Yggi's Kosmos

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Die Beschäftigung mit dem Mars

 

 

Der Behauptung, dass kein Planet den Menschen so viele Mysterien liefert wie der Mars, kann Rechnung getragen werden, wenn wir uns die vielen und anhand des Erkenntnisgewinns qualitativ höchst unterschiedlichen Missionen anschauen, die von den Menschen auf den Mars geschickt wurden. Zwar ist der rote Planet der vermutlich besterforschte extraterrestrische Himmelskörper nach dem Mond, doch geben gerade die vielen Daten und Informationen, die man vom Mars erhält, den Wissenschaften der Planetologie und der Astronomie viele Rätsel auf. Es gilt wie überall in der Naturwissenschaft die Devise: Je besser man etwas erforscht, desto mehr Fragen werden aufgeworfen.

 

 

Ein beliebtes Thema in der Astronomie sind Außerirdische. Schon oft wurden die kleinen grünen Männchen in Verbindung mit dem Mars genannt, die Suche nach außerirdischen Lebensformen hat nicht nur bei SETI, sondern auch bei der NASA Hochkonjunktur. Doch unter dem Sammelbegriff „kleine grüne Männchen“ versteht man bei der US-amerikanischen Weltraumorganisation nicht etwa nach Hause telefonierende ETs oder haarige Wesen wie ALF, sondern etwas schlichtere und kaum zu sehende Formen von Leben: Bakterien und Mikroben.

 

 

 

Der Mars erscheint rot, weil in der Atmosphäre Eisenmoleküle gebunden sind. Das gibt dem Planeten sein "rostiges" Äußeres und animierte in der Antike die Römer dazu, diesen Himmelskörper wegen seiner blutroten Farbe mit dem Kriegsgott Mars gleichzusetzen.

 

 

Von diesen soll es, davon sind einige Wissenschaftler überzeugt, auf dem Mars einst gewimmelt haben. Durch die „Flucht“ des Wassers in den Weltraum (der Mars hat sehr geringe Anziehungskräfte), so die Überzeugung der Akademiker, wäre jedoch die Lebensgrundlage des Lebens auf dem Mars vernichtet und das Leben gezwungen worden, sich anzupassen. Diese Anpassung wäre etwa eine Verlegung des Lebensraumes in den Untergrund, durch den die tödliche kosmische Strahlung und die sauerstoffarme Luft nicht dringen können. Unter dem Boden werden noch heute Lebensformen vermutet; es wird fieberhaft nach ihnen gesucht.

 

 

Eng verbunden mit der Vorstellung von Leben ist das Vorhandensein von Wasser. Gerade auf dem Mars gab es, so die wissenschaftlich nachgewiesene Tatsache, einst ausgedehnte Meere, Flüsse und Seen. Als der Planet jedoch zur Ruhe kam, seine Atmosphäre in den Weltraum entwich und das Wasser auf Wanderung ging, wurde er zu dem roten und trockenen Himmelskörper, den wir heute kennen.

 

 

 

Der Mars und seine feuchte Vergangenheit

 

 

Als wäre die (nachgewiesene) Hypothese eines urzeitlichen Meeres, das in den Anfangstagen des Mars bestand, noch nicht genug bewiesen, so sind jetzt neue Hinweise auf die Existenz einer ausgedehnten Wasserfläche aufgetaucht. Das Radargerät MARDIS der europäischen Raumsonde Mars Express ist seit 2005 in Betrieb und liefert seit all den Jahren wichtige Radardaten über die Zusammensetzung des Planeten. Nun haben zwei Astronomen die Daten von zwei Jahren ausgewertet und dabei eine Schicht eines äußerst dünnen Materials entdeckt, die sich über die nördliche Hemisphäre des Planeten ausbreitet.

 

 

 

Im Vergleich der Planeten Mars und Erde erscheint der rote Planet wie ein Mahnmal an das Leben auf der Erde: Würde der blaue Planet so aussehen wie der tote rote Himmelskörper, wenn es kein Wasser gäbe?

 

 

Diese dünne Schicht interpretierten die beiden Forscher als Meeresablagerungen. Damit ähnelt die Form der großen Ablagerungsfläche der eines Meeres. Die „Ränder“ dieser Ablagerungen seien dabei als fossilisierte Küsten zu interpretieren. Das dünn abgelagerte Material gibt Hinweise auf Sedimentgestein und sogar Eis. Sedimentgestein ist ein Material mit sehr geringer Dichte, das durch die Erosion von Wasser abgetragen wurde und sich dann a einer anderen Stelle abgelagert hat.

