Yggi's Kosmos

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1994 geschah eine kosmische Katastrophe, als 18 Fragmente des Kometen Shoemaker Levy 9 auf dem Jupiter einschlugen und ein Höllenfeuer verursachten.

 

 

Dieses Video beschäftigt sich damit, die Katastrophe darzustellen und sie zu rekonstruieren. Was genau ist passiert und wieso hat es ausgerechnet den Jupiter getroffen? Was wäre, wenn es keine Gasplaneten im Sonnensystem gäbe? Es wird versucht, diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

 

 

 

 


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Der Einschlag des Kometen Shoemaker Levy 9

 

Shoemaker – dies scheint entweder der englische Name des Formel 1-Fahrers Michael Schuhmacher zu sein oder die amerikanisierte Version des gleichnamigen Berufs – bezeichnet einen mehrgliedrigen Kometen, der vor 16 Jahren in die Atmosphäre des Gasplaneten eintauchte und dabei ein Spektakel an Explosionen auf dem Jupiter und Verwunderungen bei den Erdastronomen hervorrief.

 

Die Besonderheit des Kometen lässt sich nicht anhand seiner Bestandteile aufzeigen, sondern an seinem Kurs, den er innerhalb unseres Sonnensystems eingenommen hat, und schließlich der Tatsache, dass er in der Umlaufbahn des Gasriesen in 18 Teile aufgesplittert wurde, die nacheinander in der Atmosphäre des Planeten verglühten bzw. explodierten.

 

Die offizielle Bezeichnung des Kometen war D/1993 F2 (Shoemaker-Levy). 1993 steht für das Entdeckungsjahr, F2 ist eine numerische Bezeichnung zur Identifikation, während das D vor dem Namen für das Adjektiv 'disappeared' steht, also verschwunden.

 

Schon 1960 schwenkte der Komet, zu diesem Zeitpunkt noch ein einzelner großer Brocken, in eine Umlaufbahn um den Jupiter ein und überschritt dabei die sog. Roche-Grenze. Diese bezeichnet ein bei allen Himmelskörpern auftretendes Phänomen, das wie folgt erklärt werden kann:

 

Jeder Himmelskörper hat eine bestimmte Festigkeit, die sich aus Art und der Dichte des Materials, aus dem er geformt ist, ergibt. Während Planeten oftmals große Gesteins- und Eisenklumpen sind oder Sonnen große Gasgiganten, bestehen Kometen oftmals aus Eisen – oder sie sind reine Eisklumpen. So war Shoemaker-Levy 9 ein Schmutzball aus gefrorenem Wasser und Staubpartikeln. Als Shoemaker-Levy nun in die Nähe des Jupiters gelangte, wurden die Gezeitenkräfte (bzw. Gravitationskräfte) des Planeten so groß, dass sie den Kometen in mehr als 18 Teile zerlegten. Die Roche-Grenze ist also ein Kriterium dafür, ab wann ein Körper von einem anderen 'zerrissen' wird – sie ergibt sich aus der individuellen Größe und der Zusammensetzung der Himmelskörper, hängt aber hauptsächlich von der Masse und der daraus folgenden Gravitation ab.

 

In mehreren Umkreisungen und stets kleiner und enger werdenden Bahnen näherten sich die Kometenfragmente seit 1960 dem Planeten an, bis sie 1994 dann, zwischen dem 16. und 22. Juli, in die Planetenatmosphäre eintauchten. In weniger als sechs Tagen konnte die Menschheit Zeuge der vernichtenden Kraft von Kometen werden, die auch auf Planeten wie Jupiter deutliche Narben hinterlassen.

 

Jede der Kollisionen hatte eine Sprengkraft, die der von ca. 50 Mio. Hiroshima-Bomben entspricht – zum ersten Mal konnten wir Zeuge des Zusammenpralls zweier Himmelskörper werden und die Auswirkungen eines solchen Zusammenstoßes sehr genau erforschen – sehr hilfreich war hier das Hubble-Teleskop, das erst 1990, also vier Jahre vor den Impakten, ins All gebracht wurde.

