Yggi's Kosmos

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Seit etwa Ende Juli 2011 umkreist die US-amerikanische Raumsonde Dawn den Asteroiden Vesta und schickte seitdem zahlreiche interessante Bilder von der Oberfläche des Protoplaneten. Doch bevor es auf eine virtuelle Rundreise geht, erstmal ein paar grundlegende Informationen zum verhinderten Planeten. Dabei greife ich auf einen Teil eines früheren Blogeintrages zurück, der das ganz gut zusammenfasst:

 

 

 


Anders als bei anderen Asteroiden ist die runde Form des Protoplaneten sehr auffällig – bei Vesta handelt es sich um einen Gesteinskörper mit 516 km Durchmesser. Damit hat sie den 1/20 Durchmesser der Erde. An Masse wird sie nur vom Kleinplaneten Ceres übertroffen, der sich, wie Vesta, im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befindet.

 

 

 
In der römischen Mythologie ist Vesta die Schwester von Ceres. Benannt wurde sie von Carl Friedrich Gauß, der die Rechte für die Benennung von Heinrich Wilhelm Olbers bekam, den ursprünglichen Entdecker des Asteroiden. Da Gauß die für die Bahnbestimmung von Asteroiden allgemein wichtigen mathematischen Formeln lieferte, durfte er Vesta auch benennen, weil er dessen Flugbahn vorherbestimmte.

 

 

 
Ein Vestajahr entspricht etwa drei Erdjahren: In 3,63 Erdjahren absolviert Vesta ihren Staffellauf um das Zentralgestirn und 'sammelt' dabei kleinere Asteroiden, die in halsbrecherischer Geschwindigkeit auf die Oberfläche hinab stürzen. Da Vesta keine Atmosphäre besitzt, hinterlassen selbst kleinste Asteroiden Krater, welche die Oberfläche des Protoplaneten ständig umgestalten. Dieser Prozess des Sammelns nennt sich Bahnbereinigung und kam in der Frühzeit des Sonnensystems bei allen Himmelskörpern vor – so sammeln diese neue Materie, so konnten Planeten erst zu jenen werden, die sie heute sind.

 

 

 


Doch faul möchte ich nicht sein und präsentiere euch in folgendem Text die neuesten Erkenntnisse über den Planeten, der keiner ist.

 

 

 

Vier Jahre hat Dawn gebraucht, um von der Erde mithilfe der Swingby-Technik zum Asteroiden zu gelangen. Dabei wurde das Gravitationsfeld des Mondes ausgenutzt, um die Sonde zu beschleunigen: Sie schwenkte in eine enge Mondumlaufbahn ein, beschleunigte so ihren Flug und wurde von Mond wieder „entlassen“. Die Geschwindigkeitsveränderung in diesem Fall ist positiv, d.h., die Sonde ist nach dem Swingby schneller als vorher; diese Technik ist entscheidend, wenn es darum geht, weit entfernte Ziele im Sonnensystem zu erreichen.

 

 

 

 

Den Asteroiden - oder Protoplaneten - zeichnet eine zerklüftete, von Kratern durchzogene Oberfläche aus. Eine Besonderheit dieser Krater ist ihre leicht unregelmäßige Form, die sich von Kratern auf dem Mond, der Erde oder dem Mars unterscheidet., 

 

 

 

Dawn hatte während der vielen Monate um Vesta genügend Gelegenheit, ihre Oberfläche zu kartographieren und interessante Bilder zu schießen. Dabei kamen einige Details zutage: So befindet sich auf Vesta etwa einer der höchsten Berge des Sonnensystems. Ausgerechnet auf einem Himmelskörper, der um so vieles kleiner ist als Erde oder Mars, befindet sich ein wahrer Gigant von einer Erhebung, die dreimal so hoch ist wie der Mount Everest.

