Yggi's Kosmos

Eine Reise durch Raum, Zeit & die Welt der Videospiele

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Das Sonnensystem: Die Sonne, die Planeten, die Erde, Asteroiden und Monde - unser Sonnensystem entstand vor fünf Milliarden Jahren aus einer rotglühend rotierenden Gasscheibe. Nachdem unsere Sonne im gravitativen Zentrum des Sonnensystems gebildet wurde, formten sich die Planeten aus der Protoplanetaren Scheibe, die die Sonne umgab.

 

In diesem Video schauen wir uns die Prozesse an, die das Sonnensystem formten. Dabei gehen wir sehr detailliert auf die Entstehung der Sonne, der Planeten und der Erde ein, schließlich sogar auf die Entstehung des Lebens.

 

Wie immer wünsche ich euch an dieser Stelle viel Spaß mit dem Video und hoffe, dass ihr es interessant finden werdet.

 

 

 

 

Ps: Ein solch langes Video habe ich noch nie produziert. Das ist jetzt die längste Doku, das ich je online gestellt habe images/smilies/m-smile.gif


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Schon seit Urzeiten, seit den ersten Minuten des Lebens, ja, seit den ersten Minuten unseres Planeten, kreist die Erde in einer regelmäßigen Bahn um ein Objekt, dass lebenswichtiger nicht sein könnte. Die Rede ist weder von irgendeinem Planeten oder Meteor, sondern von der lichtspendenden Sonne, dem Gestirn, dem wir unsere Existenz, unsere Geschichte, sogar alles Leben auf der Erde verdanken.

 

 

 

Sol omniam temporat - Die Sonne erwärmt alle

 

 

Die romantische Sicht auf die Sonne wich durch Jahrhunderte hinweg einer wissenschaftlichen, ebenso fast romantischen Faszination. Je mehr Astronomen über sie herausfanden, desto begeisterter wurden die Menschen.

 

 

Im Altertum verehrten die Ägypter Ra, den Sonnengott, die Majas maßen ihr eine besondere Beeutung bei, in anderen Mythologien ist es ein Reiter, der die Sonne über den Himmel trägt. In vielen Fällen ist die Sonne eine personifizierte Naturgewalt, der die Menschen ihre Existenz verdanken. Letzteres ist genauso richtig wie das Erste: Die Sonne scheint das personifizierte Feuer zu sein, denn was in und außerhalb des Sterns abgeht, kann man nur mit Höllenglut beschreiben - einer Höllenglut, die Leben schenkt und es am Ende wieder nehmen wird.

 

 

 

Die Ausmaße der Sonne

 

 

 

Etwa 108 mal kleiner als die Sonne ist die Erde - oder, in anderer Leserichtung: Die Sonne hat den 108fachen Durchmesser der Erde. Die Erde würde 1 Mio. mal in ihr Inneres passen. Sie verarbeitet pro Sekunde 350 Mio. Tonnen Materie.

 

Größeres Bild

 

 

Die Ausmaße der Sonne sind wahrhaft gigantisch. Die Erde ist klein wie eine Erbse im Vergleich zu unserem Zentralgestirn, während die Sonne ein aufgeblasener, Wasserstoff zu Helium fusionierender Wasserball ist, der ständig in seinem Inneren soviel Energie in einer Sekunde wie verbrennt, wie die Menschen in mehreren Jahrhunderten verbrauchen. Den hundertfachen Erddurchmesser hat die Sonne, und die millionenfache Masse derselben.

 

 

Ein Gigant des Weltalls ist jedoch nur so groß, wie es die Materie erlaubt, die er sich einverleiben kann. Und obwohl die Sonne für uns ein riesiges Ding ist, ist sie doch im Vergleich mit anderen Sternen ein kleiner Zwerg.

 

 

5 Lichtminuten benötigt das Licht von der Sonne, um zur Erde zu gelangen; das sind 150 Mio. Kilometer, die man als AE bezeichnet, als Astronomische Einheit (Erde-Sonne-Distanz). Der Mars ist z.B. "nur" 2-3 AE entfernt, während Planeten wie Pluto oder Neptun schon mehrere AEs entfernt sind.

 

 

 

 

Aufgebaut ist die Sonne sehr simpel: Im Grunde genommen besteht sie aus einem unglaublich heißen Kern, in welchem die Kernfusion von Wasserstoff zu Helium abläuft, und der äußeren bis mittleren Schicht, durch welche die gesamte Energie nach außen gelangt.