 

 

 

Ozeane in der Frühzeit des roten Planeten

 

 

Der Ozean, den die Wissenschaftler gefunden haben, dürfte vor rund drei Milliarden Jahren existiert haben. Das Wasser dürfte sich nach Einschätzungen der Forscher relativ lange an der Oberfläche gehalten haben, bis es entweder verdampft ist oder sich als Eis zurück in den Untergrund gezogen hat. Ob sich hier innerhalb dieses Zeitraums Leben entwickeln konnte, ist fraglich.

 

 

Die Sedimentablagerungen sind der bisher beste Beweis dafür, dass es größere zusammenhängende Meere auf dem Mars gegeben hat. Auch wurde dadurch bewiesen, dass Wasser eine wichtige Rolle in der geologischen Geschichte des Mars gespielt hat – alleine schon durch das Vorhandensein großer Wasserflächen werden ganze Landschaften verändert.

 

 

 

Die Marssonde Mars Express liefert seit 2005 wichtige Daten zur Erforschung des Planeten.

 

 

Die einzige Frage, die durch diese neue Erkenntnis aufgeworden wurde, lautet: Wohin ist das Wasser verschwunden? Wie schon eingangs erwähnt glauben die Wissenschaftler, dass es entweder als Eis im Untergrund existiert oder infolge der „Atmosphärenflucht“ in den Weltraum schlicht und ergreifend verdampft ist; Wasser benötigt einen bestimmten atmosphärischen Druck, um flüssig zu bleiben. Ist dieser nicht gegeben, so kann Wasser verdampfen, obwohl es nicht den Siedepunkt erreicht.

 

 

Die Frage nach potenziellem (urzeitlichen) Leben auf dem roten Planeten ist damit freilich nicht beantwortet. Auch wenn das bloße Vorhandensein von Wasser in Form größerer Ozeane kein Garant für Leben darstellt, steigt doch die Wahrscheinlichkeit der Existenz von Bakterien oder Mikroben, wenn es mehrere Male in der Vergangenheit des Mars größere Wasserflächen wie Flüsse, Seen und sogar Meere gegeben hat.


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Der Sinn und Unsinn von Krieg der Welten

 

 

Wer vor zwei Tagen in Pro Sieben den Film Krieg der Welten gesehen hat, wird sich angesichts dieser monströsen und beklemmende Gefühle erzeugenden Maschinen der Marsianer fragen, warum eine hochentwickelte Zivilisation wie diese überhaupt auf der Erde gelandet ist und was sie sich davon versprochen hat, eine Invasion zu starten, die am Ende fehlschlägt. Zeugt das von einem Test oder von Dummheit, gar von einer Unterschätzung des irdischen Ökosystems seitens der Außerirdischen, die nur 100 Mio. km von uns entfernt auf dem staubigen roten Felsklumpen sitzen, den wir Mars nennen?

 

Denn, wenn wir den Film von einer anderen Seite betrachten und das im Vordergrund stehende Drama um eine Familie (Vater, Tochter und Sohn) in den Hintergrund stellen, dann bleibt die Frage, was die Aliens bewegt haben könnte, eine Reise zum blauen Planeten zu unternehmen, Jahrtausende im Untergrund zu schlummern und dann aufzutauchen, um auf eine Menschheit im technologischen Teenager-Zeitalter zu treffen, sie mit überlegener Maschinerie (und Intellekt) anzugreifen, am Ende jedoch an den einfachsten aller Lebewesen, den Bakterien, zugrunde zu gehen? Ich habe mir erlaubt, ein paar Gedanken meinerseits zu Papier zu bringen und dieses Thema, das einer gewissen Faszination nicht entbehren kann, näher zu erläutern. Es sei hier der Film und nicht das literarische Werk Orson Wells' betrachtet.


 

Warum nur wir Menschen?

 

Im Film werden die Menschen von den Maschinen eingesammelt. In einem kleinen Käfig an der Unterseite der Dreibeine werden die Menschen eingesammelt und nach einer gewissen Zeit in das Innere, dem 'Kopf' der Maschine, gezogen. Dort werden sie weiterverarbeitet – das Produkt, eine merkwürdige, rötliche Substanz, die sich wuchernd auf dem Boden und an Mauerwerk absetzt, könnte lebendig sein und eine Atmosphäre für die Aliens schaffen, in dem sie organische bzw. irdische Materie in für die Aliens verträgliche Stoffe transferiert.

