Yggi's Kosmos

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Vom rein technischen Standpunkt gesehen haben die Menschen die Grenzen des Sonnensystems bereits vor 5 Jahren überschritten. Zwar ist es faszinierend, dass die beiden Voyager-Sonden in ein paar zehn- oder hunderttausend Jahren theoretisch ein anderes Sternensystem passieren, doch verblasst diese Leistung angesichts der Tatsache, dass wir u.a. mit dem Hubble-Teleskop und neueren Geräten in der Lage sind, bereits Exoplaneten zu fotografieren.

 

 

Dennoch, was diese Sonden erreicht haben, ist für die Raumfahrt ähnlich historisch wie das, was die Sonde Messenger nun zur Erde gefunkt hat.

 

 

Bei Messenger handelt es sich um einen 250 Mio. Dollar teuren Metallklumpen, welcher in Richtung Merkur, des kleinsten Planeten in unseren Sonnensystem, geschickt wurde, um ein Jahr lang in seinem Orbit zu bleiben und Fotos zu schießen. Da die Sonde ihren fünfjährigen und über 300 Mio. Kilometer weiten Weg erfolgreich hinter sich gebracht hat, wurden die Astronomen vor wenigen Tagen mit dem ersten Foto aus dem Orbit des Merkur beglückt. Dabei handelt es sich um eine historische Aufnahme, denn noch nie wurde eine Sonde zum sonnennächsten Planeten geschickt.

 

 

Folgendes Bild ist also das erste, das je aus dem Orbit des Merkur aufgenommen wurde:

 

 


Großes Bild

 

 

 

Wenn man schon 300 Mio. ausgibt, um ins Weltall/zu den Planeten zu gelangen, dann ist es selbstredend, dass auch weitere Bilder geschossen werden:

 

 

Region am Nordpol des Merkur

 

 

 

 

Vor allem dieses Bild ist von Interesse, da es sich hier um ein Farbbild handelt (aufgenommen mit dem Weitwinkelobjektiv von Messenger):

 

 

 

 

Auf diesem Bild ist ein Einschlagskrater zu sehen. Fast strahlenförmig davon ausgehend sind die Schockwellen, welche der Asteroid verursacht hat:

 

 

 

 

Man könnte meinen, dass es sich beiden Bildern um nichts Besonderes handelt - immerhin hat man schon dutzende Aufnahmen gesehen, auf denen z.B. die Monde des Jupiter sehr dtailliert widergegeben wurden. Doch alleine schon, weil es sich hier um die ersten Bilder aus dem Orbit des Merkur und nicht um Teleskopaufnahmen handelt, sind diese als historisch zu betrachten.

 

 

 

Links:

Zur Messenger-Seite der NASA, welche täglich Updates bietet, wenn z.B. neue Fotos aufgenommen werden


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Merkur Messenger Sonnensystem


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Neue Nachrichten vom Merkur



 



Die Sonde MESSENGER (MErcury Surface, Space ENvironmentm GEochemistry, and Ranging) flog am 6. Oktober 2008, also vor gut 7 Monaten, am sonneninnersten Planeten Merkur zum zweiten Mal vorbei; die ausgewerteten Daten überraschten die Wissenschaftler.



 



2011 soll die Sonde in einen Orbit um den Merkur einschwenken und ihn dauerhaft erforschen.



 



Während ihrem zweiten Vorbeiflug schoss MESSENGER mehr als 1.200 Bilder der Planetenoberfläche.



 



So entdeckte man etwa ein bis dato unbekanntes Einschlagbecken auf dem Planeten mit ca. 700 km Durchmesser, das auf den Namen Rembrandt-Becken getauft wurde. Es ist vergleichsweise jung (vor 3,9 Mrd. Jahren entstanden; andere Einschlagskrater sind vor ca. 4,5 Mrd. Jahren entstanden).



 



Merkur



Der Rembrandt-Einschlagskrater ist ca. 600 Mio. Jahre jünger als seine „Kollegen“ - man kann sehen, wie ein Krater in seiner Entstehungszeit aussieht, da er sich ohne Einfluss von außen nicht veränderte, was die anderen Krater teils nicht konnten.



 



 



 



In der Vergangenheit waren zudem nur 50 % der Oberfläche des Merkur kartografiert – jetzt sind es mehr als 90 %; dazu noch hochauflösendes Material. Das Wissen um Merkurs Oberfläche und der Detailgrad der Bilderauflösung sind demnach exponentiell gestiegen.