 

 

Die Sonnenoberfläche ist nur 5000 °C heiß (was ungefähr die Temperatur im Erdkern wäre) und wird ständig durch sog. Protuberanzen aufgerüttelt, Ausbrüchen auf der Sonnenoberfläche. Diese sind jedesmal unglaublich groß, größer als de Erde. Außerhalb der Sonne befindet sich die Korona, die kurioserweise heißer ist als die Oberfläche. Möglich ist das, weil die Hitzeenergie des Innern in Form von Strahlung (= Licht) nach außen entweicht und in dieser Höhe sehr intensiv ist. Die Korona kann man besonders gut bei Sonnenfinsternissen sehen.

 

 

 

 

Betrachtet man die Sonne durch spezielle Gläser oder Folien, sind schwarze Punkte auf ihrer Oberfläche zu erkennen: Das sind sie sog. Sonnenflecken, jeder davon mit einem mehrfachen Erddurchmesser versehen. Sonnenflecken sind Gebiete auf der Oberfläche der Sonne, die kühler sind als ihre Umgebung. Hervorgerufen werden sie durch magnetische Löcher und Schwankungen im Magnetfeld der Sonne, das bis zu den äußeren Planeten reicht. In Zeiten hoher Sonnenaktivität, so einige Wissenschaftler, ist die Sonne selbst sehr aktiv.

 

 

Ohne die Sonne gäbe es, im wahrsten Sinne des Wortes, kein Licht auf der Erde, das uns den Weg weisen würde. Wie das Licht jedoch ins Sonnensystem kam, wie es sich gebildet hat, das soll in den nächsten Tagen geklärt werden, wenn wir uns mit der Entstehung des Sonnensystems in einem längeren Video beschäftigen werden.


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Unter Space Debris versteht man von den Menschen produzierte und in den Weltraum gebrachte Objekte, die keinen Nutzen mehr haben oder außer Kontrolle geraten sind - sog. Weltraumschrott.

 

 

Von diesem Weltraummüll gibt es Abermillionen an kleinen Teilchen im Erdorbit.

 

 

Welche Gefahren durch diese Teilchen für die Raumfahrt bestehen, werden wir in diesem Beitrag behandeln. Der Sternenheini wünscht euch viel Spaß beim Betrachten dieses Videos!

 

 

 

 


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Astronomen entdecken einen Planeten, der zu 1/3 aus Diamanten besteht!

 

 

Was anmutet wie eine Meldung der Titanic oder des Postillons, wurde nicht von einem Satireblättchen ins Leben gerufen, sondern von Astronomen verkündet: Das unbenannte Planetensystem um den Stern 55 Cancri in etwa 40 Lichtjahren Entfernung besitzt einen Planeten, eine sogenannte Supererde mit der achtfachen Masse unseres Planeten und dem doppelten Radius, der zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus Diamant besteht.

 

Die Wissenschaftler stellen sich den Planeten folgendermaßen vor (Konzeptzeichnung):

 

 

Quelle

 

Der Planet soll unter einer Graphitschicht, die laut den Forschern ähnlich der Erdkruste sein soll, eine dicke Diamantenschicht aufweisen, ganz im Inneren, wie bei unserer Erdkruste, einen Kern aus geschmolzenem Eisen. Laut Nikku Madhusudhan von der Yale University soll das der "erste Blick auf einen Planeten mit einer fundamental anderen Zusammensetzung als unsere Erde" sein.

 

Der 55 Cancri e ist eine sog. Supererde, also ein Planet größer als die Erde, aber kleiner als Gasriesen wie Neptun oder Jupiter. Er umläuft in einer Zeit von 18 Stunden einmal sein Zentralgestirn; sein Abstand von seiner Sonne dürfte damit so gering sein, dass Temperaturen jenseits der 1.000°C auf ihm herrschen.

 

Der Planet ist zwar schon seit 2004 bekannt, doch erst später gelang es den Forschern einen Transit (einen Vorbeizug des Planeten vor der Sternenscheibe seines Sterns) zu beobachten. Mithilfe der dadurch gesammelten Daten und des Infrarotleuchtens versuchten die Wissenschaftler, dessen Zusammensetzung herauszufinden.

 

 

Diamant entsteht unter hohem Druck und in unglaublichen Tiefen.

 

So könnten laut der Forscher mindestens drei Planetenmassen des Himmelskörpers aus Diamant bestehen, wenn nicht sogar noch mehr. Dazu bestehe, so das Teammitglied Kanani Lee, die Erde im Inneren hauptsächlich aus Sauerstoff und wenig Kohlenstoff, während der entdeckte Planet sehr viel Kohlenstoff besitzen solle.

