Yggi's Kosmos

Eine Reise durch Raum, Zeit & die Welt der Videospiele

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Jules Verne hat in seinem Werk „20.000 Meilen unter dem Meer” einmal folgendes über das Meer geschrieben:

 

 

Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.

 

 

Schon immer wird das Meer mit Unendlichkeit, seit der Romantik gar mit Sehnsucht assoziiert – für unsere Vorfahren war es eine feuchte Hölle, ein schwarzer Fleck auf der Landkarte, das ultimative Fremde. Bedingt durch den Bericht der Sintflut in der Bibel hielt sich die Angst vor großen Wassermengen bis in die Neuzeit hinein, und es bedurfte der Wissenschaft, den Menschen diese Furcht zu nehmen und sie (teilweise) in Faszination und Sehnsucht umzuwandeln.

 

 

Doch noch heute wissen wir mehr über die Oberfläche des Mondes, ferne Galaxien und andere Planeten als über unser eigenes Meer. So wird es uns populärwissenschaftlich erklärt.

 

 

Es könnte eine Ironie sein, dass eine kleine blaue Perle im All, die so unscheinbar winzig und bedeutungslos ist, Leben beherbergt, welches nun etwas wahrhaft Gigantisches entdeckt hat. Das dürfte eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre sein.

 

 

Das, wovon ihr nun gleich lesen werdet, ist so ungeheuerlich und doch so typisch für den weiten Kosmos, der immer wieder Überraschungen für uns parat zu halten scheint.

 

 

Es waren die Astronomen des bekannten Mauna Kea- Observatoriums in Hawaii, die in 12 Mrd. Lichtjahren (man merke, dass ein Lichtjahr 10 Billionen Kilometer sind) einen Quasar entdeckten, der von etwas höchst ungewöhnlichem umgeben ist: Einer gigantischen Menge an Wasser, fast 140 Billionen mal so viel, wie auf der Erde zu finden ist.

 

 

 

Zwar gibt es noch kein Bild der Entdeckung, doch könnte man sich die Umgebung des Quasars so vorstellen - während das schwarze Ungeheuer Materie frisst, stößt es dabei unablässig Strahlung und Material aus. Entweder treffen diese wie im Bild auf ein Hindernis und werden abgebremst, oder sie bündeln sich gravitativ und sammeln sich an einem Ort, wie es wohl bei dem 'Wasserquasar' der Fall ist.

 

 

Diese Entdeckung ist in dreifacher Hinsicht ungewöhnlich und spektakulär: Einmal, weil diese Wasserquelle 12 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist – rechnet man das in der Zeit zurück, so ist dieses Wasser 12 Mrd. Jahre alt (wer weiß, ob der Quasar und das ihn umgebende Wasser heute noch bestehen). Dies ist (zweitens) ungewöhnlich, vermutete man bisher die Entstehung von molekularem Wasser nie in solchen großen Mengen, und auch nicht zu diesem frühen Zeitpunkt.

 

 

Drittens: Dieses Wasser ist frei. Es existiert auf keiner Planetenoberfläche, sondern es ist eine riesige Molekülwolke, welche ein schwarzes Loch mit der Masse von 20 Milliarden Sonnen umkreist. Während das schwarze Loch Materie auffrisst und dabei in einem Jahr soviel Energie wie 200 Billionen Sonnen produziert, stößt es dabei auch Material aus – ein Teil dieses Materials verwandelt sich in der Nähe des schwarzen Lochs zu Wasser und wird – das ist der Clou an dieser Sache – nicht wieder absorbiert, sondern mit hohen Geschwindigkeiten ausgestoßen; es sammelt sich an einer Stelle in ‚sicherer’ Entfernung zum schwarzen Loch. Unser Wasserreservoir ist geboren.

 

 

Die Vorstellung einer Quelle von Wasser in einer solchen Entfernung lässt unwillkürlich auf Leben denken, da das Molekül einer der entscheidenden Substanzen bei der Entstehung von sich selbst reproduzierbarer Materie ist – bedenkt man jedoch, dass das Wasser sich in einer höchst strahlungsbelasteten, sehr energetischen Umgebung befindet und diese sich ständig umgestaltet, ist ein störungsfreier Ablauf der Entstehung von Leben eher nicht gegeben.

 

 

Doch ist alleine schon die Tatsache, dass es Wasser nicht nur auf Planetenoberflächen geben kann, eine Sensation. Zwar hat man das vorher schon vermutet und immer wieder indirekte Beweise erbracht, doch eine direkte Beobachtung mit anschließenden wissenschaftlichen Daten konnte erst 2008 vorgelegt werden.

 

 

 

Nicht nur die Erde allein hat ein Vorrecht auf Wasser - es gibt mehrere Orte im Sonnensystem, an denen sich noch größere Mengen Wasser als auf der Erde befinden. Einer dieser Orte ist der Jupitermond Europa, unter dessen kilometerdicken Eiskruste ein Ozean von unvorstellbarem Ausmaße existiert.

 

 

Noch im 19. Jahrhundert dachten viele Menschen, die Meere der Erde wären die Überreste jener biblischen Sintflut, vor der wir Menschen uns Jahrhunderte lang fürchteten. Doch müssen wir das Wasser nicht fürchten, sondern respektvoll mit ihm umgehen, denn wir haben nicht die Möglichkeit, mal eben 12 Mrd. Lichtjahre zu fliegen und frisches Wasser zu tanken. Verantwortungsvolles Bewusstsein und auch Umgang mit dem Quell allen Lebens sollte unsere höchste Priorität besitzen.
 


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Wasser Erde Quasare Wasser im All


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Quasare in ihren Auswirkungen auf ihre unmittelbare stellare Umgebung zu beschreiben, wäre ein hoffnungslosen Unterfangen. Deise energetischsten Objekte, die es im Kosmos gibt, emittieren unglaublich hohe Energiemengen in einem Umfeld, das oft nicht größer als das Sonnensystem ist.


 


Sie sind zwar von ihrer Energieproduktion schwächer als Supernovae, vergleichte man die Zeiträume; jedoch sind sie am konstantesten und emittieren Jahrmillionenlang stets eine ungeheure Energiemenge.


 


Wie immer viel Spaß beim Betrachten des Videos!


 




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Wochen des Universums Astronomie Quasare Yggi's Kosmos


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