Yggi's Kosmos

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Teil 2 des Anspielberichts. Wie der WiiU-Controller in der Hand liegt und wie Batman, Assassin’s Creed und Pikmin 3 aussehen, werdet ihr im Folgenden lesen können.

 

 

Die Spielerfahrung (ich habe aufgrund Zeitmangels und Andrang nur ZombiU und NSMB U spielen können) beruht darauf, dass ich vorher nur in Ausnahmefällen HD Games gespielt habe. Die grafischen Eindrücke z.B. von Batman oder AC3 basieren deshalb nicht auf Vergleichen mit Editionen anderer Konsolen, da ich diese schlicht und einfach noch nicht auf einem HDTV-Bildschirm gesehen habe. Ich bitte, dies zu berücksichtigen. Posts á la "du hast keine Ahnung, als N-only bist du kein HD-Gamer, du musst das schon seit Jahren gespielt haben, um über HD urteilen zu können" werden ohne Ankündigung gelöscht, da sich dieser Bericht auf die Darstellung des Spielerlebnisses einer neuen Konsole und der ersten Begegnung mit einer HD-Konsole beschränkt - der ersten und einzigen, die ich mir kaufen werde. 


 

 

Der WiiU-Controller

 

 

Wie schon im ersten Teil des Anspielberichts möchte ich hier meine Eindrücke beschreiben, die ich von der WiiU hatte. In diesem Part geht es um die Handhabung mit dem WiiU-Controller, wie er in der Hand liegt und welche Ausstattung er hat.

 

 

Auf der Buchmesse habe ich das erste Mal überhaupt „live“ den Controller der WiiU gesehen. Ich war überrascht, denn ich hatte ihn mir weitaus größer vorgestellt – die Bilder des Pads liefern einen unzureichenden Eindruck der Größe des Pads.

 

 

Das Pad umfasst man mit zwei Händen. Es fühlt sich erst ein wenig merkwürdig an, dieses doch recht große Stück Plastik als Controller in der Hand zu halten – bei bisherigen klassischen Controllern wie dem SNES-Pad, dem N64-Pad oder dem GC-Pad konnte an mit einer Hand den kompletten Controller umfassen und die Hände lagen dicht beisammen, doch beim WiiU-Pad liegen die Hände sehr weit auseinander. Das fühlt sich im ersten Moment etwas merkwürdig an – wie eine Wiimote und einen Nunchuck, nur ohne dass man seine Hände bewegen kann – doch nach wenigen Momenten hält man den Controller, als würde man nie etwas anderes in Händen gehalten haben. Die erste Sorge also, der Controller würde unangenehm in der Hand liegen, kann man getrost beiseite schieben. Auch ist das Pad sehr leicht, hat aber den richtigen Punkten noch genügend Schwere, um nicht „billig“ zu wirken.

 

 

Die Tasten des Controllers haben einen sehr guten Druckpunkt, etwa mit dem 3DS XL vergleichbar, nur dass die Tasten leichter zu betätigen sind. A, B, X und Y sind wie gewohnt sehr gut zu erreichen. Gedanken habe ich mir auch zuerst um die zwei Controllsticks gemacht, da diese weit oben auf dem Controller liegen. Doch auch diese sind sehr gut erreichbar. Bei ZombiU oder anderen Shootern ist dies definitiv von Vorteil, und auch ansonsten gewöhnt man sich schnell an diese Belegung, die sehr viel angenehmer ist als z.B. auf dem Classic Controller der Wii.

 

 

Die Controll-Sticks bieten einen sehr guten Widerstand. Sie sind vergleichbar mit dem Widerstand des Nunchuck-Controllsticks und scheinen von diesem inspiriert worden zu sein. Ein Glück, dass Nintendo vom Schiebepad des 3DS weggegangen und auf die „normalen“ Controllsticks gewechselt hat. Die gummierte Oberfläche lässt die Daumen nicht rutschen.