 

Der gigantische Tripod im Sonnenuntergang - das Ende des Tages als ein Symbol für die Dämmerung der Menschheit?

 

Oder es dient einfach nur der Ernährung, wie es im Film suggeriert wird.

 

Fakt ist, dass die Außerirdischen hier jedoch nicht konsequent handeln – teilweise vernichten sie die Menschen mit dem Laserstrahl, obwohl diese doch als biologische Ressource optimal zu sein scheinen. Inkonsequent ist ebenfalls, dass scheinbar nur die Menschen angegriffen werden; da die Erde jedoch eine Vielzahl an Organismen beherbergt, ist es fraglich, warum die außerirdischen Besucher ihr Ressourcenspektrum nicht erweitern und auch andere Lebewesen 'verarbeiten'. Brauchen sie sie Gensequenz der Menschen? Hier scheint also viel zu sehr die Angst vor einer nur die Menschheit betreffenden Invasion durch.


 

Gingen die Ressourcen aus?

 

Ein sehr wahrscheinlicher, wenn auch angesichts der überlegenen Technologie etwas merkwürdiger Grund könnte sein, dass die Aliens ihre eigenen Ressourcen auf dem Mars – wovon sie dort auch immer leben mögen – verbraucht haben und nun die mannigfaltige Flora und Fauna der Erde anzapfen, um überleben zu können.

 

Die größte Ungereimtheit der Ressourcenproblematik liegt jedoch darin, dass die Aliens scheinbar genügend Zeit hatten, überlegene Technologien zu entwickeln, diese aber nicht nutzen, um ihrem Heimatplaneten Mars neues Leben einzuhauchen - vor den Menschen, die nicht mal an der Fensterschwelle der Raumfahrt stehen, bräuchten sie keine Angst haben. Eine Rasse mit diesem Intellekt könnte locker die vorhandenen Energien auf dem Mars für sich gebrauchen und müsste nicht zur Erde reisen. Wenn sie jedoch nicht zu einem Punkt kamen und alternative Energien erst gar nicht entdeckt haben, dürfte die Invasion der Erde hiermit erklärt sein.


 

Warum nicht früher?

 

Eine weitere Frage stellt sich, wenn wir den Zeitpunkt der Invasion betrachten: Warum haben die Aliens gewartet, bis die Menschheit sich entwickelt hat?

 

Wenn wir davon ausgehen, dass der im Film erwähnte Zeitraum von „mehreren Mio. Jahren unter der Erde“ korrekt ist, so gibt es keinen Grund, warum die Marsianer nicht früher die Erde erobert haben, als sie noch frei von Menschen war.

 

Wie Godzilla einst die Metropolen Japans in Schutt und Asche legte, zerstören auch die Tripods alles, was auf ihrem Weg liegt - nichts scheint ihnen stand zu halten.

 

Entweder war ihre Technologie noch nicht weit genug (die Maschinen könnten sie bereits entwickelt und zur Erde gesandt haben, während sie noch kein geeignetes Transportmittel hatten, um in diese hineinzugelangen), oder sie haben einfach auf uns 'gewartet', um die eigene technologische Überlegenheit zu sehen und ein gewisses Triumphgefühl zu besitzen, wenn sie die Erde erobert haben – da sie uns allerdings angriffen und wir ihnen so gut wie gar nichts entgegenzusetzen hatten, ist eine Rivalitätssuche, das sie gegebenenfalls angetrieben haben könnte, auszuschließen.


 

Neid

 

Legitim ist es, wenn die Marsianer einfach nur neidisch auf die Menschen gewesen wären.

 

Wie es schon aus dem Off heißt, seien sie zwar Wesen mit 'unermesslichem Intellekt' und 'allwissender Schläue', aber jedoch äußerst neidisch bezüglich des Status' unseren Planeten, denn wir wissen, dass Mars ein höchst arider, unfruchtbarer Planet mit wenigen bis kaum vorhandenen Lebensmöglichkeiten ist, während die Erde selbst in ihren extremsten Regionen blühendes Leben vorweisen kann.

 

Eventuell hatte der Mars seine guten Zeiten (in Hinblick auf den Film) gehabt und eine Klimaveränderung hat ihn zugrunde gerichtet – Tatsache ist, dass die Marsianer nicht gerade glücklich auf ihrem Himmelskörper sein dürften (vom menschlichen Standpunkt des stetigen Suchens und Strebens nach Glück aus gesehen). Da wir nicht wissen, mit welchen philosophischen Prinzipien, gar mit welchen Gedankenmustern sie an ein Problem herangehen, können wir auch hier nur raten und annehmen, Neid könnte der Auslöser für diese Invasion gewesen sein.