 

Dass der Planet hauptsächlich aus Kohlenstoff bestehen soll, würde somit die vermuteten ungeheuren Mengen an Diamant erklären, die sich unter der Graphitschicht des Exoplaneten verbergen sollen. Seine Größe und Kohlenstoff haben es dem Planet also ermöglicht, unter ungeheurem Druck diese gigantische Masse von drei Erdplaneten an Diamanten entstehen zu lassen.

 

Während das Bestimmen des Alters, des Aussehens, der Brenndauer und der Größe von Sternen noch realtiv einfach ist, so begegnen den Forschern beim Bestimmen der Eigenschaften von Planeten große Schwierigkeiten; dies mag ein Grund sein, weswegen die Forscher nur mutmaßen können, wie der Planet innen aufgebaut sein könnte - sicher ist jedoch, dass man mit solchen Entdeckungen nicht mehr automatisch davon ausgehen kann, dass Planeten, die keine Gasriesen wie Jupiter oder Saturn sind, nicht zwangsläufig auch wie die Erde aufgebaut sein müssen oder ähnliche Eigenschaften wie sie besitzen. Eine andere Zusammensetzung kann z.B. bedeuten, dass Plattentektonik, Vulkanismus, etc. völlig anders funktioniert als auf der Erde.


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Wenn Astronomen, oder respektive ihre verlängerten Sehorgane, im All stationierte Teleskope und Satelliten, fremde Planeten (sog. Exoplaneten) entdecken, die um andere Sterne kreisen, so handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen "heißen Jupiter": ein Gasplanet, dem größten Planeten des Solsystems (unser Sonnensystem) nicht ganz unähnlich, umkreist in atemberaubender Geschwindigkeit und binnen weniger Tage seinen Heimatstern. Die unglaubliche Nähe zu seinem Stern heizt ihn auf, er ist ein "heißer Jupiter", wie eben eingeführt.

 

 

 

Wie er da so durch das interstellare Vakuum schwebt, erinnert er von der Oberflächenstruktur ein wenig an den Planeten Melancholia, der in Lars von Triers gleichnamigen Film mit der Erde zusammenkracht und alles Leben auslöscht.

 

 

Selten, oder so gut wie gar nicht, ist es möglich, dass unsere Teleskope Planeten entdecken, die der Erde ähneln - und doch, zwischen den mittlerweile weit über 1.000 katalogisierten Exoplaneten, die um andere Sterne kreisen, gesellt sich ein "winziger" Planet hinzu, der seit Wochen schon als Ausnahme und als Glückstreffer bezeichnet wird. Es scheint, als habe die Raumsonde Kepler, benannt nach dem bekannten Astronomen, der die Planetenbewegungen kartographierte und die kepler'schen Bahnen einführte, einen Planeten entdeckt, der nicht nur so groß ist wie die Erde, sondern auch (und hier kommt die eigentliche "Sensation") bewohnbar sein könnte.

 

 

Ganze 600 Lichtjahre - ein interstellarer Katzensprung - entfernt liegt der Planet, der von den Astronomen der 1902 in Washington gegründeten Carnegie Institution for Science Kepler 22b getauft wurde. Der Exoplanet ist ca. 2,4fach so groß wie die Erde und umkreist einen Stern der G-Klase, zu der auch unsere Sonne gehört. Der Stern ist jedoch etwas leuchtschwächer als Sol, sodass der Planet ein wenig näher zu seinem Stern sein muss als unsere Erde zur Sonne, um den Defizit an Leuchtkraft auszugleichen.

 

 

Und auch dieses Kriterium scheint Kepler 22b zu erfüllen: Er ist etwa 15% näher an seiner Sonne dran als die Erde an unserer, was ihn durchaus in die sog. habitable Zone bringt - jene Zone um einen Stern, in der weder zu viel noch zu wenig Sonnenstrahlung auf den Planeten gelangt und die hypothetisch für lebensfreundliche Umweltbedingungen sorgt. Der Exoplanet umkreist seinen Stern in 290 Erdtagen, auf ihm herrscht eine Temperatur von 22 Grad Celsius. Das Vorhandensein von flüssigem Wasser, unserem Verständnis von Exobiologie nach unabdingbar für die Entstehung von Leben, könnte also der Fall sein.

