensprung - entfernt liegt der Planet, der von den Astronomen der 1902 in Washington gegründeten Carnegie Institution for Science Kepler 22b getauft wurde. Der Exoplanet ist ca. 2,4fach so groß wie die Erde und umkreist einen Stern der G-Klase, zu der auch unsere Sonne gehört. Der Stern ist jedoch etwas leuchtschwächer als Sol, sodass der Planet ein wenig näher zu seinem Stern sein muss als unsere Erde zur Sonne, um den Defizit an Leuchtkraft auszugleichen.

 

 

Und auch dieses Kriterium scheint Kepler 22b zu erfüllen: Er ist etwa 15% näher an seiner Sonne dran als die Erde an unserer, was ihn durchaus in die sog. habitable Zone bringt - jene Zone um einen Stern, in der weder zu viel noch zu wenig Sonnenstrahlung auf den Planeten gelangt und die hypothetisch für lebensfreundliche Umweltbedingungen sorgt. Der Exoplanet umkreist seinen Stern in 290 Erdtagen, auf ihm herrscht eine Temperatur von 22 Grad Celsius. Das Vorhandensein von flüssigem Wasser, unserem Verständnis von Exobiologie nach unabdingbar für die Entstehung von Leben, könnte also der Fall sein.

 

 

Der Planet umkreist einen Stern, der sich ziemlich leuchtschwach zwischen den Sternbildern Leier und Schwan kaum von seiner stellaren Umgebung abhebt. Ob es sich bei Kepler 22b um einen Gesteinsplaneten oder einen Gasplaneten handelt ist nach wie vor ein Rätsel - Astronomen sind sich sicher, dass auf einem Gasplaneten kein Leben existieren könnte. Deswegen ist es vorerst das oberste Ziel der Wissenschaftler, die Natur des Planeten näher zu erforschen.

 

 

 

Kepler 22b ist etwa 2,4fach so groß wie die Erde. Ob es sich um einen Gesteinsplaneten (nur auf diesen wird die Möglichkeit der Entstehung von Leben vermutet) oder um einen Gasplaneten handelt, ist nicht bekannt.

 

 

Kepler 22b ist damit der erste Planet, der eine sog. "Supererde" sein könnte. Supererden, das sind größere "Variationen" unserer Erde, also Gesteinsplaneten, etwas größer als die Erde, auf denen Lebensbedingungen wie bei uns herrschen könnten.

 

 

Das Besondere an der Entdeckung ist nicht, dass es sich um eine Supererde handeln könnte - von den bereits mehr als 1.000 entdeckten Planeten sind etwa nur 50 in dem Bereich eines kleineren Gesteinsplaneten - sondern dass es sich um eine Supererde handelt, die sich in der habitablen Zone befindet! Bisherige Entdeckungen von Planeten in der habitablen Zone haben nur heiße Jupiter gezeigt - Kepler 22b ist tatsächlich der erste Exoplanet, den man nach jahrelanger Sucherei als Supererde in einer bewohnbaren Zone um seinen Heimatstern zuordnen könnte.

 

 

Alan Boss, der führende Astronom an dem Institut, das den Planeten entdeckte, meinte ganz ungeniert, dass die Entdeckung von Kepler 22b erst das wahre Ausmaß von bewohnbaren Planeten in der Milchstraße enthüllen könnte.

 

 

Meine Ansicht der Entdeckung

 

Wow, was eine Entdeckung... solche Sensationsmeldungen zeigen, dass es sich lohnt, Gelder für die Beobachtung des Weltraums zu verwenden. Diese Entdeckungen lehren uns nicht nur etwas über die ferne Fremde, sondern auch über unsere Heimat. Und darüber, dass wir das Leben wertschätzen sollten, denn allem Anschein nach ist es selten. Wenn nicht sogar einzigartig auf weiter Flur; wer weiß, wo der nächste bewohnbare (und bewohnte!) Planet sich befindet...


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Vor wenigen Tagen war da ein Rendezvous. Irgendjemand hatte sich gedacht, eine italienische Göttin zum Essen auszuführen. Oder sie mindestens zu besuchen. So ähnlich geschehen vor etwa 11 Tagen, am 09. Juli 2011. Ob das Rendezvous geglückt ist, müsst ihr selber beurteilen.

 

Nun ist das Zusammentreffen aber nicht zwischen zwei Menschen geschehen, sondern einer winzigen Raumsonde und einem verhinderten Planeten, besser gesagt einem Asteroiden aus der ursprünglichen Zeit des Sonnensystems.

 

Jenes Bild des Himmelskörpers Vesta wurde von der Sonde Dawn (Dämmerung) 'dicht hinter Mars', etwa 150 Mio. Kilometer von der Erde entfernt, erstmals aufgenommen:

 

 

 

Vesta wurde aus einer Entfernung von ca. 1,4 Mio. Kilometern aufgenommen. Zu erkennen sind zahlreiche Oberflächendetails - am auffälligsten ist eine große Einkerbung in der Mitte, eine Art 'Asteroidenberg', der vermutlich entstand, als ein größerer Himmelskörper auf Vesta einschlug.

 

 

Anders als bei anderen Asteroiden ist die runde Form des Protoplaneten sehr auffällig – bei Vesta handelt es sich um einen Gesteinskörper mit 516 km Durchmesser. Damit hat sie den 1/20 Durchmesser der Erde. An Masse wird sie nur vom Kleinplaneten Ceres übertroffen, der sich, wie Vesta, im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befindet.