 

Haben 'sie' nicht genug geforscht?

 

Jetzt zum abschließenden, für die Invasion wichtigsten Punkt, an welchem die Aliens gescheitert sind.

 

Warum haben die Marsianer nicht bereits früher entdeckt, dass Bakterien schädlichen Einfluss auf ihr Immunsystem haben? Immerhin hatten sie Jahrtausende, vielleicht sogar Jahrmillionen Zeit der Erforschung – sie hätten nur eine Sonde mit organischen Proben ihre Rasse zu uns schicken und auf Reaktionen warten müssen. Des Weiteren hätten sie die Existenz von Kleinstlebewesen, wie es das Bakterium eines ist, entdecken müssen – eine planetare Invasion lässt sich nicht durchführen, wenn die Invasoren das Ökosystem der Erde nicht bis ins kleinste Detail erforscht hätten.

 

Es ist also höchst unlogisch, warum die Aliens darauf nicht geachtet haben – das Resultat (Scheitern der Invasion) ist deutlich zu sehen.

 

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Es sei hier gesagt, dass diese Betrachtungsweise des Themas auf meinen eigenen Ansichten beruht und keineswegs als generelle Kritik aufzufassen ist.

 

Natürlich ließen sich auf die generelle Logik des Films viele weitere Fragen beziehen – wenn Gott doch der Schöpfer von allem ist, wieso sollte er Günstlinge haben? Da er die Bakterien 'in seiner weisen Voraussicht' geschaffen habe, so das Off, um diese Invasion abzuwenden, ist die Frage, ob er (Gott) nicht ein perverser, bisweilen kranker Herr ist, der Millionen von Leben (sowohl auf Seiten der Menschen als auch der Außerirdischer) zum eigenen Spaßgewinn opfert, angebracht. Warum sollen nur wir Menschen Gottes Lieblings sein, trotz der vielen Sünden und Verbrechen, die wir an uns selber und an dem Planeten begehen? Haben die Marsianer ihre Chance verwirkt und sind deswegen zum Untergang verurteilt?

 

Letztendlich bleiben nach dem Schauen des Films mehr Fragen als davor.


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Krieg der Welten SciFi Außerirdische Mars


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Mars wird zukünftig vielleicht der erste Planet sein, den ein irdisches Lebewesen betritt - was wir dort suchen, das ist klar: Nicht irdisches, bakterielles Leben, das unter dem rötlichen und staubigen Boden des vierten Gesteinsplaneten unseres Sonnensystems existieren und ein Überbleibsel aus der feuchten Vergangenheit sein soll.


Doch bis es zu einem solchen Nachweis kommen kann, haben wir als Menschheit nur die Möglichkeit, Sonden, Rover und andere Messinstrumente loszuschicken, die unser Verständnis vom roten Nachbarn der Erde verbessern und/oder bestätigen.

Mars ist der rote Planet. Die rötliche Farbe kommt durch Eisendioxid zustande, das sich in der Luft befindet. Eisendioxid, auch unter Rost bekannt, umhüllt ebenso wie andere dünn vertelte Gase den gesamten Planeten. Deswegen sind auch die Bilder, wie wir von Rovern wie Opportunity erhalten, dementsprechend gefärbt:

Man meint, es handele sich um eine Wüstenlandschaft auf der Erde, doch weit gefehlt - Felsbrocken, so weit das Auge reicht und ein blass-rosa Himmel.

 

Aus dem Weltraum wurden allerdings auch Bilder geschossen, die unserem Auge einen Streich spielen: So etwa das Marsgesicht, das ihr auf folgendem Bild sehen könnt:



Schon seit längerer Zeit ist es bekannt, und anfangs dachten Verschwörungstheoretiker und Weltraumspinner, dass dies ein Beweis für eine andere Zivilisation auf dem Mars sei. Doch weit gefehlt: Beim Marsgesicht handelt es sich natürlich nur um einen Felsen, auf den das Licht der Sonne in diesem Bild so gefallen ist, dass die Schattierungen ein Gesicht darstellen.



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Mars Universum Yggi's Kosmos


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Wer in den aktuellen Nächten zum pechschwarzen Nachthimmel blickt und die zahlreichen Sterne der Milchstraßengalaxie beobachtet, dem fällt vielleicht auf, dass sich einer der kleinen leuchtend gelben oder weißen Punkte von Tag zu Tag ein Stückchen weiter bewegt.