 

 

Der Planet umkreist einen Stern, der sich ziemlich leuchtschwach zwischen den Sternbildern Leier und Schwan kaum von seiner stellaren Umgebung abhebt. Ob es sich bei Kepler 22b um einen Gesteinsplaneten oder einen Gasplaneten handelt ist nach wie vor ein Rätsel - Astronomen sind sich sicher, dass auf einem Gasplaneten kein Leben existieren könnte. Deswegen ist es vorerst das oberste Ziel der Wissenschaftler, die Natur des Planeten näher zu erforschen.

 

 

 

Kepler 22b ist etwa 2,4fach so groß wie die Erde. Ob es sich um einen Gesteinsplaneten (nur auf diesen wird die Möglichkeit der Entstehung von Leben vermutet) oder um einen Gasplaneten handelt, ist nicht bekannt.

 

 

Kepler 22b ist damit der erste Planet, der eine sog. "Supererde" sein könnte. Supererden, das sind größere "Variationen" unserer Erde, also Gesteinsplaneten, etwas größer als die Erde, auf denen Lebensbedingungen wie bei uns herrschen könnten.

 

 

Das Besondere an der Entdeckung ist nicht, dass es sich um eine Supererde handeln könnte - von den bereits mehr als 1.000 entdeckten Planeten sind etwa nur 50 in dem Bereich eines kleineren Gesteinsplaneten - sondern dass es sich um eine Supererde handelt, die sich in der habitablen Zone befindet! Bisherige Entdeckungen von Planeten in der habitablen Zone haben nur heiße Jupiter gezeigt - Kepler 22b ist tatsächlich der erste Exoplanet, den man nach jahrelanger Sucherei als Supererde in einer bewohnbaren Zone um seinen Heimatstern zuordnen könnte.

 

 

Alan Boss, der führende Astronom an dem Institut, das den Planeten entdeckte, meinte ganz ungeniert, dass die Entdeckung von Kepler 22b erst das wahre Ausmaß von bewohnbaren Planeten in der Milchstraße enthüllen könnte.

 

 

Meine Ansicht der Entdeckung

 

Wow, was eine Entdeckung... solche Sensationsmeldungen zeigen, dass es sich lohnt, Gelder für die Beobachtung des Weltraums zu verwenden. Diese Entdeckungen lehren uns nicht nur etwas über die ferne Fremde, sondern auch über unsere Heimat. Und darüber, dass wir das Leben wertschätzen sollten, denn allem Anschein nach ist es selten. Wenn nicht sogar einzigartig auf weiter Flur; wer weiß, wo der nächste bewohnbare (und bewohnte!) Planet sich befindet...


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Es ist soweit - endlich, nach langer, langer Zeit der Muse (und Faulheit) wieder ein Eintrag zur Reihe Yggi's Kosmos images/smilies/m-smile.gif

 

 

Diesmal befassen wir uns mit dem Thema Die einsame Erde. Dreh- und Angelpunkt des Themas ist die herausragende Bedeutung unseres Planeten für das Leben auf eben jenem: Warum ausgerechnet hier Leben entstanden ist, reißen wir hier zwar nur im Entferntesten an, doch erhaschen wir vielleicht auch einen kleinen Blick auf die großen kosmischen deterministischen Kräfte, die unser Dasein form(t)en.

 

 

Nicht ein Gott war es, der uns erschaffen hat, sondern das Universum in sich - es trägt die Saat des Lebens in sich; es müssen "nur" die richtigen Bedingungen herrschen, und dann sprießt und krabbelt es überall. Dass diese Bedingungen dem Zufall - und dem eben bereits genannten Determinismus - fast schon ein biblisches Werk abfordern, wird in diesem Eintrag behandelt.

 

 

Viel Spaß beim Lauschen. Kritik jeglicher Art ist wie immer willkommen images/smilies/m-smile.gif

 

 

 


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Jules Verne hat in seinem Werk „20.000 Meilen unter dem Meer” einmal folgendes über das Meer geschrieben:

 

 

Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.

 

 

Schon immer wird das Meer mit Unendlichkeit, seit der Romantik gar mit Sehnsucht assoziiert – für unsere Vorfahren war es eine feuchte Hölle, ein schwarzer Fleck auf der Landkarte, das ultimative Fremde. Bedingt durch den Bericht der Sintflut in der Bibel hielt sich die Angst vor großen Wassermengen bis in die Neuzeit hinein, und es bedurfte der Wissenschaft, den Menschen diese Furcht zu nehmen und sie (teilweise) in Faszination und Sehnsucht umzuwandeln.

