Yggi's Kosmos

Eine Reise durch Raum, Zeit & die Welt der Videospiele

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Das Sonnensystem: Die Sonne, die Planeten, die Erde, Asteroiden und Monde - unser Sonnensystem entstand vor fünf Milliarden Jahren aus einer rotglühend rotierenden Gasscheibe. Nachdem unsere Sonne im gravitativen Zentrum des Sonnensystems gebildet wurde, formten sich die Planeten aus der Protoplanetaren Scheibe, die die Sonne umgab.

 

In diesem Video schauen wir uns die Prozesse an, die das Sonnensystem formten. Dabei gehen wir sehr detailliert auf die Entstehung der Sonne, der Planeten und der Erde ein, schließlich sogar auf die Entstehung des Lebens.

 

Wie immer wünsche ich euch an dieser Stelle viel Spaß mit dem Video und hoffe, dass ihr es interessant finden werdet.

 

 

 

 

Ps: Ein solch langes Video habe ich noch nie produziert. Das ist jetzt die längste Doku, das ich je online gestellt habe images/smilies/m-smile.gif


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1994 geschah eine kosmische Katastrophe, als 18 Fragmente des Kometen Shoemaker Levy 9 auf dem Jupiter einschlugen und ein Höllenfeuer verursachten.

 

 

Dieses Video beschäftigt sich damit, die Katastrophe darzustellen und sie zu rekonstruieren. Was genau ist passiert und wieso hat es ausgerechnet den Jupiter getroffen? Was wäre, wenn es keine Gasplaneten im Sonnensystem gäbe? Es wird versucht, diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

 

 

 

 


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Wenn ein Sternensystem gleich vier Gasplaneten hat, die ohne Bahnausschreitungen fast gleichmäßig ihre Runden um ihr Zentralgestirn drehen, ist das keine Ausnahme, sondern etwas Besonderes - die meisten Sterne haben, wenn überhaupt, nur einen Planeten, der dann auch noch ziemlich eng um sie kreist.

Es handelt sich dabei um heiße Jupiter; alles andere als "heiß" sind jedoch die Gasplaneten unseres eigenen Sonnensystems - sie sind kalt, groß und anhand ihrer sehr unterschiedlichen Farben sehr gut auseinander zu halten. Die vier Planeten Jupiter, Saturn,Uranus und Neptun möchte ich in ganz besonderen Aufnahmen präsentieren.

 

 

 

Ein etwas verschwommenes, doch nicht minder faszinierendes Bild des Jupiter hat die Pioneer-Sonde der NASA auf ihrem Flug vorbei am Gasplaneten aufgenommen. Der Planet, der hier aufzugehen scheint, dreht sich in etwa mit der gleichen Geschwinigkeit der Erde um eine ganz und gar nicht stabile Achse. Auf dem Bild deutlich zu sehen sind die prächtigen Wolkenbänder und die Flecken, welche Sturmsysteme darstellen.

 

 

 

Majestätisch scheint Saturn auf einem imaginären Thorn zu sitzen und auf die Sonde Cassini zu schauen, die dieses Bild aus 500.000 km Etfernung aufgenommen hat. Trotz der Tatsache, dass die Ringe nicht mal dicker als 2 km sind, kann man ihr fantastisches Farbenspiel sowie die Cassini-Teilung in der Mitte der Ringe erkennen. Auch wirft der Planet seinen gigantischen Schatten auf die Ringe und verdeckt sie; dieses als Ringverdunkelung bekannt gewordene Phänomen ist, je nach Blickwinkel, permanent zu sehen. Links, leicht oberhalb des Planeten, ist Triton, einer der vielen Saturnmonde zu erkennen.

 

 


 

Zwar hat dieses Bild des Planeten Uranus keinen Sensationswert, doch ist es einer der wenigen, auf dem seine fünf größten Monde in einer Aufnahme zu sehen sind. Uranus, der zusammen mit Neptun als Eisriese eine eigene Kategorie von Gasplaneten bildet, ist ein leuchtend hellblauer Ball - Oberflächendetails oder Wolkenschichten sind nur auszumachen, wenn wir ein Infrarotbild des Planeten aufnehmen:

 

 

Die verschieden stark temperierten Bereiche zeigen ein Bild des Planeten, das nicht mit einer normalen Aufnahme verglichen werden kann – plötzlich wird Uranus mit Klimazonen ausgestattet: Wir erkennen einen Pol, einen Äquator, die Subtropen und auch einen subarktischen Bereich; an das Bild der Erde mit ihren extremen und gemäßigten Breiten scheinen wir uns dabei nicht von ungefähr zu erinnern.