Nein, das ist kein Asteroid und auch kein künstlicher Satellit. Es handelt sich bei dem Punkt den unmittelbaren planetaren Nachbarn der Erde: Der roe Planet Mars ist derzeit in optimaler Opposition zu dem als blauen Planeten bezeichneten Gesteinsbrocken, der die Heimat einer Spezies darstellt, die sich für intelligent hält.

Vor 40 Jahren hieß es: Abenteuer Mond. Heute heißt es, seitdem George W: Bush dies bekannt gab: Unternehmen Mars.

Berechtigterweise gab es damals viel Kritik zu dem Unternehmen: Es sei zu teuer, zu sinnlos; was will die Menschheit auf einem ganz und gar toten Himmelskörper? Ähnliche Kritikpunkte sind jetzt zu vernehmen, wenn es um den Mars geht.

Eine Marslandung ist mit unglaublichen Hürden und Schwierigkeiten verbunden; es ist definitiv nichts, was eine Bevölkerungsgruppe ALLEINE tun könnte. Das Unternehmen Mars klappt nur dann, wenn die GESAMTE Menschheit zusammarbeitet.

Abseits dieser Tatsache wollen wir in diesem Video der Frage begegnen, was wir egtl. auf dem Mars wollen, bzw. wieso wir versuchen, dort hinzufliegen.

Mit dieser Prämisse wünsche ich euch viel Spaß zum neuesten Video in meinem Kosmos, der sich wie der echte stetig erweitert und von einem lebt - von eurer Bereitschaft, diese Faszination mit mir zu teilen images/smilies/m-smile.gif

 


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Wochen des Universums Mars Yggi's Kosmos Marslandung


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Der Olymp: Der Sitz der griechischen Götter, hier haben Zeus, Dionysus und andere übernatürliche Gestalten ihre Wohnung in der altgriechischen Mythologie, schauen auf die Menschen herab und urteilen über sie, lenken das Schicksal der Erde und setzen die Bestimmungen des Orakels.


 


Nun, wenn Götter ihren Wohnsitz nicht auf der Erde, sondern in unserem Sonnensystem hätten, würden sie sich vielleicht auf einem Gebilde niederlassen, gegen das irdische Gebirge und Erhöhungen wie kleine Hügel aussähen: Olympus Mons, der höchste Berg, Verzeihung, Vulkan, in unserem Sonnensystem - auf dem Mars.



Ein Bild von Olympus Mons aus der Vogelperspektive zeigt die Caldera des Giganten in ihrem unglaublichen Ausmaß.


 


Der größte Vulkan im Sonnensystem


Es ist bezeichnend, wenn Bergsteiger auf der Erde vom schwierigen Aufstieg auf den Himalaya berichten, über die Hartnäckigkeit des höchsten Gebirges auf unserer Erde, nichts von sich preisgeben zu wollen. Bezeichnend dafür, dass wir Menschen niemals alles erobern werden und es auch nicht können - doch was würden sie tun, die Bezwinger kontinentaldrift bedingter Aufwürfe, wenn wir ihnen den Olympus Mons vorsetzten, jenen Gigant an Vulkan, der so hoch ist wie die irdische Atmosphäre, der alles überragen würde und selbst vom Grund des Marianne-Grabens höher als der Mount Everest wäre? Was, wenn jene Bergsteiger einen Vulkan erklimmen müssten, der 24 km hoch gewachsen ist?


Um einen Vergleich zu gewinnen, wie groß dieser Vulkan aller Vulkane ist, vergleichen wir ihn auf einer maßstabsgetreuen kleineren Karte mit irdischen Bergen:



Um das Dreifache überragte Olymps Mons das Himalaya-Gebirge; seine Größe spottet jeglicher rationalen Beschreibung und lehrt uns wieder einmal, dass wir winzig klein sind...


 


Ein Hauch eines "Super"vulkans


Bei Olympus Mons handelt es sich um einen Schildvulkan: Dies bedeutet, er ist eher breiter und länger als hoch. Auf der Erde sind solche Vulkane z. B. in Hawaii vorhanden. Doch trotz des Vulkantypus erreicht der Gigant eine beeindruckende Höhe: Aufgrund der fehlenden Erosion der Marsatmosphäre und der Tatsache, dass eine wirklich riesige Kontinentalplatte diesen Aufwurf an Gestein erzeugt haben muss, konnte der Vulkan mit 24 km nahezu ungestört in die Höhe wachsen und so alle anderen Erhöhungen auf dem Mars in den Schatten stellen; bedenkt man zudem noch, dass die Anziehungskraft auf dem Mars bedeutend niedriger als auf der Erde ist, hinderte ihn nichts daran, jene Höhe zu erreichen, die er jetzt hat.