 

 

 

Mächtig erhebt sich der Berg am Südpol in einem 500 Kilometer großen, fast den ganzen Planeten umfassenden Krater; würde man auf seiner Spitze stehen, könnte man 25 km in die Tiefe blicken. Dabei würde das Auge nicht nur von der Weite der Ebene, sondern sicherlich auch von den merkwürdigen Kratern angezogen, die es überall auf Vesta gibt. Diese unterscheiden stark von denen, die man von Erde und Mars kennt; sie geben Wissenschaftlern bis dato einige Rätsel auf. Es ist nicht bekannt, wodurch sie verursacht wurden. Da jedoch alle nahezu gleich aussehen, nimmt man an, dass mehrere Projektile den Planeten etwa zur gleichen Zeit getroffen und die Ausbuchtungen geschaffen haben.t

 

 

 

In folgendem Video wird mithilfe einer virtuellen 3D-Reise zu Vesta näher erklärt, worum es sich bei diesem Protoplaneten handelt:

 

 

 

 

 

 

 

Was aber die gigantische Rille in der „Mitte“ des Asteroiden verursacht haben könnte, gibt den Wissenschaftlern nach wie vor ein Rätsel auf: Eine merkwürdig ovale und lang gezogene Fläche zieht sich quer über den Äquator. Um welches geologische Phänomen es sich dabei handelt, wissen die Forscher des Dawn-Projektes nicht – sie vermuten jedoch, dass das Gebilde durch einen riesigen Gesteinsbrocken entstanden sein könnte, der vor hunderten von Jahrmillionen auf dem Protoplaneten einschlug und ihn vermutlich fast vollständig zerstörte.

 

 

 

 

Der gigantische Berg ist noch unbenannt, doch schlägt er mit einer Gesamthöhe von 25 Kilometern fast den Olympus Mons, den höchsten Berg des Sonnensystems auf dem Mars.

 

 

 

Nicht auszudenken wäre, wenn dies passierte: Hunderttausende großer Brocken würden dann in allen Himmelsrichtungen durch unser Sonnensystem fliegen und auf den Planeten einschlagen. Manche würden zu Asteroiden, die auf die Sonne zusteuern und in ihrem feurigen Schlund verschwinden, andere würden vom mächtigen Gravitationsfeld des Jupiter angezogen und wie einst Shoemaker Levy 9 auf dem Gasgiganten einschlagen, während vielleicht einer dieser Brocken in Richtung Erde steuerte. Wäre dieser Fall, so bliebe uns nur noch der Mond als unser lunares Schutzschild. Würde auch er versagen, bliebe der Menschheit und allen anderen Erdbewohnern auch keine andere Wahl: Sie müssten sich auf das Unvorstellbare vorbereiten und den Einschlag eines vielleicht mehrere Kilometer großen Asteroiden abwarten müssen... nicht auszumalen, welch eine Katastrophe das für die Biosphäre der Erde wäre.

 

 

 

Doch wir müssen nichts befürchten, denn es ist nicht vorgesehen, dass in naher Zukunft etwas Größeres auf Veste einschlagen soll. Auch ist es extrem unwahrscheinlich und unlogisch, dass Vesta einen plötzlichen Bahnwechsel vollzieht und auf die Erde zurast. Vesta befindet sich auf einer festen Bahn und wäre, wenn der Brocken mehr Materie aufgesammelt hätte, vielleicht sogar ein „echter“ Planet geworden!  


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Nichts ist so alt wie die Suche nach anderen intelligenten Wesen. Ob sie nun in der Fabelwelt existieren, Götter oder Helden mythischer Gestalt sind oder aus dem Weltall kommen - die Hoffnung auf die Kommunikation oder die bloße Existenz anderer "fremder" Wesen zieht sich durch die Literatur und Kunst der Menschheit wie ein roter Faden.

 

 

 


Auch für die moderne Wissenschaft ist die Suche nach Außerirdischen ein seriöses Geschäft: Das Aufstöbern einer extraterrestrischen Lebensform zählt zu den am meisten belachten wissenschaftlichen Tätigkeiten. Ob es nun Amateur-Astronomen mit einem kleinen Empfänger sind oder zeitweise hunderte von Wissenschaftlern am Very Large Array in New Mexico – viele sind auf der Suche mit dabei und hoffen, ein Lebenszeichen einer außerirdischen Intelligenz zu erhaschen.

 

 

 

So schlagen nun Professor Paul Davies, Direktor des Beyond Center for Fundamental Concepts in Science der Arizona State University, und Student Robert Wagner in einem in der Fachzeitschrift Acta veröffentlichten Artikel vor, auf dem Mond gezielt nach Hinterlassenschaften außerirdischer Besucher zu fahnden. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, Spuren irgendwelcher Extraterrestrier zu finden, doch bauen die Forsacher auf die Hilfe der Internet-Gemeinde: Bei Projekten wie Galaxy Zoo wurde die NASA von findigen Internetnutzern schon auf viele Gebilde aufmerksam gemacht, die dem aufmerksamen Forscherauge entgingen.