 

 

 

Und schließlich, zu guter Letzt, treffen wir auf den (nach der Degradierung Plutos zu einem Zwergplaneten) äußersten Planeten in unserem Sonnensystem: Den himmelsblauen und eisigen Neptun, der bei einer Entfernung von über 3 Mrd. km von der Sonne sein einsames Dasein fristet und ein ganzes Menschenleben benötigt, um die Sonne zu umrunden. Und wie bei Uranus haben wir hier eine fast glatt polierte, blaue Oberfläche, welche die gleichen Unregelmäßigkeiten aufweist, sobald wir ein Wärmebild machen:

 

 

Wie in der Dunkelheit ein Leuchtstab leuchtet, so tut dies auch der kleinste der Gasriesen – mit einer mysteriösen Wärmequelle im Inneren speist der Planet seine Sturmsysteme, die gigantische Ausmaße annehmen können und oft den ganzen Planeten umfassen.

 

 


Ein letztes, aus Originalaufnahmen zusammengesetztes Mosaik der Gasplaneten rundet das Bild ab, welches wir bis dato von den großen Planeten unseres Sonnensystems haben:

 


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Der Einschlag des Kometen Shoemaker Levy 9

 

Shoemaker – dies scheint entweder der englische Name des Formel 1-Fahrers Michael Schuhmacher zu sein oder die amerikanisierte Version des gleichnamigen Berufs – bezeichnet einen mehrgliedrigen Kometen, der vor 16 Jahren in die Atmosphäre des Gasplaneten eintauchte und dabei ein Spektakel an Explosionen auf dem Jupiter und Verwunderungen bei den Erdastronomen hervorrief.

 

Die Besonderheit des Kometen lässt sich nicht anhand seiner Bestandteile aufzeigen, sondern an seinem Kurs, den er innerhalb unseres Sonnensystems eingenommen hat, und schließlich der Tatsache, dass er in der Umlaufbahn des Gasriesen in 18 Teile aufgesplittert wurde, die nacheinander in der Atmosphäre des Planeten verglühten bzw. explodierten.

 

Die offizielle Bezeichnung des Kometen war D/1993 F2 (Shoemaker-Levy). 1993 steht für das Entdeckungsjahr, F2 ist eine numerische Bezeichnung zur Identifikation, während das D vor dem Namen für das Adjektiv 'disappeared' steht, also verschwunden.

 

Schon 1960 schwenkte der Komet, zu diesem Zeitpunkt noch ein einzelner großer Brocken, in eine Umlaufbahn um den Jupiter ein und überschritt dabei die sog. Roche-Grenze. Diese bezeichnet ein bei allen Himmelskörpern auftretendes Phänomen, das wie folgt erklärt werden kann:

 

Jeder Himmelskörper hat eine bestimmte Festigkeit, die sich aus Art und der Dichte des Materials, aus dem er geformt ist, ergibt. Während Planeten oftmals große Gesteins- und Eisenklumpen sind oder Sonnen große Gasgiganten, bestehen Kometen oftmals aus Eisen – oder sie sind reine Eisklumpen. So war Shoemaker-Levy 9 ein Schmutzball aus gefrorenem Wasser und Staubpartikeln. Als Shoemaker-Levy nun in die Nähe des Jupiters gelangte, wurden die Gezeitenkräfte (bzw. Gravitationskräfte) des Planeten so groß, dass sie den Kometen in mehr als 18 Teile zerlegten. Die Roche-Grenze ist also ein Kriterium dafür, ab wann ein Körper von einem anderen 'zerrissen' wird – sie ergibt sich aus der individuellen Größe und der Zusammensetzung der Himmelskörper, hängt aber hauptsächlich von der Masse und der daraus folgenden Gravitation ab.

 

In mehreren Umkreisungen und stets kleiner und enger werdenden Bahnen näherten sich die Kometenfragmente seit 1960 dem Planeten an, bis sie 1994 dann, zwischen dem 16. und 22. Juli, in die Planetenatmosphäre eintauchten. In weniger als sechs Tagen konnte die Menschheit Zeuge der vernichtenden Kraft von Kometen werden, die auch auf Planeten wie Jupiter deutliche Narben hinterlassen.

 

Jede der Kollisionen hatte eine Sprengkraft, die der von ca. 50 Mio. Hiroshima-Bomben entspricht – zum ersten Mal konnten wir Zeuge des Zusammenpralls zweier Himmelskörper werden und die Auswirkungen eines solchen Zusammenstoßes sehr genau erforschen – sehr hilfreich war hier das Hubble-Teleskop, das erst 1990, also vier Jahre vor den Impakten, ins All gebracht wurde.