 

 

Doch noch heute wissen wir mehr über die Oberfläche des Mondes, ferne Galaxien und andere Planeten als über unser eigenes Meer. So wird es uns populärwissenschaftlich erklärt.

 

 

Es könnte eine Ironie sein, dass eine kleine blaue Perle im All, die so unscheinbar winzig und bedeutungslos ist, Leben beherbergt, welches nun etwas wahrhaft Gigantisches entdeckt hat. Das dürfte eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre sein.

 

 

Das, wovon ihr nun gleich lesen werdet, ist so ungeheuerlich und doch so typisch für den weiten Kosmos, der immer wieder Überraschungen für uns parat zu halten scheint.

 

 

Es waren die Astronomen des bekannten Mauna Kea- Observatoriums in Hawaii, die in 12 Mrd. Lichtjahren (man merke, dass ein Lichtjahr 10 Billionen Kilometer sind) einen Quasar entdeckten, der von etwas höchst ungewöhnlichem umgeben ist: Einer gigantischen Menge an Wasser, fast 140 Billionen mal so viel, wie auf der Erde zu finden ist.

 

 

 

Zwar gibt es noch kein Bild der Entdeckung, doch könnte man sich die Umgebung des Quasars so vorstellen - während das schwarze Ungeheuer Materie frisst, stößt es dabei unablässig Strahlung und Material aus. Entweder treffen diese wie im Bild auf ein Hindernis und werden abgebremst, oder sie bündeln sich gravitativ und sammeln sich an einem Ort, wie es wohl bei dem 'Wasserquasar' der Fall ist.

 

 

Diese Entdeckung ist in dreifacher Hinsicht ungewöhnlich und spektakulär: Einmal, weil diese Wasserquelle 12 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist – rechnet man das in der Zeit zurück, so ist dieses Wasser 12 Mrd. Jahre alt (wer weiß, ob der Quasar und das ihn umgebende Wasser heute noch bestehen). Dies ist (zweitens) ungewöhnlich, vermutete man bisher die Entstehung von molekularem Wasser nie in solchen großen Mengen, und auch nicht zu diesem frühen Zeitpunkt.

 

 

Drittens: Dieses Wasser ist frei. Es existiert auf keiner Planetenoberfläche, sondern es ist eine riesige Molekülwolke, welche ein schwarzes Loch mit der Masse von 20 Milliarden Sonnen umkreist. Während das schwarze Loch Materie auffrisst und dabei in einem Jahr soviel Energie wie 200 Billionen Sonnen produziert, stößt es dabei auch Material aus – ein Teil dieses Materials verwandelt sich in der Nähe des schwarzen Lochs zu Wasser und wird – das ist der Clou an dieser Sache – nicht wieder absorbiert, sondern mit hohen Geschwindigkeiten ausgestoßen; es sammelt sich an einer Stelle in ‚sicherer’ Entfernung zum schwarzen Loch. Unser Wasserreservoir ist geboren.

 

 

Die Vorstellung einer Quelle von Wasser in einer solchen Entfernung lässt unwillkürlich auf Leben denken, da das Molekül einer der entscheidenden Substanzen bei der Entstehung von sich selbst reproduzierbarer Materie ist – bedenkt man jedoch, dass das Wasser sich in einer höchst strahlungsbelasteten, sehr energetischen Umgebung befindet und diese sich ständig umgestaltet, ist ein störungsfreier Ablauf der Entstehung von Leben eher nicht gegeben.

 

 

Doch ist alleine schon die Tatsache, dass es Wasser nicht nur auf Planetenoberflächen geben kann, eine Sensation. Zwar hat man das vorher schon vermutet und immer wieder indirekte Beweise erbracht, doch eine direkte Beobachtung mit anschließenden wissenschaftlichen Daten konnte erst 2008 vorgelegt werden.

 

 

 

Nicht nur die Erde allein hat ein Vorrecht auf Wasser - es gibt mehrere Orte im Sonnensystem, an denen sich noch größere Mengen Wasser als auf der Erde befinden. Einer dieser Orte ist der Jupitermond Europa, unter dessen kilometerdicken Eiskruste ein Ozean von unvorstellbarem Ausmaße existiert.

