Yggi's Kosmos

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Mich als Astronomie-Begeisterten macht es immer noch sprachlos, wenn ich das Leben auf der Erde betrachte: So unwahrscheinlich, wie es ist, hat doch mindestens ein Planet im Universum einen kreativen Blowout gemacht und ein Utopia für organische Materie hervorgebracht.
Dass dabei eine Reihe von Zufällen eine extrem wichtige Rolle spielt, vergessen wir oft - wir nehmen das Leben hin, so wie es ist und machen uns keine Gedanken darüber. Doch wenn wir folgende Ursachen betrachten, wegen derer es überhaupt zu (mehr)zelligem Leben kommen konnte, dann ist das Ganze nur unvorstellbar - und doch Realität, weil es uns gibt.


Nichts zeigt uns eindrucksvoller die Einsamkeit der Erde im Weltall als jenes Bild, welches von der Voayger-Sonde aus über 9 Mrd. km Entfernung aufgenommen wurde: Kurz bevor die Sonde in den interstellaren Raum übertrat, befahl man ihr, noch einmal ein Foto aller Planeten aus dieser riesigen Entfernung zu schießen. Herausgekommen ist ein unscheinbarer, kleiner Punkt, der ein Stern sein könnte, aber unsere Erde ist - dieses Bild macht die Verletzlichkeit unseres kleinen Planeten umso bewusster.

 

Es kam zum Leben auf Erden wegen folgender Ereignisse/Zustände dazu muss gesagt werden, dass jedes dieser Ereignisse für sich gesehen schon ein unglaublicher und sehr unwahrscheinlicher Zufall ist):

  • die richtige Entfernung vom Zentralgestirn bewirkt, dass es flüssiges Wasser, geeignete Umweltbedingungen für komplexes Leben und eine umlaufsynchrone Planetenrotation gibt; letzterer würde aus der Erde einen Planeten wie Venus oder Merkur machen, die der Sonne immer dieselbe Seite zeigen
  • die richtige Masse des Zentralgestirns: Eine Sonne mit hoher Masse wäre bereits nach 100 Mio. Jahren vergangen - ein Stern muss eine ausreichend hohe Lebensdauer besitzen, damit es auf Planeten zu Leben kommen kann. Weiterhin verhindert eine 'kleine Sonne' zu hohe UV-Belastung
  • stabile Planetenbahn: Hätte sich Jupiter auch nur ein wenig näher zur Sone hinbewegt, hätte er die Gesteinsplaneten rausgekegelt oder in Richtung Sonne geschleudert
  • ein Jupiter-artiger Planet: Er fängt Meteoriten und Kometen ab, lenkt sie zurück in die Tiefen unseres Sonnensystems - ohne Jupiter käme es auf der Erde 1.000 mal häufiger zum Einschlag von großen Brocken - dieser Planet darf nicht zu nahe und nicht zu weit entfernt sein
  • die richtige Planetenmasse: Atmosphäre und Ozeane werden gehalten, es wird genügend Eigenwärme für die Plattentektonik produziert und ein fester geschmolzener Kern - diese für das Recycling der Materie zuständigen Faktoren kommen nur auf einem Planeten mit genügend hoher Masse vor
  • Plattentektonik: Der Dynamo (= flüssiger Erdkern) produziert das Erdmagnetfeld, ohne dass uns die Sonnenstürme in ihrer vollen Wucht träfen. Weiterhin ist die Plattentektonik die Bildung der Landmassen verantwortlich, die genügend biologische Lebensräume garantieren müssen
  • Ozeane: Sie initiieren das Leben ohne das Wasser gäbe es nichts auf unserem Planeten. Von ihnen darf es nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige geben
  • ein großer Mond: Unser Mond stabilisiert die Planetenachse - ohne unseren lunaren Begleiter würde die Erde taumeln. Außerdem fungiert ein Mond als zusätzlicher Schutzschild
  • die richtige Neigung der Planetenachse: Wäre sie zu stark geneigt, käme es zu katastrophalen klimatischen und jahreszeitlichen Bedingungen/Veränderungen
  • Einschläge aus dem All: Würde ein großer Meteorit einschlagen, könnte er die Erde sterilisieren - ein Brocken in der Größe eines kleineren Planetoiden würde aus der Erde einen Ball aus geschmolzener Lava machen, die bis zum kleinsten DNS-Molekül jegliche organische Materie auslöscht. Es darf also nur zu kleineren kommen, von denen es allerdings nicht zu viele geben darf
  • Kohlenstoffdioxid: Der Treibhauseffekt existiert schon seit Milliarden von Jahren. Der Natürliche Treibhauseffekt ist dafür verantwortlich, dass es nicht zu kalt auf der Erde wird - eine übermäßige Konzentration dieses Gases würde aus der Erde eine ähnliche Gluthölle machen wie die Venus
  • Sauerstoff i.d. Atmosphäre: Die richtige Konzentration der Atmosphäre ist wichtig - Sauerstoff als Energielieferant für mehrzelliges Leben ist essenziell wichtig
  • die richtige Galaxis: Die Galaxie darf nicht zu alt sein (sonst wäre sie zu inaktiv) oder zu jung (sonst wäre sie zu inaktiv)
  • die richtige Position des Sonnensystems in der Galaxis: Nicht im Zentrum, nicht zu weit außerhalb, nicht in einem Kugelsternhaufen, nicht in Gegenden, in denen Sterne entstehen, etc.

Die Liste ließe sich noch lange weiterführen... weitere Faktoren, die allerdings austauschbar sind, wären Ereignisse wie die kambrische Lebensexplosion (mehrzelliges Leben tauchte plötzlich in Scharen auf) und ab und zu ein Massensterben, denn nichts ist schlimmer für das Leben, als eine statische Umwelt, die sich nicht verändert - Massensterben sind dazu da, das Leben in Stress zu versetzen und neue Überlebensmechanismen zu entwickeln.
 


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