 

Über Monate hinweg waren die bis zu 12.000 km großen Einschlagsgebiete zu sehen, die schon wenige Minuten nach dem Kontakt zwischen Komet und Atmosphäre von der Erde aus erkennbar waren.

 

Grelle Lichtblitze durchzucken die Jupiteratmosphäre: Die mit Hochleistungsteleskopen aufgenommenen Bilder vermitteln einen guten Eindruck der Einschläge.

 

Sehbar waren auch die durch den Einschlag entstandenen Plumes, heiße Gasblasen, die sogar über den Rand des Planeten hinaus gesehen werden konnten. Unglück im Glück hatte auch Galileo: Die Sonde, die auf dem Weg zum Jupiter war, wurde wegen der Challenger-Katastrophe von 1986 erst vier Jahre später auf den Weg zum größten Planeten des Sonnensystems geschickt. Zwar konnten die Auswirkungen des Einschlags gemessen werden, aufgrund der hohen Entfernung der Sonde von 1 AE (ca. 150 Mio. km) zum Jupiter wurden allerdings nicht alle Details übertragen – wäre Galileo nur vier Jahre vorher ins All geschickt worden, hätten wir noch sensiblere Daten erhalten.

 

Mit Galileo haben es sich die Astronomen nicht nehmen lassen, in den Spektren der Plumes große Mengen molekularen Schwefels und Kohlenstoffdisulfids nachzuweisen – das ist mehr als durch die Explosion eines vergleichsweise kleinen Kometenkerns freigesetzt hätte werden können. Den Ursprung dieser Stoffe vermutet man in den tieferen Atmosphärenschichten des Planeten. Auch Ammoniak, Kohlenstoffmonoxid, Schwefelwasserstoff und Spuren von Eisen, Magnesium und Silizium wurden gefunden. Dies zeigt, dass die Explosionen nicht nur die oberen Schichten aufwühlten, sondern auch in tieferen Wolkenebenen 'Schaden' verursachten.

 

Ein in UV-Licht aufgenommenes Bild des Jupiter zu Einschlagszeiten zeigt eindrucksvoll die Zonen des Kontakts - insgesamt lassen sich acht Einschlagsgebiete ausmachen (teilweise sind zwei Fragmente aiuch gleichzeitig auf den Planeten gekracht):

 

 

In folgendem computeranimierten Video lassen sich die Einschläge sehr gut nachvollziehen – tatsächlich waren erst helle und hochenergetische Lichtblitze zu sehen, und Jupiter sich ein wenig drehte, tauchten die Einschlagskrater ebenfalls aus dem Schatten auf:

 


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Hier geht's heiß her!

 

Zwar hatten wir den Jupiter schon im Rahmen eines Videos und einiger kleiner Einträge, doch haben wir uns nie genauer mit einem sehr interessanten Satelliten dieses riesigen Planeten beschäftigt. Der hier behandelte Satellit ist einer der sog. Galileischen Monde (= jene Monde, die Galilei mit seinem Fernrohr entdeckt hat) und hat eine besondere Eigenschaft, die unter den vielen Monde im Sonnensystem heraussticht.

Io ist ein Mond, auf dem starker Vulkanismus herrscht. Vulkanismus, der mit nichts anderem im Sonnensystem verglichen werden kann, sind doch die Voraussetzungen auf dem Jupiter-Mond völlig anders als auf der Erde oder einem anderen Gesteinshimmelskörper.

 

Io ist eine 'Sie' - sie ist nur etwas größer als der Erdmond – aufgrund von Jupiter aber sehr viel aktiver. Zudem sieht sie ständig aus, als würde eine Mondfinsternis stattfinden.

 

Unter der gigantischen Schwerkraft Jupiters wird der orange-gelbe Mond derart 'durchgeknetet' dass sein Inneres flüssig bleibt – und das bei einer Größe von 3.500 km. Die Schwerkraft des Gasplaneten verschiebt ganze Gesteinsschichten, hebt und senkt die Ebenen des Mondes und drückt das flüssige Gestein – das Magma bzw. die Lava – aus dem Felsklumpen heraus.

Das Resultat ist, dass Io ein geologisch extrem aktiver Himmelskörper ist. Ihre Oberfläche ändert sich ständig und stellt wohl die jüngste im Sonnensystem dar – man nimmt an, dass die Oberfläche alle 1 Mio. Jahre ständig erneuert wird. Auf der Erde hat man mindestens 1 Mrd. Jahre, bis die Plattentektonik die Oberfläche komplett umgekrempelt hat.