Doch nicht nur eine beeindruckende Höhe hat der Vulkan zu bieten: Er ist auch sehr breit, nämlich um das Zwanzigfache seiner Höhe und würde 60 % Deutschlands mit seiner Gesamtfläche in Besitz nehmen.


Man weiß nicht, ob der Vulkan aktiv ist; es wurde nur herausgefunden, dass sein letzter Ausbruch ca. 2 Mio. alt ist, da die Lavaflüsse an seinen Hängen diese Altersmessung zulassen. Wie heftig ein Ausbruch sein könnte, kann man nur mutmaßen, denn der Mars ist geologisch nahezu inaktiv; ein ggf. stattfindender Ausbruch in der Zukunft könnte Aufschluss darüber geben.



Eine farblich veränderte Fotografie einer Marssonde: Sie hat den vulkanischen Giganten im Licht der aufgehenden Sonne fotografiert. So ist jenes eindrucksvolle Bild zustande gekommen.


 


Persönliches Statement


Jeder weiß, dass mich die Planeten, das Universum, die Galaxien maßlos interessieren. Doch auch wenn die Größe von Galaxien und die lichtjahrelangen Entfernungen des interstellaren Raumes fast unüberwindbar erscheinen, so bin ich immer wieder erstaunt, dass es solche Gebilde wie diesen Vulkan auf Orten gibt, denen man es gar nicht zutraut. Würde mir jemand Mars als einen neuentdeckten Planeten mit geringer Schwerkraft und kaum gegebener geologischer Aktivität vorstellen, ich würde eine mondähnliche Landschaft erwarten, nicht aber solche Kolosse und jenen Gigantismus, der mich immer wieder zum Lesen eines Buchs oder zum Aufrufen einer Internetseite über genau dieses Thema bringt.


Wie gerne würde ich diesen Respekt vor dem Großen und dem Kleinen den anderen Menschen vermitteln, auf dass sie ihn verstehen und ihre regressive Verhaltensweise gegenüber ihrer Gesellschaft und der Natur ändern...


 


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Eis auf dem Mars



 



 



 



Dass es Eis auf dem roten Planeten gibt, das wussten die Wissenschaftler bereits. Nahe den Polen vermutete man ungeheure Mengen des gefrorenen Wassers - dass aber Wasser auf dem roten Planeten kein Garant für Leben darstellt, sollte einem angesichts der dort herrschenden Temperaturen (- 50° C und mehr) klar sein.



 



Nun wurde erstmals Eis auf dem Mars nachgewiesen, das sich NICHT in der Nähe der Pole befindet.



 





(Das Bild wurde im Nachhinein kolriert, sodass man das Eis besser sehen kann)



 



Die NASA-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter hat nun frisches Eis fotografiert. Die Sonde zeigt Oberflächendetails bis zu 30 cm Größe, sodass dieser etwa 5-6 Meter breite und ca. 60 cm tiefe Einschlagskrater zu sehen ist, in welchem sich frisches Eis befindet.



 



Der Krater ist vergleichsweise neu und vermutlich gegen Ende 2008 entstanden, weil er auf früheren Bildern nicht zu sehen ist.



 



Doch warum können solche kleinen Einschlagskrater entstehen und wieso ist ausgerechnet Eis zu sehen?



 



Durch Mars' dünne Atmosphäre kann kein flüssiges Wasser existieren - selbst wenn dort Erdtemperaturen herrschten, so würdeEis sofort in den gasförmigen Zustand sublimieren - es herrscht einfach nicht genügend hoher Druck auf dem Planeten.



Die dünne Atmosphäre ist ebenfalls 'Schuld' an den Einschlagskratern - Meteoriten verglühen nicht wie auf der Erde, sondern gelangen fast ungehindert auf die Oberfläche, sodass selbst kleinere Brocken Einschlagskrater hinterlassen können.



 



Die jüngsten Beobachtungen zeigen, dass Eis sich nur wenige Zentimeter/Meter unter der Oberfläche befindet.


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In mehreren seiner Bücher schreibt Carl Sagan, verstorbener Astronom und sicher einer der klügsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts, die Menschheit werde ihren ersten Planeten vermutlich in den ersten Jahrzehnten des Jahres 2000 betreten; an welchen Planeten er dachte, dürfte nach einem kurzen Blick auf die Stellung der Gesteinsplaneten im Sonnensystem und deren Eigenschaften klar sein: Der Mars.