 



Zusätzlich entdeckte man, dass die Magnetosphäre sich anders verhält als bisher angenommen: Man fand Magnesium in der Atmosphäre, welches aufgrund der starken Sonnenwinde ständig aufgeladen ist. Das Magnesium nun konzentrierte sich allerdings an bestimmten Stellen; man kann deswegen annehmen, dass an einigen Stellen aufgrund des großen Strahlungsdrucks der Sonne die Magnetosphäre stärker ist als an anderen Stellen.



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Universum Merkur Yggi's Kosmos


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Es ist schwer, von Ehrfurcht zu sprechen, wenn wir ein Teil des Ehrfürchtigen sind.

 

Merkur ist wie die Erde, wie jedes Lebewesen auf diesem Planeten, aus kosmischem Staub entstanden. Aus Staub geboren und wieder zu Staub, wenn man stirbt, sagten die Menschen des Altertums. Wie recht sie doch damit hatten.

 

Wenn wir vom Merkur eines lernen ist es dies: Je kleiner eine Welt, desto schneller ist sie geologisch inaktiv. Je kleiner, desto weniger Gase kann sie halten. Je kleiner, desto unwahrscheinlicher ist das Vorkommen von Lebensformen, seien sie auch noch so primitiv.

 

Obwohl Merkur der kleinste Planet - die Degradierung Plutos zu einem "Zwergplaneten" mal völlig unbeachtet gelassen - in unserem Sonnensystem ist, so ist er dennoch ein Planet der Grenzen. Nirgendwo sonst ist es am Tag so heiß und in der Nacht so kalt, nirgendwo kann man sehen, wie die Erde ausgesehen hätte, wäre sie nicht von Theia getroffen worden.

Und das ist eine beängstigende als auch erfreuliche Tatsache.

 

 

Ein rasanter Götterbote

 

Der Merkur war bei den Römern der Götterbote. Warum eigentlich?

 

 

Nun, die Antwort liegt einfach auf der Hand: Während eines Erdjahrs konnten die Römer sehen, wie der Merkur - als kleiner leuchtender Punkt am Himmel - mehrmals die Sonne umkreiste. Dies hielten sie für schnell (was es auch tatsächlich ist) und statteten ihren Götterboten Merkur mit diesen Attributen aus - ein schneller Überbringer von Botschaften.

 

 

Merkur zeigt uns zudem, dass die Wesen auf dem Planeten Erde ein Teil des ehrfürchtig Gesamten sind. Obwohl der erste Planet eine Hitze- als Kältehölle zugleich ist, fasziniert er uns. Seit Jahrtausenden.

  

 

Mit diesem Eintrag möchte ich die Themenwoche Merkur beenden. Ab nächster Woche werden mehrere Einträge zum nächsten Planeten auf "der Liste" kommen: Der Venus. Die Venus fasziniert Menschen schon seit jeher, mehr, als es der Merkur je könnte. Umso wichtiger ist ein Verstehen dieses Planeten. Und mit dem Verstehen hat es sich wie folgt:

 

 

Wenn mit dem Sehen das Erstaunen kommt

und mit dem Berichten die Ehrfurcht,

dann geht mit dem Verstehen das Numinose einher.

 

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Zu den anderen Einträgen rund um Merkur:

 


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Wochen des Universums Astronomie Merkur


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Was wäre, wenn wir den Merkur auf seiner etwa 90tägigen Reise um die Sonne begleiten könnten?

 

Viele bekannten Ansichten und Fakten über den Merkur sollen in Form eines Reiseberichts etwas untrockener aufbereitet werden. Spekulationen über den sonnenächsten Planet befinden sich ebenso im Text wie ein bisschen wissenschaftliche Fiktion im Rahmen des durchaus Machbaren.

 

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Stellen wir uns vor, ein Team aus 10 oder 20 Menschen fliegt zum sonnennächsten Trabanten und begleitet ihn ein Merkur-Jahr, also 90 Erdtage. Was würden sie sehen und bemerken? Würde sich das beim Merkur lohnen, oder sollte man sich lieber auf einen anderen Planeten konzentrieren?

 

Das Space-Shuttle "Merkury" steht in den Startlöchern, um diese Fragen zu beantworten.