 

Der Mond besitzt eine knallgelbe Oberfläche: Sie wird vom Vulkanismus ständig erneuert. Das Gelbe darauf sind vermutlich Schwefelverbindungen: Wenn ein Vulkan auf Io ausbricht – was ziemlich häufig passiert – erkaltet das ins All geschleuderte Gestein sofort und fällt zurück auf die Oberfläche. Dort trägt es dann zu der gelben Farbe bei, die man auf dem Bild sehen kann.

 


Auf diesem Bild hat man mithilfe der Raumsonde New Horizons einen Ausbruch des Vulkans Tvashtar beobachtet. Zu sehen is, wie die 300 km hohe Eruptionswolke zurück auf den Planeten fällt und zu einem Teil der Oberfläche wird.

 

Vulkanausbrüche auf Io sind nur bedingt mit denen auf der Erde vergleichbar – während die Erde es auf Basis eigengeologischer Aktivität schafft, Vulkane auszubilden, so ist es auf dem Mond des Jupiter die ungeheure Schwerkraft, die dazu beiträgt, dass jeder Vulkanausbruch so heftig ist wie alle Vulkanausbrüche der Erde in einem Jahr zusammengenommen. Dass Io noch nicht von seinem Planeten auseinandergerissen wurde, können sich die Forscher nicht erklären – vermutlich ist sein Inneres zu dynamisch, als dass Jupiter ihn zerstören könnte.

Aufgrund der Vulkanausbrüche besitzt Io eine dünne, ca. 120 km hohe Atmosphäre aus Schwefelgasen. Da ein beträchtlicher Teil des Ausbruchsmaterials zur Atmosphäre beiträgt, hat man hier eine ähnliche Atmosphäre wie auf Titan – voller giftiger Schwefeldämpfe und Aerosole. Wäre Io auch nur ein bisschen massereicher, würde man seine Oberfläche nicht mehr sehen können; der Mond wäre verdeckt wie Venus oder Titan und würde Oberflächendetails nur durch Infrarotanalysen preisgeben.

 

Besonders beeindruckend ist der Vulkan Tupan-Patera mit einem Durchmesser von ca. 75 km. Wie auf dem Bild zu sehen ist er noch aktiv und speit regelmäßig geschmolzenes Gestein und planeteninnere Gase aus.


Was bleibt, ist der Eindruck, dass uns selbst die Objekte vor unserer 'Haustür' – also im Sonnensystem, ind er unmittelbaren planetaren Umgebung – noch überraschen können; was wird erst über Io und die anderen Galileischen Monde herausgefunden, wenn man die geplanten Sonden in einen lunaren Orbit um die Monde bringt? Wir könne gespannt sein!


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Leben auf Europa?



 



 



Nun zum vielleicht spannendsten Himmelskörper in unserem Sonnensystem, der kein Planet ist: Der Jupitermond Europa, sechstgrößter Planetentrabant im Sonnensystem.



 



Europa ist nach dem Namen einer Geliebten des Zeus benannt; zudem heißt so auch ein Asteroid und (wer hätte das gedacht) ein Kontinent auf der Erde.



 



Doch das Europa, den Europa, um den/die/das es hier geht, ist ein kompaktes, von einem dichten Eispanzer umschlossenes Objekt, das den Jupiter in einer respektvollen Entfernung umkreist. Das Eis, das stellenweise eine Dicke irdischer Kontinente annimmt, verhält sich fast genauso wie die Erdkruste; für Europa scheint sie eine zu sein.



 



 





Wäre das ein Ausblck von Europa auf den Jupiter? Es muss ein eindrucksvolles Panorama sein...



 



 



Es seien zwei Dinge gesagt: Ich benutze für Europa ab jetzt den weiblichen Artikel; zudem ist das, was hier nun steht, reine Mutmaßung, da noch nicht bewiesen wurde, ob es auf diesem Mond ein bis zu 90 km tiefes Meer gibt. Beweise stehen also noch aus!



 



 



Europa



 



Europa ist eine der wenigen Himmelskörper, die eine komplett geschlossene Eisdecke aufweisen; das Vorhandensein von (mindestens) gefrorenem Wasser ist also sicher bzw. logisch.



Die Oberfläche ist fast vollständig eben, und es gibt kaum größere Furchen. Damit ist der Eispanzer mit dem antarktischen oder arktischen der Erde vergleichbar.