 

 

Ist die Venus zu 'unbesiedelbar' aufgrund ihrer dichten Atmosphäre (Stichwort Hitzehölle) und der Merkur wegen seiner nicht existenten Schutzhülle/Nähe zur Sonne, so biete sich seiner Schlussfolgerung geradezu der Mars an. Stichworte wie Terraforming, Besiedelung und Leben auf einem anderen Planeten fallen dabei direkt in seine Ansicht, dies sei nur die nächste der möglichen Stationen, die der Menschheit begegnen.

 

Doch hat es funktioniert? Nein. Sagan war ein brillanter Wissenschaftler und sympathischer; er spielt in der gleichen Liga wie Stephen Hawking. Doch in Sachen Optimismus ist es vielleicht übertrieben gewesen zu behaupten, die Menschheit wäre bereits zum Anfang dieses Jahrhunderts auf einem anderen Planeten.

 

Doch wie das immer so ist: Optimismus ist im Falle der Wissenschaft eine Fähigkeit, die dringend notwendig ist - wie sonst könnte man sich trotz der vielen Fehlschläge immer wieder dazu aufraffen, weiter zu forschen?

 

 

Der rote Planet

 

Benannt nach dem römischen Kriegsgott 'Mars', ist er der drittkleinste der fünf Gesteinsplaneten des Sternensystems, auf dem wir heimisch sind. Er ist ca. doppelt so groß wie der Mond, aber nur fast halb so groß wie die Erde. Er besitzt zwei Monde  - Phobos und Deimos, gemäß dem griechisch-mythologischen Pferdegespann "Angst" und "Schrecken" - und ist im Fernrohr als ein roter, kleiner Fleck am Himmel zu beobachten.

 

Lange wurde in der Vergangenheit gedacht als auch behauptet, es befände sich eine Zivilisation auf dem Mars, die 'Marsianer' - Grund dafür war die Annahme, dass man Linien auf dem Gestein entdeckte, die der Meinung vieler Forscher nach Wassergräben waren - man vermutete demnach eine sich von Wasser ernährende, Feldwirtschaft betreibende Zivilisation ähnlich der Menschheit.

 

Doch bereits nach wenigen Jahren kam die Wahrheit ans Tageslicht - sofern man im bei Entdeckungen nicht von Wahrheit, als vielmehr von etwas "Neuentdecktem" sprechen möchte. Die Gräben waren, so schlussfolgerten die Wissenschaftler richtig, nichts anderes als Überbleibsel einer vielleicht wärmeren Vergangenheit des Planeten, und zwar von Flüssen mit Wasser; deswegen wird hier suggeriert, der Mars habe einmal Wasser getragen. Mars ist abgekühlt, seine geologische Aktivität ist weitestgehend eingestellt (kleinere Planeten verlieren ihre Aktivität eher als größere, da deren Energiereserven schneller zugrunde gehen).

 

Ein Sonnenuntergang auf dem Mars - die Sonne ist extrem klein. Wäre sie größer und vielleicht der ein oder andere Baum auf dem Bild, könnte man diese Landschaft durchaus für irdisch halten.

 

Doch weder durch Wasser entstandene Gräben noch Untersuchungen der Oberfläche, selbst nicht mal Untersuchungen des Gesteins, die bezeugen, dass es auf dem Mars kein Leben mehr gibt, konnten verhindern, dass sich der Mythos 'Leben auf anderen Planeten' im eigenen Sonnensystem in den Köpfen der Menschen festhielt und noch hält; gibt es nicht genügend Gruppierungen, die genau dies behaupten?

 

 

Ein Vulkan, sie zu knechten

 

Ausgerechnet auf einem vergleichsweise kleinen Planeten steht der größte Vulkan, den das Sonnensystem hat - Olympus Mons.

 

Dreimal so hoch wie der Mount Everest, überragt er auf dem Mars alles; er ist ein inaktiver Gigant, der in der Vergangenheit wohl extrem viel Magma ausspuckte. Auf einer Fläche von mehreren Kilometern Durchmessern breiten sich die Hänge des Berges und die Wurzel aus. Ein Aufstieg würde vermutlich mehrere Wochen dauern, machte man dies mit Muskelkraft.

 

 

Olympus Mons von oben...

 

... und ein 3D-Bild der Seite.

 

 

Olympus Mons ist das eindrucksvollste Beispiel im Sonnensystem, was Geologie auf einem Planeten 'anrichten' zu vermag.