 

 

 

Trostlos und verlassen: Die Oberfläche des Merkur

 

 

Am Merkur angekommen, muss das Shuttle zuerst eine konstante Umlaufbahn um den Planeten erlangen. Diese zu justieren dauert nicht lange. Während der Steuermann das Shuttle in eine orbitale Umlaufbahn bringt, richten die anderen Teilnehmer des interplanetaren Flugs bereits die Bordteleskope auf die Oberfläche und erstarren ehrfürchtig angesichts des Anblicks, der sich ihnen bietet:

 

Bild in größerer Darstellung

 

Eine Kosmonautin aus Russland meint scherzhaft, sie hätten sich verflogen und befänden sich in der Nähe des Mondes. Ihrem Anblick streckt sich eine Kraterlandschaft entgegen, die seltsam gräulich-schwarz koliriert ist. Tausende, Aberzehntausende von Einschlagskratern säumen die Oberfläche. Sie hält Ausschau nach geologischer Aktivität, kann aber keine offensichtliche entdecken. Einzig und alleine Krater und durch Einschläge entstandene Täler und Hügel befinden sich auf der Oberfläche. Etwas enttäuscht überlässt sie das Teleskop einem französischen Kollegen, der das Selbige sieht. Dieser meinte hingegen, sie bräuchten nicht enttäuscht zu sein, sondern euphorisch, denn diesen Anblick habe noch kein Mensch zuvor gehabt.

 

Als die konstante Station im Orbit erreicht ist, beginnt man, die Sensoren in Richtung der Sonne auszurichten. Die Außenbord-Kamera surrt leise und fotografiert das Zentralgestirn.

 

 

Originalgröße

 

Aus der Sicht der Astronauten nimmt die Sonne den kompletten, sehbaren Horizont ein. Obwohl sie sich noch in 55 Mio. km Entfernung befinden, kann man hier eine Ahnung davon machen, wie groß der Stern in Wirklichkeit ist. Direkt in das Licht schauen dürften sie nicht, denn sonst würden sie erblinden.

 

 

 

Wochen danach...

 

 

... gelangen sie auf die Tagseite des Merkur. Abrupt wird es heißer an Bord und die Schutzschilde gegen die Sonnenwinde, gegen die sie dank ihrer bisherigen Position geschützt waren, müssen hochgefahren werden. Wähend der Schatten-Licht- Übergang spektakulär in Szene gesetzt wird, fängt die Besatzung an, dank es günstigen Lichts die erstrahlende Oberfläche zu sehen. Sie sind verwundert, weil das Bild, das sich ihnen darbietet, zwar erwartet, aber noch nie mit bloßem Auge gesehen wurde:

 

 

Plötzlich blickten sie auf einen orange-roten Planeten und meinten sich auf dem Mars. Durch das Sonnenlicht und die unterschiedliche Reflektierung dessen auf den verschiedenen Gesteinen leuchtet die Merkur-Kugel fast kirschrot. Man kann sogar Schatten und Licht erkennen.

 

Die Astronauten sehen sogar das gewaltige Becken, das sich ihnen mehrere hundert Kilometer unter ihnen auf der Oberfläche auftut. Dieses entstand durch einen Meteoriten-Einschlag (wobei der Meteor einen Durchmesser von ca. 100 km hatte) und zieht sich 1500 km in die Länge sowie fast 1000 km in die Breite. In der Nähe dieser Erscheinung entdecken die Astronomen Berge mit fast 2000 m Höhe, die durch den Impakt aufgeworfen wurden. Weil es keine Erosion wegen der fehlenden Atmosphäre gab/gibt und sich die eigengeologische Aktivität des Planetenquasi in Nichts aufgelöst hat, blicken die Kosmonauten auf ein Überbleibsel, das mehrere Milliarden Jahre alt ist.

 

 

 

Der Sonne sehr nahe

 

 

Fünf Erdwochen sind vergangen, seitdem die Crew sich auf das Tagesseite befindet. Etwa seit einem halben Merkur-Jahr schwebt das Shuttle nun im Orbit des Planeten. Eine Masse von Bildern wurden aufgenommen, deren Auwertung die meiste Zeit der Astronauten verschlingt.

 

Dann passierte das Unfassbare.