 

 

 

 

Fake-Bilder wie dieses zeigen etwa einen auf dem Mond befindlichen vermeintlich außerirdischen "Turm" und einen "Deckflügel ("The Shard"). Zeitweise sorgen diese Bilder für große Aufregung, werden jedoch gewöhnlich schnell als Unfug entlarvt.

 


Davies und Wagner sind der Meinung, dass eine solche zusätzliche Suche die bereits im Rahmen von SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) existierenden Bemühungen ergänzen würde. Bei SETI werden schon regelmäßig über Radioteleskope Signale aus dem Weltall untersucht – bisher wurde jedoch nichts gefunden. Im britischen Blatt The Guardian ist ein Zitat aus dem Bericht der Forscher zu finden, das die Hoffnung der Wissenschaftler ausdrückt:

 


Obwohl die Wahrscheinlichkeit äußerst gering ist, dass außerirdische Technologie irgendwelche Spuren auf dem Mond in Form von Artefakten oder durch die Veränderung von Oberflächenstrukturen hinterlassen hat, bietet der Mond doch den Vorteil, dass er uns sehr nahe ist und sich dort Spuren für sehr lange Zeit erhalten.

 

 


Dabei wollen sich die Forscher auf Daten der Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) verlassen. Der LRO ist jene Sonde der NASA, die nach eigenen Aussagen „den Weg zurück zum Mond ebnen soll“. Mit der Sonde soll nicht nur die Oberfläche des Mondes näher untersucht werden, sondern auch die Wasservorkommen an den beiden Polen des Erdtrabanten, die sich für eine potenzielle permanente Raumstation als dienlich erweisen könnten.

 

 

 

 

Der LOR umkreist den Mond auf einer nahen Umlaufbahn und hat schon zahlreiche, sehr detaillierte Bilder aufgenommen.

 

 

 

Die ungeheuren Datenmengen sollen nicht nur, wie bereits beschrieben, von Wissenschaftlern untersucht worden. Eine aktive Anteilnahme seitens der Internetgemeinde an der Suche nach außerirdischer Intelligenz ist so gut wie sicher. So soll insbesondere nach staubbedeckten Sonnenkollektoren oder Gebäuderuinen/Strukturen von Gebäudekomplexen gesucht werden, die aufgrund der fehlenden Atmosphäre auf dem Mond sehr lange erhalten bleiben und sogar mehrere Millionen Jahre überdauern dürften.

 

 

 

Die Forscher sind der Ansicht, dass man insbesondere in jüngeren Kratern wie dem nach dem berühmten dänischen Astronomen Tycho Brahe benannten Tycho suchen solle. Auch gebe es eine Wahrscheinlichkeit, nach der Spuren außerirdischer Besucher ebenfalls unterirdisch zu finden seien, etwa in zugeschütteten Lavaröhren. Dass es sich hierbei aber um pure Spekulation handelt, sollte klar sein.

 

 


 

Die letzte totale Mondfinsternis des Jahres 2011 wurden vom LOR ebenfalls sehr genau beobachtet.

 

 

 

Die NASA hat bereits sage und schreibe 340.000 Bilder vom Mond veröffentlicht, die auf eine Kontrolle durch die Nutzer warten. Mehr als eine Million zu untersuchende Aufnahmen sollen es Astronews zufolge insgesamt werden, wenn man alle Bilder addiert, die jedes Teleskop oder jede Sonde der NASA aufgenommen haben.

 

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Andere Einträge, die sich mit dem Mond oder Planetensatelliten generell beschäftigen:

 

 

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Meine Meinung

 

Ob die Sucherei nun sinnvoll ist sei mal dahin gestellt - die Idee ist gar nicht mal so dumm. Ich finde es nur interessant, wie sehr Vorstellungen der Science Fiction, wie sie zum Beispiel in der Literatur geäußert werden, gerade in der Astronomie die aktive Forschung nach vorheriger Prüfung beeinflussen können.


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