Die wenigen Hügel und Täler, die es dort gibt, existieren im kosmischen Zeitstab nie sehr lange und sind ständig in Neubildung begriffen.



 



Krater sucht man auf Europa vergeblich: Der 'älteste' Kandidat ist 'nur' ca. 30 Mio. Jahre alt; mit dem Namen Pwyll versehen, misst er 25 km.



 



Zwar hat sie nie sehr hohe und tiefe der bereits oben angesprochenen Täler und Furchen, aber sehr viele. Wie sie entstehen, ist ein Rätsel. Man vermutet, dass Kältevulkanismus, sog. Kryovulkanismus, leicht schmelzbare Substanzen wie Ammoniak, CO2, Methan oder Wasser an die Oberfläche bringt, die dort dann sofort vereisen und die Schicht aus Gefrorenem zusätzlich 'bereichern'.



Kryovulkanismus kommt allerdings nicht nur auf Europa vor: Auch Triton oder Charon sollen solche Vulkane besitzen.



Es ist aber eine Form des Vulkanismus, der nur extraterrestrisch bei einer Mindesttemperatur von -150° C existiert.



 



Eine weitere Eigenschaft ihrer Oberfläche sind die sog. Lenticulae, also die Flecken. Sie sind entweder Vertiefungen oder Erhebungen des Untergrunds und entstehen durch Auf- und Absteigen unterschiedlich temperierten Eises. Es bildet sich oft eine Art Kammer unter dickerem Eis, wärmeres Material sammelt sichan, vergleichbar mit der Magmakammer auf der Erde. Die Vorgangsweise eines Ausbruchs dürfte dieselbe wie bei einer irdischen Caldera sein.



 



 





Sofort sind auf den Bildern die Furchen zu sehen, allesamt kryovulkanischen Ursprungs. Rechts unterhalb des Äquators befindet sich eine kleine Erhöhung: eine Caldera vor dem Ausbruch?



 



 



Sie hat außerdem eine extrem dünne Atmosphäre, die einigen Sauerstoff enthält. Dieser entsteht vermutlich durch Sonnenstrahlen, die auf die Eisdecke treffen, Moleküle herausschlagen und dabei direkt das H- und O-Molekül spalten. Während das leichtere Wasserstoff in den Weltraum entweicht, kann Europa den Sauerstoff mit seiner Eigengravitation binden.



 



 



Der Ozean



 



Und nun zum interessantesten Aspekt auf ihr: Wissenschaftler vermuten, unter Europa gebe es einen Ozean, der alle irdischen Ozeane zusammen in den Schatten stellen würde.



 



Bis zu 90 km soll er tief sein; das ist in etwa die 7-8fache Tiefe der tiefsten irdischen Meeresregion, des Marianne-Grabens mit ca. 12 km. Der Druck dort muss ungeheuerlich, und etwaiges Leben sehr, sehr gut angepasst sein.



 



Gibt es denn Leben auf Europa?



 



Die Voraussetzungen für Leben sind vielfältig; als wichtigstes Kriterium jedoch gilt: Es muss elementares Wasser vorhanden sein. Und das hat Europa wahrscheinlich zur Genüge.



 



Elementares Wasser alleine macht jedoch kein Leben: Es müssen Kolenstoffmoleküle, Sonnenlicht und ausreichend Gesamtwärme existieren, um die minimalen Grundvoraussetzungen zu erfüllen. Hat Europa diese?



 



Sonnenlicht: Sehr unwahrscheinlich!



Wärmevulkanismus: Sehr unwahrscheinlich!



 



Der Ozean, der sich unter einem mehrere Kilometer dicken Eispanzer befindet, könnte von der Oberfläche derart unabhängig sein, dass sich ein eigenes Ökosystem entwickelt hat. Die Anwesenheit von Sonnenlicht ist zwar sehr wichtig, aber nicht zwingend notwendig für die Synthese von lebensfähigen Makrolebewesen; dies beweisen die auf der Erde befindlichen 'Black Smoker', Unterseeraucher, die ständig heiße Materialien herauspusten. Um sie sammeln sich Lebewesen an, die weder Sonnenlicht noch normale Nahrung benötigen, die von der Wärme an sich leben, und die wir als Extremophile bezeichnen, das Extreme liebend.