 

In der römischen Mythologie ist Vesta die Schwester von Ceres. Benannt wurde sie von Carl Friedrich Gauß, der die Rechte für die Benennung von Heinrich Wilhelm Olbers bekam, den ursprünglichen Entdecker des Asteroiden. Da Gauß die für die Bahnbestimmung von Asteroiden allgemein wichtigen mathematischen Formeln lieferte, durfte er Vesta auch benennen, weil er dessen Flugbahn vorherbestimmte.

 

Ein Erdjahr entspricht etwa drei Vestajahren: In 3,63 Jahren (Erdrechnung) absolviert Vesta ihren Staffellauf um das Zentralgestirn und 'sammelt' dabei kleinere Asteroiden, die in halsbrecherischer Geschwindigkeit auf die Oberfläche hinab stürzen. Da Vesta keine Atmosphäre besitzt, hinterlassen selbst kleinste Asteroiden Krater, welche die Oberfläche des Protoplaneten ständig umgestalten. Dieser Prozess des Sammelns nennt sich Bahnbereinigung und kam in der Frühzeit des Sonnensystems bei allen Himmelskörpern vor – so sammeln diese neue Materie, so konnten Planeten erst zu jenen werden, die sie heute sind.

 

 

 

Künstlerische Darstellung des Fluges von Dawn. Zu erkennen sind die riesigen Sonnenpaddel, mit denen die Sonde Energie aufnimmt, das Mittelteil mit der Sendeschüssel, die die Daten, welche von den unzähligen wissenschaftlichen Instrumenten auf dem kleinen Quadrat gewonnen werden, zur Erde sendet.

 

 

Die Raumsonde Dawn benötigte etwa vier Jahre, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Auf dem Hinflug nutzte sie die 'Swing by'-Technik und nutzte die Schwerkraftfelder von Erde, Mond und Mars aus, um zusätzliche Geschwindigkeit zu bekommen. Ein Flug rein mit Treibstoff wäre zu teuer und kostspielig geworden (und hätte vielleicht doppelt so lange gedauert). Die Methode, größere Himmelskörper zu nutzen, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, ist dabei von entscheidender Relevanz, Orte im Sonnensystem zu erreichen, die weiter weg sind als der Mond.

 

Da Vesta sich auf einer festen Sonnenumlaufbahn befindet, ist die Gefahr, dass sie in die Nähe der Erde gelangen könnte, sehr unwahrscheinlich. Sollte es zu einem Einschlag kommen (der höchst energetisch wäre), würde dies das Ende des Erdlebens bedeuten. Sehr viel wahrscheinlicher ist es jedoch, zwanzigmal hintereinander einen Sechser im Lotto zu gewinnen oder mehrere Male hintereinander von einem Blitz getroffen zu werden. 


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Vom rein technischen Standpunkt gesehen haben die Menschen die Grenzen des Sonnensystems bereits vor 5 Jahren überschritten. Zwar ist es faszinierend, dass die beiden Voyager-Sonden in ein paar zehn- oder hunderttausend Jahren theoretisch ein anderes Sternensystem passieren, doch verblasst diese Leistung angesichts der Tatsache, dass wir u.a. mit dem Hubble-Teleskop und neueren Geräten in der Lage sind, bereits Exoplaneten zu fotografieren.

 

 

Dennoch, was diese Sonden erreicht haben, ist für die Raumfahrt ähnlich historisch wie das, was die Sonde Messenger nun zur Erde gefunkt hat.

 

 

Bei Messenger handelt es sich um einen 250 Mio. Dollar teuren Metallklumpen, welcher in Richtung Merkur, des kleinsten Planeten in unseren Sonnensystem, geschickt wurde, um ein Jahr lang in seinem Orbit zu bleiben und Fotos zu schießen. Da die Sonde ihren fünfjährigen und über 300 Mio. Kilometer weiten Weg erfolgreich hinter sich gebracht hat, wurden die Astronomen vor wenigen Tagen mit dem ersten Foto aus dem Orbit des Merkur beglückt. Dabei handelt es sich um eine historische Aufnahme, denn noch nie wurde eine Sonde zum sonnennächsten Planeten geschickt.

 

 

Folgendes Bild ist also das erste, das je aus dem Orbit des Merkur aufgenommen wurde:

 

 


Großes Bild

 

 

 

Wenn man schon 300 Mio. ausgibt, um ins Weltall/zu den Planeten zu gelangen, dann ist es selbstredend, dass auch weitere Bilder geschossen werden:

 

 

Region am Nordpol des Merkur

 

 

 

 

Vor allem dieses Bild ist von Interesse, da es sich hier um ein Farbbild handelt (aufgenommen mit dem Weitwinkelobjektiv von Messenger):

 

 

 

 

Auf diesem Bild ist ein Einschlagskrater zu sehen. Fast strahlenförmig davon ausgehend sind die Schockwellen, welche der Asteroid verursacht hat:

 

 

 

 

Man könnte meinen, dass es sich beiden Bildern um nichts Besonderes handelt - immerhin hat man schon dutzende Aufnahmen gesehen, auf denen z.B. die Monde des Jupiter sehr dtailliert widergegeben wurden. Doch alleine schon, weil es sich hier um die ersten Bilder aus dem Orbit des Merkur und nicht um Teleskopaufnahmen handelt, sind diese als historisch zu betrachten.

 

 

 

Links:

Zur Messenger-Seite der NASA, welche täglich Updates bietet, wenn z.B. neue Fotos aufgenommen werden


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Merkur Messenger Sonnensystem


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