 

Während der Merkur der Sonne mit 45 Mio. km aufgrund seiner äußerst elliptischen Bahn am nächsten war, richtete die Crew ihre Hauptaufmerksamkeit auf die Merkur-Oberfläche. Dank ihrer guten Teleskope konnten sie die geologische Vergangenheit des Planeten sehr gut nachvollziehen. Noch vor 500 Mio. Jahren musste Vulkanismus stattgefunden haben, meinte ein amerikanischer Forscher. Diese Annahme bestätige eine Untersuchung mehrerer Gebilde, die eine starke Ähnlichkeit mit irdischen Vulkanausbrüchen hatten.

Doch sie bemerkten nicht den Asteroiden, der sich auf Kollisionskurs mit dem Merkur befand. Er war so klein und unscheinbar, dass er sich unbemerkt an den Merkur heranpirschen und dann zuschlagen konnte.

 

Typische Einschlagskrater auf dem Merkur, von denen es Tausende gibt. Manche sind so klein wie ein Haus, andere riesig wie ein ganzes Bundesland.

 

 

Die Astronauten waren überrascht, filmten jedoch das Spektakel. Ein Objekt von 2 km Durchmesser bohrte sich in die Oberfläche des Planeten und riss 200 Mio. Tonnen Gestein ins Weltall. Die Einschlagsstelle leuchtete glutrot, die Energie des Impakts überstieg für einige Sekunden das, was die Menschheit in mehreren Jahren selbst erzeugte. Die Energie verpuffte aber schnell im Weltall, da kein geeignetes Medium vorhanden war, das sie weitertrug.

 

Als sie nach weiteren fünf Tagen (sie befanden sich erneut kurz vor der Nachtgrenze) über der Einschlagsstelle schwebten, leuchtete diese immer noch rot. Es hatte sich Lava gebildet, Gestein war durch den heftigen Aufprall geschmolzen. Der Einschlag setzte jedoch weitere, ungeahnte Ereignisse in Gang. Durch die dadurch entstandenen seismischen Wellen geschah ganz in der Nähe der Stelle ein Vulkanausbruch. Ein sehr kleiner. Und doch war er Zeuge dessen, ein Beweis dafür, dass sich im Inneren des Planeten noch ein gewisser Rest geschmolzener Silikate befinden musste, was die Ansichten mehrere Forscher bestätigte.

 

 

 

Das Ende der Reise

 

 

Schlussendlich verließen sie den Orbit des Merkur, als sie noch drei Erdwochen auf der Nachtseite verbrachten.

 

So sieht der Merkur von der Erde aus. Ein ähnliches Bild hätten Astronauten ab einer bestimmten Entfernung, die den kleinen Planeten verlassen würden.

 

 

Sie entnahmen den Beobachtungen Dinge wie die Erkenntnis, das die Sonne eine solch starke Gravitation auf den Planeten ausübt, das dessen Inneres immer "durchgewalkt" wird, sodass Merkur immer einen gewissen Rest an geschmolzenem Gestein beherbergte.

 

Sie bestätigten, dass die Einschlagskrater insgesamt sich nicht veränderten, weil eine beliebig unwichtige Menge an Gasen gefunden wurde, die kaum ein Gewicht von 5 kg überschreiten würde. Zum Vergleich zogen sie die Erde heran, in der ein Kubikilometer Luft ca. 5 kg wiegt.

 

 

Auf der Erde wurde zur selben Zeit ein Merkur-Transit beobachtet, also ein Vorbeilaufen des Planeten vor der Sonnenfläche, die von der Erde aus gesehen wird. Ein kleiner Punkt, mit bloßem Auge nur sehr schwer zu erkennen, zog an der Sonnenscheibe vorbei.

 

Rechts oben, der kleine Punkt, das ist der Merkur, wie er 2003 beobachtet wurde, dem letzten sichtbaren Merkur-Transit.


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Wochen des Universums Astronomie Merkur


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Merkur, der innerste der Planeten unseres Solar-Systems, ist zugleich eine wunderbare als auch tödliche Welt. Die Hitzehölle mit nur 50 Mio. km Abstand von der Sonne ist nach dem römischen Götterboten Merkur benannt und beherbergt mehrÜberraschungen, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

 

 

Merkur - Der heißeste Planet im Sonnensystem

 

Merkur ist der kleinste Planet und benötigt für seine Umlaufbahn um die Sonne nicht einmal ganze 90 Tage; wenn die Erde die Sonne einmal umrundet, macht dies der Merkur 4 Mal. Er ist in etwa halb so groß wie die Erde und ist, wie Venus, Mars und Erde, ein Gesteinsplanet der Klasse der terrestrischen (erdähnlichen) Planeten.