 



Allerdings bedarf eine solche Lebensgemeinschaft an Wärme. Ist Wärme auf Europa vorhanden, gibt es vielleicht auch so etwas wie Unterseeraucher? Oder haben sich gar Lebewesen entwickelt, die sich auf Kälte spezialisiert haben? Kann die Evolution denn auch mit Kälte beginnen, oder braucht es dazu zwingend jene Anfangsbedingungen, wie wir sie vor mehreren Mrd. Jahren auf der Erde hatten?



 



All dies bleibt reine Spekulation, und es ist auch nicht sinnvoll, sich schon eine zweite Welt voller Lebewesen auszumalen, ohne zu wissen, ob sie denn überhaupt existiert.



 



Zur Erforschung wird derzeit an eine Art Unterseeboot gedacht, das sich an einer Raumkapsel befindet, die sich wiederum durch den dicken Eispanzer schmilzt und ihren Begleiter dann im Wasser ablässt.



 





Potenzielles Szenario: Hier at sich der Roboter längst durch die Eissicht gebohrt und erkundet die (zum. auf dem Bild) unterseeische, mit Black Smokern verzierte Landschaft.



 



 



Für das Jahr 2020 haben die ESA und die NASA Europa Jupiter System Mission vorgeschlagen, die in eine lunastationäre Bahn um den Jupitertrabanten fliegen und sie genauer erforschen soll. Dabei soll auch ein wahrscheinlicher Landeplatz ausgekundschaftet werden.



 



 



Eine Annekdote zum Schluss:



 



Als damals Galileo ihr Werk getan hatte und kontrolliert zum Absturz gebracht wurde, vermied man es, die Sonde auf Europa crashen zu lassen. Zu groß war die Angst, man könnte das Eisbiotop des kosmischen Trabanten mit irdischen Organismen infizieren.



 



Man sieht, die Vorstellung von Leben auf anderen Himmelskörpern ist auch hier nicht sehr jung!



 





Den gigantischen Jupiter im Hintergrund, sehen wir eine kleine Sonde, die den mysteriösen Ozean, der sich unter der Eisdecke befinden soll, erkundet. Rechts sehen wir Leben; es könnten einfache Röhrenwürmer sein. Oder etwas ganz anderes...



 





LINKS:



 



Sendung 'Alpha Centauri' mit Harald Lesch. Thema: 'Gibt es Leben auf Europa?'



 



(Kann dem stark widersprechen, was in diesem Eintrag steht!)



 


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Wochen des Universums Astronomie Jupiter Yggi's Kosmos


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Um die Symbolik des Olymps als den Sitz der Könige der Menschen (= Götter) geht es in diesem Beitrag.



 



Begleitet mich auf eine Reise in die wolkenverhangene 'Oberfläche' des rex planetarii - des Königs der Planeten.



 



 



Das Wolkensystem des Jupiters



 



Auf dem Jupiter reiht sich eine Superlative an die andere. Nirgendwo sonst auf einem anderen Planeten im Sonnensystem herrscht so hoher Druck, nirgendwo existiert soviel wolkenförmiges Gas. Und das ist mitunter ein Grund für die Existenz von Stürmen. Gewaltigen Stürmen mit den dreifachen Ausmaßen eines kleineren Planeten: Des Unseren.





 





 



Ein farbenfrohes Schauspiel ergibt sich beim Blick auf die Wolkenoberfläche: Das durch verschiedene Temperaturen und mit anderen Gasen vermischte Wasserstoff bildet weiße Wolken (Tiefdruckgebiete), braune Hochdruckgebiete und bunte Ränder, an denen sich diese zwei treffen.





 



Ergebnissen neuester Forschung nach unterliegt Jupiter einem Klimazyklus, der sich alle 70 Jahre ändert. Aufgrund dieses Zyklus' kommt es zur Ausbildung vieler Wirbelstürme, von denen die meisten allerdings nach mehreren Jahren (teilweise auch Jahrzehnten) wieder verschwinden.





 



400 Mrd. Watt Energie produziert Jupiter (Zeitraum unbekannt). 400 Mrd. Watt, die er von der Sonne erhält, aber gleichmäßig wieder abgibt. Diese allen Gasplaneten typische Eigenschaft nennt man Kelvin-Helmholtz-Mechanismus.





 



Der durch die Kontraktion des Gases und Temperaturerhöhung steigende Druck wird gleichmäßig als Wärmeenergie wieder in den Weltraum abgegeben. Das passiert solange, bis der Planet sich wieder im Gleichgewicht befindet und der ganze Prozess innerhalb von 70 Jahren wieder von Neuem beginnt.



Insgesamt aber bietet sich aufgrund der Mehrleistung, die Jupiter abgibt, das Bild eines schrumpfenden Planeten.