 

 

Noch im 19. Jahrhundert dachten viele Menschen, die Meere der Erde wären die Überreste jener biblischen Sintflut, vor der wir Menschen uns Jahrhunderte lang fürchteten. Doch müssen wir das Wasser nicht fürchten, sondern respektvoll mit ihm umgehen, denn wir haben nicht die Möglichkeit, mal eben 12 Mrd. Lichtjahre zu fliegen und frisches Wasser zu tanken. Verantwortungsvolles Bewusstsein und auch Umgang mit dem Quell allen Lebens sollte unsere höchste Priorität besitzen.
 


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Ja, es kann jederzeit passieren - in diesem Punkt haben Medien wie BILD oder eine beliebige andere, Panik produzierende Zeitung oder ein Schmierblatt Recht.


Tatsächlich wird die Erde täglich von Millionen Kleinstkörpern getroffen - das bisher, also während der Entwicklungsgeschichte der Menschheit, noch nichts Größeres geschah, ist vielmehr ein Produkt der Tatsache, dass die meisten Asteroiden oder Meteoriten viel zu klein sind, um überhaupt als Festkörper auf die Erdoberfläche zu gelangen, da sie in der Atmosphäre verglühen und so keine Gefahr darstellen.

 

So ähnlich auch am vergangenen Mittwoch, vor zwei Tagen. Zwei Asteroiden mit wenigen Metern Durchmesser haben die Erde in einem Abstand passiert, der näher an der Erde ist als der Mond. Die Flugbahnen der Gesteinsbrocken verliefen wie folgt:

 

 

Die als 2010 RF12/RX30 bezeichneten Kleinstkörper kamen jeweils aus ganz unterschiedlichen Richtungen des Sonnensystems. RF12 ist wohl aus dem Kuiper-Gürtel in die Nähe der Erde gelangt, während RX30 aus der Nähe des Asteroidengürtels, der sich zwischen Mars und Jupiter befindet, in unsere unmittelbare erdnahe Umgebung kam.

 

2010 RX30 hat einen Durchmesser von zehn bis 20 Metern und näherte sich der Erde bis auf die 0,6-fache Mondentfernung (rund 248.000 Kilometer) an. Zeitpunkt der dichtesten Annäherung war 11:51 Uhr, also mittags. 2010 RF12 ist mit einem Durchmesser zwischen sechs und 14 Metern vermutlich etwas kleiner und näherte sich der Erde bis auf 0,2-fache Mondentfernung (rund 79.000 Kilometer) an. Seine geringste Entfernung erreichte er um 23:12 Uhr.


Im Asteroidengürtel, der auf den Planeten Mars folgt und dessen Reste sich nie zu einem ganzen Planeten formen konnten (Protoplanet Pallas oder der Asteroid Ceres sind Zeugen dieses abgebrochenen, planetaren Wandlungsprozesses), befinden sich schätzungsweise etwa 50 Mio. Asteroiden mit einem Durchmesser von bis zu 10 oder 20 Metern. Täglich, so Forscher, kommen Brocken mit bis zu einem Meter Durchmesser an der Erde vorbei - Asteroiden mit 10 Metern oder mehr sind allerdings sehr viel seltener und rasen nur alle 10 bis 20 Jahre in Richtung des blauen Planeten.


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Mich als Astronomie-Begeisterten macht es immer noch sprachlos, wenn ich das Leben auf der Erde betrachte: So unwahrscheinlich, wie es ist, hat doch mindestens ein Planet im Universum einen kreativen Blowout gemacht und ein Utopia für organische Materie hervorgebracht.
Dass dabei eine Reihe von Zufällen eine extrem wichtige Rolle spielt, vergessen wir oft - wir nehmen das Leben hin, so wie es ist und machen uns keine Gedanken darüber. Doch wenn wir folgende Ursachen betrachten, wegen derer es überhaupt zu (mehr)zelligem Leben kommen konnte, dann ist das Ganze nur unvorstellbar - und doch Realität, weil es uns gibt.


Nichts zeigt uns eindrucksvoller die Einsamkeit der Erde im Weltall als jenes Bild, welches von der Voayger-Sonde aus über 9 Mrd. km Entfernung aufgenommen wurde: Kurz bevor die Sonde in den interstellaren Raum übertrat, befahl man ihr, noch einmal ein Foto aller Planeten aus dieser riesigen Entfernung zu schießen. Herausgekommen ist ein unscheinbarer, kleiner Punkt, der ein Stern sein könnte, aber unsere Erde ist - dieses Bild macht die Verletzlichkeit unseres kleinen Planeten umso bewusster.