 

Über Monate hinweg waren die bis zu 12.000 km großen Einschlagsgebiete zu sehen, die schon wenige Minuten nach dem Kontakt zwischen Komet und Atmosphäre von der Erde aus erkennbar waren.

 

Grelle Lichtblitze durchzucken die Jupiteratmosphäre: Die mit Hochleistungsteleskopen aufgenommenen Bilder vermitteln einen guten Eindruck der Einschläge.

 

Sehbar waren auch die durch den Einschlag entstandenen Plumes, heiße Gasblasen, die sogar über den Rand des Planeten hinaus gesehen werden konnten. Unglück im Glück hatte auch Galileo: Die Sonde, die auf dem Weg zum Jupiter war, wurde wegen der Challenger-Katastrophe von 1986 erst vier Jahre später auf den Weg zum größten Planeten des Sonnensystems geschickt. Zwar konnten die Auswirkungen des Einschlags gemessen werden, aufgrund der hohen Entfernung der Sonde von 1 AE (ca. 150 Mio. km) zum Jupiter wurden allerdings nicht alle Details übertragen – wäre Galileo nur vier Jahre vorher ins All geschickt worden, hätten wir noch sensiblere Daten erhalten.

 

Mit Galileo haben es sich die Astronomen nicht nehmen lassen, in den Spektren der Plumes große Mengen molekularen Schwefels und Kohlenstoffdisulfids nachzuweisen – das ist mehr als durch die Explosion eines vergleichsweise kleinen Kometenkerns freigesetzt hätte werden können. Den Ursprung dieser Stoffe vermutet man in den tieferen Atmosphärenschichten des Planeten. Auch Ammoniak, Kohlenstoffmonoxid, Schwefelwasserstoff und Spuren von Eisen, Magnesium und Silizium wurden gefunden. Dies zeigt, dass die Explosionen nicht nur die oberen Schichten aufwühlten, sondern auch in tieferen Wolkenebenen 'Schaden' verursachten.

 

Ein in UV-Licht aufgenommenes Bild des Jupiter zu Einschlagszeiten zeigt eindrucksvoll die Zonen des Kontakts - insgesamt lassen sich acht Einschlagsgebiete ausmachen (teilweise sind zwei Fragmente aiuch gleichzeitig auf den Planeten gekracht):

 

 

In folgendem computeranimierten Video lassen sich die Einschläge sehr gut nachvollziehen – tatsächlich waren erst helle und hochenergetische Lichtblitze zu sehen, und Jupiter sich ein wenig drehte, tauchten die Einschlagskrater ebenfalls aus dem Schatten auf:

 


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Aberzehntausende Kleinstkörper befinden sich in unserem Sonnensystem, die es nicht zu einem Planeten geschaffen haben; sie stellen Überbleibsel aus der Frühzeit der Sonnenentstehung dar, ihre Zahl ist kaum überschaubar.

Zwar faszinieren Asteroiden die Menschheit seit jeher, doch birgt sich in ihnen ein ungeheures Gefahrenpotential: Wenn einer dieser Brocken auf der Erde einschlüge, wäre es mit dem uns bekannten Leben vorbei.

Diesen "Was-Wäre-Wenn"-Fall stelle ich euch in diesem Video vor - wie immer viel Spaß beim Schauen!

 

 

Ich denke, es wurde mal wieder Zeit, dass ich mich melde - mit diesem 'Paukenschlag' (sprichwörtlich images/smilies/xdsmileyvj7.gif) möchte ich mich hiermit für die entstandene monatelange Wartezeit entschuldigen - zwar kann ich nicht versprechen, dass jetzt regelmäßig neue Einträge kommen, aber ich werde versuchen, nun wieder etwas öfter online zu sein.


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