 



Die Wolkenbänder des Jupiter könnte man indes mit den Klimazonen unseres Planeten vergleichen: In ihnen herrschen, je nach Standort und geografischer Lage, unterschiedliche Temperaturen.





 





 



Wie auf der Erde entstehen durch die Winde Sturmsysteme. Entgegengesetzte Windströme lassen Wirbel entstehen, die bei ausreichender Größe sehr lange bestehen können.





 



So wäre das große dunkle mittlere Band als der Äquator zu bezeichnen, wo die höchste Temperatur herrscht. Die Zonen darunter und drüber, das sind die 'tropischen' Regionen, wo die größere Geschwindigkeit der Winde herrscht. Jeweils eine Zone weiter befinden sich die Subtropen, und jeweils am nördlichsten und südlichsten Punkt sind die zwei Pole. Jupiter hat seinen magnetischen Südpol tatsächlich fast am geografischen Südpol.







 



Der große rote Fleck, das gigantischste bekannte Sturmsystem





 



Einem Amateurbeobachter fiele sofort auf, dass südlich, auf dem 22. Breitengrad etwa, ein großer, ovaler, mit bis zu 25.000 km großer kirschroter Fleck existiert.





 





 



Der Große Rote Fleck könnte von einer Zeit künden, in der Autos und Computer noch nicht erfunden waren; die Wissenschaft weiß nicht, wie lange er schon existiert Man geht, ausgehend von seiner ersten Beobachtung, von 300 (+) Jahren aus. Neben dem großen roten Fleck existieren noch zwei weitere, von denen einer allerdings schon 'gefressen' wurde (siehe unten).





 



Dieser Fleck ist das größte Sturmsystem im Sonnensystem, eine Abstraktion des Wortes für 'Katastrophe' mit dem zwei- bis dreifachen Erddurchmesser. Er wird Der Große Rote Fleck (Big Red Spot) genannt, aufgrund seiner charakteristischen Rotfärbung.





 



Man nimmt an, der Große Rote Fleck bestünde schon seit mehr als 300 Jahren, weil er in diesem Zeitraum zum ersten Mal erwähnt wurde.





 



Das Sturmsystem, das seine Energie aus einem bis dato unbekannten Energie'vorrat' schöpft (man vermutet atmosphärische Konvektionsströmungen) scheint derzeit zu schrumpfen.



Einer Astronomin (Amy Simon-Miller (NASA/Goddard Space Fight Center)) zufolge nehme die Größe des Flecks ab. Eine hypothetische Karte des Jupiter, aus Beobachtungen von 1881 rekonstruiert, soll dieses Schrumpfphänomen näher zeigen:





 





 



Links ist Jupiter zu sehen, wie er 1881 ungefähr gewesen sein könnte. Auffällig ist, dass die Konturen des Großen Roten Flecks heute etwas diffuser als damals sind. 'Schuld' daran sind die Windgeschwindigkeiten, die an seinem Rand drastisch zugenommen haben und so vielleicht dieses Phänomen erklären können.







 



Deutlich erkennt man, dass die geografische Ausdehnung des Flecks abgenommen hat. Bei seiner Entdeckung war er ungefähr 40.000 km breit, heute messen Astronomen 'nur' 25.000 km, während die Ovalität selbst davon nicht sehr getroffen werde: Der Fleck nehme nur in der Breite ab, die Länge behalte er bei.





 



Mit einer Rate von ca. 0,19 Längengraden pro Jahr (entspricht ca. 100- 120 km pro Jahr) schrumpfe er, weswegen er im Jahr 2040 fast kaum weniger als ein 'roter Kreis' wäre.



Eine mögliche Lösung wäre, das Schrumpfen mit den Windgeschwindigkeiten zu erklären: Wehten die Winde zur Zeit der ersten Voyager-Sonden noch deutlich lauer, so werden heute bis zu 700 km/h an den Sturmrändern gemessen, was Miller zufolge einer 70 %igen Steigerung entspräche.





 



"Alle Wettererscheinungen auf dem Jupiter zeigen eine sporadische Zunahme ihrer Aktivitäten", bemerkte sie. "Was immer den Großen Roten Fleck füttert, verhält sich genau so."





 



Ein Grund dafür seien die schon oben angesprochenen atmosphärischen Konvektionsströmungen, die die oberen Wolkenschichten, ähnlich wie bei einem irdischen Gewitter, speisten.