 

 

Die Schultertasten waren für mich die heimlichen Stars des Controllers. Die normalen R- und L-Tasten haben einen perfekten Druckpunkt. Man greift „automatisch“ an diese, wenn man den Controller in beiden Händen hält. Hinter diesen beiden Tasten liegen ZR und LR, die es bisher nur beim Classic Controller gab, die auf dem WiiU-Pad aber sehr viel größer sind. Generell sind diese beiden Tasten vom Druckpunkt und vom Aussehen her wie die Z-Taste des N64-Controllers. Man kann sie sehr einfach drücken, aber auch nicht zu leicht, sodass, wenn die Hände mit den Zeigefingern auf den L- und R-Tasten des Controllers liegen, der Mittelfinger der linken/rechten Hand auf ZL und ZR liegen. Das ist nicht nur sehr angenehm und fühlt sich „natürlich an“, es fixiert auch zusätzlich den Controller und hebt ich an, sodass man das Pad länger in Händen halten kann, denn das Gewicht ist auf die verschiedenen Finger der Hand sehr gut verteilt.

 

 

Der Controller hat auf der gleichen Ebene wie die L- und R-Taste eine Lautstärkekontrolle, die man sehr bequem mit den Zeigefingern erreichen kann. Die Lautstärke ist schnell verstellt und die Volume Control hat einen sehr guten Griffpunkt, weder zu rau noch zu rutschig.

 

 

Generell hatte ich den Eindruck, dass Nintendo sich sehr viel Gedanken um den Controller und das Design gemacht hat. Man merkt deutlich, dass nicht nur eine Version des Controllers existiert hat, denn eine solche hochwertige Griffigkeit bekommt man nur zustande, wenn man viele verschiedene Versionen ausprobiert. Die größte Sorge, dass die Tasten nicht gut erreichbar sind – das lässt sich vielleicht aus dem Bericht heraus lesen – kann man getrost im Wind zerstreuen: Trotz der im Vergleich zu GC- oder N64-Pad relativen Größe des WiiU-Pads hat man immer alles im Griff, wortwörtlich.

 

 

Nun aber zum eigentlichen Dreh- und Angelpunkt des Controllers: Der Touchscreen. Der Touchscreen hat, wenn man den Controller in den Händen hält, eine geringe Größe. Wenn man mit den Tasten spielt und plötzlich zum TS wechseln muss, dann ist das schnell gemacht; die Finger sind in den Bruchteilen einer Sekunde auf dem TS, auch wenn man das Pad mit beiden Händen hält. Der TS hat sich gegenüber dem 3DS XL noch mal verbessert. Obwohl er resistiv ist, spürt man beim Drücken kaum Widerstand, bis sich etwas auf dem Bildschirm tut. Beim 3DS oder dem 3DS XL kann man auch schon sehr leicht drücken und es geschieht eine Reaktion, beim WiiU-Pad wurde dieser Widerstand definitiv verkleinert.

 

 

Das Bild auf dem TS sieht aus, als habe man einen großen Fernseher, der 480p darstellen kann, in der Hand. Es wirkt sehr klar und scheint wie ein Mini HD Bild vom echten HDTV-Bildschirm zu sein, was ein definitives Plus ist. Die Bewegungen werden sehr flüssig dargestellt, es gibt gegenüber dem großen Screen keine Verzögerungen.

 

 

Kritisieren könnte man, dass das Pad wie "billiges Plastik" aussieht. Den vielfach geposteten Vergleich „Fisher Price-Tablet“ konnte ich zwar nicht sehen, doch das Pad wirkt optisch eben wie Plastik. Das ist aber insofern nur eine Kritik, wenn man etwas Apple-artiges erwartet; wer das jedoch tut, sollte sich entweder keine Nintendo-Produkte kaufen oder besitzt unrealistische Erwartungen. Die WiiU und auch das Tablet sind Spielzeuge, nicht mehr und nicht weniger, genauso wie PS3 und Xbox 360, genauso wie die neuen Konsolen von Microsoft und Sony das auch sein werden. Posts á la „WiiU und das Fisher-Price-Tablet“ werde deswegen in diesem Eintrag sofort und kommentarlos gelöscht.