 

Es kam zum Leben auf Erden wegen folgender Ereignisse/Zustände dazu muss gesagt werden, dass jedes dieser Ereignisse für sich gesehen schon ein unglaublicher und sehr unwahrscheinlicher Zufall ist):

  • die richtige Entfernung vom Zentralgestirn bewirkt, dass es flüssiges Wasser, geeignete Umweltbedingungen für komplexes Leben und eine umlaufsynchrone Planetenrotation gibt; letzterer würde aus der Erde einen Planeten wie Venus oder Merkur machen, die der Sonne immer dieselbe Seite zeigen
  • die richtige Masse des Zentralgestirns: Eine Sonne mit hoher Masse wäre bereits nach 100 Mio. Jahren vergangen - ein Stern muss eine ausreichend hohe Lebensdauer besitzen, damit es auf Planeten zu Leben kommen kann. Weiterhin verhindert eine 'kleine Sonne' zu hohe UV-Belastung
  • stabile Planetenbahn: Hätte sich Jupiter auch nur ein wenig näher zur Sone hinbewegt, hätte er die Gesteinsplaneten rausgekegelt oder in Richtung Sonne geschleudert
  • ein Jupiter-artiger Planet: Er fängt Meteoriten und Kometen ab, lenkt sie zurück in die Tiefen unseres Sonnensystems - ohne Jupiter käme es auf der Erde 1.000 mal häufiger zum Einschlag von großen Brocken - dieser Planet darf nicht zu nahe und nicht zu weit entfernt sein
  • die richtige Planetenmasse: Atmosphäre und Ozeane werden gehalten, es wird genügend Eigenwärme für die Plattentektonik produziert und ein fester geschmolzener Kern - diese für das Recycling der Materie zuständigen Faktoren kommen nur auf einem Planeten mit genügend hoher Masse vor
  • Plattentektonik: Der Dynamo (= flüssiger Erdkern) produziert das Erdmagnetfeld, ohne dass uns die Sonnenstürme in ihrer vollen Wucht träfen. Weiterhin ist die Plattentektonik die Bildung der Landmassen verantwortlich, die genügend biologische Lebensräume garantieren müssen
  • Ozeane: Sie initiieren das Leben ohne das Wasser gäbe es nichts auf unserem Planeten. Von ihnen darf es nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige geben
  • ein großer Mond: Unser Mond stabilisiert die Planetenachse - ohne unseren lunaren Begleiter würde die Erde taumeln. Außerdem fungiert ein Mond als zusätzlicher Schutzschild
  • die richtige Neigung der Planetenachse: Wäre sie zu stark geneigt, käme es zu katastrophalen klimatischen und jahreszeitlichen Bedingungen/Veränderungen
  • Einschläge aus dem All: Würde ein großer Meteorit einschlagen, könnte er die Erde sterilisieren - ein Brocken in der Größe eines kleineren Planetoiden würde aus der Erde einen Ball aus geschmolzener Lava machen, die bis zum kleinsten DNS-Molekül jegliche organische Materie auslöscht. Es darf also nur zu kleineren kommen, von denen es allerdings nicht zu viele geben darf
  • Kohlenstoffdioxid: Der Treibhauseffekt existiert schon seit Milliarden von Jahren. Der Natürliche Treibhauseffekt ist dafür verantwortlich, dass es nicht zu kalt auf der Erde wird - eine übermäßige Konzentration dieses Gases würde aus der Erde eine ähnliche Gluthölle machen wie die Venus
  • Sauerstoff i.d. Atmosphäre: Die richtige Konzentration der Atmosphäre ist wichtig - Sauerstoff als Energielieferant für mehrzelliges Leben ist essenziell wichtig
  • die richtige Galaxis: Die Galaxie darf nicht zu alt sein (sonst wäre sie zu inaktiv) oder zu jung (sonst wäre sie zu inaktiv)
  • die richtige Position des Sonnensystems in der Galaxis: Nicht im Zentrum, nicht zu weit außerhalb, nicht in einem Kugelsternhaufen, nicht in Gegenden, in denen Sterne entstehen, etc.

Die Liste ließe sich noch lange weiterführen... weitere Faktoren, die allerdings austauschbar sind, wären Ereignisse wie die kambrische Lebensexplosion (mehrzelliges Leben tauchte plötzlich in Scharen auf) und ab und zu ein Massensterben, denn nichts ist schlimmer für das Leben, als eine statische Umwelt, die sich nicht verändert - Massensterben sind dazu da, das Leben in Stress zu versetzen und neue Überlebensmechanismen zu entwickeln.
 