 

 

Würde man sich den Merkur mit bloßem Auge anschauen, meint man den Mond vor sich zu haben. Seine Oberfläche ist ähnlich mit Einschlagskratern übersät, die entstehen konnten, weil keine dichtere Atmosphäre die Meteoriten verglühen ließ, bevor sie den Boden erreichen konnten. Demnach besitzt Merkur eine hyptothetische Atmosphäre mit hohen Anteilen an Natrium und sogar ein bisschen Sauerstoff.

 

Doch der Planet kann diese Gase nicht lang halten, da seine Gravitation zu gering ist. Deswegen entweichen diese durch Vaporation in den Weltraum. Vaporation bezeichnet den Vorgang des Aufpralls ernergiereicher Photonen, die das Gas "herausschlagen". Aufgrund der Nähe zur Sonne ist das kein Wunder; wäre die Erde in solch geringer Entfernung, würde unsere Atmosphäre in dieser Weise nicht existieren.

 

 

Der grau-helle Planet

 

Es existieren die unetrschiedlichsten Bilder zum Planeten; auf einigen ist er tiefgrau wie der Mond zu sehen, auf anderen scheint er eine hellere, leicht orangene Oberfläche zu besiten. Was stimmt denn nun?

 

Das gleiche Farb-Phänomen lässt sich auf unserem Mond beobachten. Je nach Einfall des Lichts auf die Oberfläche erscheint er einmal grau, und dann fast honiggelb. Dieses Phänomen kommt auch auf dem Merkur zur Geltung und sorgt für die verschiedenen Farbvariationen.

 

 

Dei weißen Flächen auf diesem Bild sind nicht kartographierte Gebiete. Merkur wurde seit Beginn der Weltraumerkundung nur von zwei Raumsonen 'besucht', diese konnten nicht sehr viel aufnehmen.

 

Würde ein Mensch den Merkur besuchen, käme ihm ein Tag wie ein ganzes Jahr vor. Und so ist es fast auch: In 2 Merkur-Jahren dreht sich der Himmelskörper ganze 3 mal um seine eigene Achse; damit ist er der am langsam rotierendste Planet aller 8 Himmelskörper.

 

Tagsüber, also auf der sonnenbelichteten Seite, scheint die Sonne auf dem Planeten und jagt die Temperaturen in unerreichte Höhen. Über 600 °C wurden an einem Merkur-Tag gemessen, während in der Nacht die Temperatur auf unter -200 °C herunterkühlt. Schuld daran ist die fehlende Atmosphäre, die jegliche Wärme entweichen und die Einwirkung des materiearmen Weltraums zur vollen Geltung kommen lässt.

 

 

Der "Erde-Mond"-Planet

 

In seinen geologischen Eigenschaften ist Merkur ein bisschen wie die Erde und auch wie der Mond: Während Meteore ungehindert auf die Oberfläche gelangen (Mond) und die Krater aufgrund des fehlenden Windes so beiben, wie sie sind, besaß er in der Vergangenheit anscheinend mehrere Vulkane, die jedoch nie die Ausmaße erreichen, die man auf der Erde antrifft. Selbst plattentektonisch entspricht die erbrachte Leistung der geologischen Struktur des Winz-Planeten nur 10 % der Erdenleistung. Die Größe eines Planeten ist demnach entscheidend für dessen Eigenaktivität - Je größer ein Himmelskörper, desto länger dauert es, bis er abkühlt.

 

 

Wie die Erde hat Merkur vermutlich einen Eisenkern, der allerdings nur zu einem Bruchteil flüssig ist. Was jedoch bseonders ist: Die Größe dieses Eisenkerns überragt den der Erde um einige hundert Kilometer - doch die restlichen Schichten des Merkur sind armselig, so besitzt er eine recht dünne Kruste aus Silikaten und Gestein. Das Zwiebelschalenmodell unseres Planeten ließe sich nicht auf den Merkur übertagen.

 

 

EDIT: Fehler verbessert Nr. 2 images/smilies/xdsmileyvj7.gif


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