 

 

"Fazit" der Controller-Sessions: Nintendo hat getan, was man von ihnen erwartet hat. Die vielen kleinen ergonomisch intelligenten Details, die eingebaut wurden, vermitteln wie auch schon bei vergangenen Controllern Nintendos den Eindruck, als wäre der Controller als eine Erweiterung der Arme gedacht. Spieler brauchen sich keine Gedanken darum machen, dass der Controller zu schwer, zu unhandlich, zu klobig oder gar zu groß ist.

 

 

Selbstverständlich ist er größer als andere Controller, aber das ist kein Manko. Man wird mit dem WiiU-Pad keine Probleme haben und ebenso gut spielen können wie mit anderen Controllern Nintendos.

 

 


Grafische Eindrücke von diversen Spielen

 

 

Assassin’s Creed 3: In der auf der Buchmesse spielbaren Demo war nur das Schifffahrt-Level zu sehen. In dieser musste man ein generisches Schiff ausmanövrieren und mit gut getimten Kanonenschüssen auf den wogenden Wellen versenken, was aber nicht leicht aussah, da das eigene Schiff ständig auf- und ab geworfen wurde.

 

 

Die Wellen sahen sehr realistisch aus, was im Übrigen auch auf die Action auf dem Schiff zutrifft. Hier hat die WiiU – wie vermutlich auch die Versionen auf Xbox 360 und PS3 – ihre grafischen Muskeln gezeigt. Generell erschien mir sehr AC III als sehr hübsch, die andauernede Meckerei von Leuten, die der WiiU-Version grafische Defizite attestieren wollen, kann/konnte ich nicht nachvollziehen.

 

 

Batman: Arkham City: Das war das hübscheste WiiU-Spiel. Umgehauen haben mich die Texturen, die ich gesehen habe.

 

 

Das Demo-Level spielte in einer Art Untergrund. Die Mauern wurden, wenn Lichtquellen vorhanden waren, realistisch mit Schatten beworfen, und ging ein Spieler näher an ein Objekt oder an eine Mauer heran, so konnte man auch dann noch keinen Texturenmatsch ausmachen. Och bin mir sicher, dass dem so auch auf den anderen Versionen ist. Sehr beeindrucken waren noch die Bewegungen der Figuren. Die Kämpfe sahen ebenfalls sehr gut aus. Alle, die sich dieses Game auf WiiU kaufen wollen, werden demnach mit einer grafisch sehr hübschen Version bedient.

 

 

Pikmin 3: Alter Schwede! Fotorealismus wird hier groß geschrieben. Die Gegenstände, die die Pikmin transportieren können, sehen sehr realistisch aus, wie schon auf dem GC, nur dass man diesmal den Eindruck hat, als hätten die Entwickler echte Gegenstände in das Spiel kopiert.

 

 

Die Pflanzen, das Wasser, die Pikmin und Olimar sehen alle sehr hübsch aus. Diese Tatsache und die recht große Entfernung der Kamera auf das Geschehen erweckten, mehr noch als auf dem GC damals, den Eindruck, als beobachte man das Wuseln echter Insekten oder kleiner Menschen im eigenen Garten. Ich bin sehr gespannt, wie das fertige Produkt aussieht.

 

 

In der Demo durften die Spieler auch kleinere Gegner besiegen, am Ende lauerte die aus diversen Videos bekannte Riesenraupe mit den kristallenen Verhärtungen an ihrem Panzer. Der Kristall ist sehr schön dargestellt, das Licht reflektiert auf diesem, ebenso wie die Umgebung.

 

 

Ein Wermutstropfen jedoch waren die Bodentexturen, die gewirkt haben wie auf GC-Niveau. Sie sind sehr verwaschen und eine definitive Baustelle. Wenn Pikmin so wirken soll wie Nintendo es vorhat, müssen sie diese noch verbessern; mehr noch als in anderen Spielen schaut man bei Pikmin ja direkt „auf“ den Boden „von oben“, sodass das hier wichtiger ist als in anderen Spielen. 


Tags:

WiiU Buchmesse 2012 Frankfurt Nintendo Batman Arkham City Assasin's Creed 3 Pikmin 3 WiiU-Pad HD


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