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Wie würde das Leben reagieren, wenn ein Komet/Asteroid mit 30 oder 40km Durchmesser auf der Erde einschlüge? Der Mondkrater Bailey und das Beinahe-Schicksal der Erde



Der Yggi mit der (nicht vorhandenen) Erklärbärstimme wird diesmal nicht audiovisuell in Erscheinung treten, sondern ein wirklich sehr interessantes Thema schriftlich darlegen, also so, wie ich es anfangs gemacht habe. Dennoch weden diese Einträge unter meinem Label "Yggi's Kosmos" laufen, um Kontinuität zu gewähren.



 



Nun, diese Frage lässt sich nicht beantworten, da es keinen vergleichbaren Fall in jüngster Vergangenheit auf unserem Planeten gibt; zum Glück, möchte man sagen, denn mit kosmischen Brocken ist nicht zu spaßen - in vollem Ernst.



Ein Komet oder ein Asteroid ist umso gefährlicher, je größer er ist und je schneller er sich durch das interstellare (sprich, das Vakuum des Sonnensystems) Medium bewegt. Schlägt ein Asteroid auf einem Himmelskörper ein, erhitzt er den Untergrund derart, dass dieser aufgeschmolzen wird. Der Einschlagkörper wird bei der entstehenden Hitze fast komplett vernichtet, er "verpufft", was in der Fachsprache "varporisiert" genannt wird - festes Felsenmaterial wird blitzschnell zu Gas.



Die dabei entstehende Energie ist gewaltig; so würde bereits ein Asteroid von der Größe eines normalen Wohnhauses auf der Erde einen Krater von 1 km Durchmesser produzieren und mit der Energie von ca. 5 Atombomben einschlagen; wie gewaltig muss dann ein Einschlag eines Körpers sein, der Dimensionen eines kleinen Landes besitzt?



So geschehen auf dem Erdtrabanten, den wir unter der Bezeichnung Mond kennen: Dort befindet sich ein Krater namens „Bailey“ (bitte nicht mit dem Alkohol verwechseln!), welcher in der Ausdehnung 300 km misst und mit der Fläche Bayerns und Hessens zu vergleichen wäre.



Krater auf dem Mond, die über 100 oder 200 km groß sind, werden als Wallebenen bezeichnet, da sie eben jene darstellen – große Flächen, tiefer als die restliche Mondlandschaft, mit einem deutlich zu sehenden Kraterrand; jene Impaktkrater sind jedoch nicht durch Vulkanismus oder geologische Verwerfungen, sondern, wie ihr Name bereits vermutet, durch den Einschlag kosmischer Brocken entstanden.





Bailey ist wahrlich ein großes Ding, einer der größten uns bekannten Krater, hier auf dem Bild allerdings nur sehr undeutlich zu sehen, da er durch andere Einschläge überlagert wurde.



Es wird nun vermutet, dass Baileydurch einen Brocken entstanden ist, er um die 30 oder 40 km misst – kein Problem, möchte man meinen.



Doch sind jene Brocken in geologisch sowohl junger als auch älterer Vergangenheit der Grund für Massensterben gewesen: Die Dinosaurier sind vor 65. Mio. Jahren durch den Einschlag eines ca. 10 km riesigen Gesteinsbrockens ausgestorben, vor mehr 500 Mio. Jahren verursachte ein doppelt so großer Komet eine globale Eiszeit, die mehrere Mio. Jahre dauerte und das Leben auf der Erde fast zum Komplettaussterben brachte.



Was nun ein Brocken wie “Bailey“ (nennen wir den Kometen mal genauso wie den Krater) auf der Erde angerichtet hätte, bleibt selbstverständlich Gegenstand purer Vermutungen; sicher ist jedoch, dass er vermutlich das Aussehen des blauen Planeten grundlegend verändert und vielleicht die Erde unbewohnbar gemacht hätte.



Doch zum Glück haben wir unseren Mond, der uns protegiert und auf dem wir die Auswirkungen solcher katastrophalen Einschläge ohne die Veränderungen, die einen Krater auf der Erde zerstören würde (Erosion, Überflutung, Plattentektonik). Deswegen sind die Krater auf dem Mond geologische Fossilien, anhand derer wir beobachten können, wie solche Einschläge ablaufen.



Bailey hätte der Erde einen massiven Todesschlag versetzt, hätten wir nicht den Mond - wieder einmal können wir von Glück reden, was uns angeht, denn wir haben so vieles, das uns beschützt und machen so wenig, um uns selbst zu schützen.


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