 

 

Das Grabensystem

 

Wie es immer so ist, sind Dinge und Tatsachen nur dann beeindruckend, wenn sie in die Superlative abdriften. Davon hat der Mars genug.

 

Auf dem Mars befindet sich nicht nur der höchste Vulkan/Berg, sondern auch das größte bekannte Grabensystem, das Valles Marineris. Dieses Grabensystem mit ca. 4000 km Länge, 700 km Breite und stellenweise 7 km Tiefe besitzt die mehrfachen Ausmaße des Grand Canyons. Im westlichen Teil des Grabensystems liegt das Noctis Labyrinthus, das "schwarze Labyrinth".

 

Valles Marineris ist ein riesiger tektonischer Bruch - und damit ein Beweis, dass auf dem Mars Kontinentalplatten existieren (Venus besitzt auch 2).

 

 

Atmosphäre und Färbung

 

Das Attribut, mit welchem der Mars 'belastet' ist, kommt nicht von ungefähr - aufgrund seiner roten Färbung dachten die Römer/Griechen, es sein ein blutiger Planet, und nannten diesen entsprechend nach ihrem Kriegsgott.

 

Für die menschliche Optik ist der Planet rot; gelegentlich erscheint er auf dem Fernrohr ein bisschen blau, aber Rot ist anscheinend die vorherrschende Farbe. Wie kommt das zustande?

 

Nun, in der dünnen Atmosphäre des Planeten befinden sich gewaltige Mengen Eisenoxids. Eisenoxid, die Farbe des Rostes, färbt den Planeten also rot, sodass es selbst über astronomische Distanzen hinaus ausmachbar ist.

 

Hypothetische Panorama-Karte vom Mars. Dies sind echte Bilder, zusammengefügt zu einem größeren. Selbst auf dem Planeten direkt ist die Luft, der Himmel, nahezu alles rötlich.

 

Auf dem Mars Polkappen - doch ob sie aus Wasser bestehen oder Trockeneis, das wissen wir nicht. Auffällig ist nur, dass sich diese Polkappen jeweils nach dem auf dem Mars herrschenden Klima richten - ist der marsianische Winter am Herrschen, so dehnen sie sich aus, im Sommer ziehen sie sich gemäß der Physik wieder zusammen; demnach das gleiche Phänomen wie auf der Erde.

 

 

Futuristische Gedanken

 

Mars ist der Planet, der sich am ehesten für eine ständige Raumbasis eignete. Nähme man den Mars als eine Art Absrungbrett zu den anderen Planeten im Sonnensystem, könnte man erst Materialien auf den Mars bringen, dort alles errichten und vom roten Planeten aus losfliegen - man hätte auf jeden Fall mehrere Monate beengender Reise gespart.

 

Terraforming wurde am Anfang des Textes schon genannt - hätte man die Möglichkeit, Leben auf dem Planeten zu erzeugen?

 

Die hätte man gewiss, allerdings ist das ein jahrhunderte, wenn nicht gar jahrtausendelanger Prozess.

 

Zuerst müsste das Klima erwärmt werden; dazu eignet sich der Treibhauseffekt. Das heißt, so viele Treibhausgase wie möglich zum roten Planeten bringen und warten... warten... warten... bis die Temperaturen eines Tages auf ein für die Menschen erträgliches Maß gebracht werden.

 

Was danach folgt, wäre der Versuch, ein symbiotisches Konstrukt zu erzeugen; dazu braucht man Pflanzen und Tiere. Pflanzen für die Herstellung von Sauerstoff, und Tiere, die den für Pflanzen wichtigen Kohlenstoff liefern. Diese Symbiose, die auf der Erde überhaupt erst zum Erfolg für das Leben führte, wäre für eine ständige Basis des Menschen auf dem Mars sehr wichtig, wollte man nicht immer zur Erde zurück müssen, um neue Materialien zu holen.

 

Zukunftsmusik ist dies gewiss; dies stellt ja nur eine Möglichkeit von vielen dar.

 

Allerdings ist dies ein Homogenisierunsprozess, der vielleicht bis zu Jahrzehntausenden dauern könnte. Würden wir in der Zeit auf etwas anderes kommen, uns andere Ziele suchen? Wer weiß; solange wir es aber nicht ausprobieren, werden wir nie in der Lage, andere Planeten zu bevölkern. Denn die Zukunft des Menschen liegt im Besiedeln von anderen Planeten. Daran glaube und halte ich fest.


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