 



(Infos: http://www.astronomie.de/news/0000402.htm )

 



Ich denke, damit bringt sie es auf den Punkt: Einer der 70-jährigen Zyklen scheint zu Ende zu gehen. Wieso jedoch der Große Rote Fleck schrumpft (und dies am Ende des letzten Zyklus, ca. 1930er/40er Jahre auch getan hat und seitdem NICHT größer wurde), bleibt ein Rätsel.



 



 



Wenn Papa den Kleinen verschlingt





 



Nicht nur der Schrumpfvorgang, sondern auch ein weiteres atmosphärisches Spektakel ist auf dem Jupter zu beobachten:





 



Neben dem Großen Roten Fleck existieren noch 2 weitere. Und wie das mit der Evolution so ist, besiegt der Größere zwangsläufig den Kleineren.





 





 



Auf dem Bild bewegt sich der 'Kleine Rote Fleck' auf sein größeres Pendant zu.



Wir schreiben den 28. Juni 2008, als sie sich zum ersten Mal berühren, um zwei Wochen später, am 8. Juli, ineinander verschmolzen zu sein.



Die Folgen für den größeren der beiden: Eine Masse- und Energiezunahme!





 



Ein kleines Video veranschaulicht das Ganze etwas besser:



 



 



 



 





Hoffe, es war interessant!





 



Liebe Grüße und bis Freitag,





 



Yggi


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Nun ja, angedeutet ist es ja schon im Titel, und ein größeres Rätselraten gibt es nicht. Die Rede ist nicht von irgendeiner stilisierten Menschenfigur, sondern von einem wirklich wahren König, der diesen Titel auch verdient.



 



Es handelt sich natürlich um den Jupiter, den größten Planeten in unserem Solarsystem.



 





Originale Größe



 



 



Wahre Gigantomie



 



Jupiter, der Göttervater in der römischen Mythologie, Sohn des Saturnus, pflegte sehr viele Beziehungen zu anderen weiblichen Gottheiten. Er regierte mit sprichwörtlichem Blitz und Donner über die Menschen und hatte unter ihnen viele, denen er wohlgesonnen war.



 



Die Anzahl seiner Geliebten ist unbekannt, genauso wie die seiner Monde. Konnte man diese damals schon sehen? Konnten (alt)römische Astronomen/Sterndeuter bereits die Anzahl von Monden sehen, die sich um den Jupiter bewegt? Nun vermutlich nicht, weswegen die Anzahl der Geliebten nicht mit der der Monde in Verbindung stehen kann. Auch wenn das manche gerne behaupten.



 



Jupiter ist ein sogenannter Gasplanet. Gasplaneten haben immer einen extrem heißen, vermutlich zähflüssigen Kern von immenser Größe, um den sich entsprechende Massen an diversen Gasen ansammeln. Und offensichtlich besitzt Jupiter einen Kern, der sehr groß ist und in der Frühzeit des Sonnensystems sehr viel Gas angesammelt haben muss.



 



Plattentektonik, Vulkanismus oder Gebirge kann man als Beobachter nicht entdecken, und es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass sich solche Gebilde lange halten könnten. Dafür kann unser 'König' mit anderen Superlativen auftrumpfen.



 



 



Einige Zahlen und Vergleiche



 



Der am Äquator 142.984 km und an den Polen 133.708 km große Planet benötigt für einen Umlauf um die Sonne 11,86 Jahre. Seine Umlaufgeschwindigkeit ist dreimal langsamer als die der Erde, sie beträgt ca. 11 km pro Sekunde (Erde = ca. 33/34 km/s); Körper, die weiter entfernt von der Sonne sind, haben eine langsamere Bahngeschwindigkeit als die, welche der Sonne nahe sind.



Seine Masse schlägt mit 1,899 · 1027 kg zu Buche - zum Vergleich, die Erde 'wiegt' 5,974 · 1024 kg. Im Grunde bedeutet das: Jupiter bringt deutlich mehr auf die Waage als unser Planet. Mehr als hundert Mal so viel.



 





Originale Größe



 



Doch verglichen mit seiner schieren Größe (12 - 13-facher Erddurchmesser) ist der Gasriese ein Leichtgewicht. Aber weshalb wiegt er so 'wenig'?



 



Die Antwort liegt im Wort: GAS-Riese. Ein Großteil seiner Masse ist in (dicht konzentriertem) Wasserstoff (zu 90 % +- 2 %), Helium (zu 8 % +- 2 %), Methan und Ammoniak (sehr gering, kaum mehr als 1%) zu finden; der Kern besteht aus schweren Metallen, welche eine ca. 20-fache Erdmasse haben.





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