Yggi's Kosmos

Eine Reise durch Raum, Zeit & die Welt der Videospiele

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"Es ist Zeit für etwas Neues", dachte ich mir und habe für meine Serie Yggi's Kosmos ein neues Intro sowie einen neuen Abspann entworfen. Wie diese aussehen, könnt ihr in dem Youtube-Video sehen - alle neuen Videos werden mit diesen zwei neuen Elementen ausgestattet sein. Der Release des neuen Abspanns bedeutet auch, dass ich wieder mehr Videos produziere und diese hier blogge images/smilies/m-smile.gif

 

 

 

 

Wie findet ihr sie? Ein Kritikpunkt meiner Ansicht nach wäre, dass die Videos zu "langsam" sind. Ich bevorzuge bei Dokumentationen jedoch eher den gemächlicheren Stil und halte nichts von Intros oder Abspännen, die einen rasanten Bildwechsel vollziehen. Ich möchte eher, dass der Zuschauer das Ambiente des Kosmos' "spürt", bzw. die Ruhe, die in ihm herrscht. Dazu passt aufegende Musik oder schneller Bildwechsel nicht.

 

 

Also: Stay tuned images/smilies/m-grin01.gif


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Yggi's Kosmos Abspann Intro


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NEIN, nein, nein, in diesem Eintrag geht es NICHT um das CERN, den LHC oder eine andere Verschwörungs- oder Katastrophentheorie, die mit dem vor mehreren Jahren gestarteten Experiment zusammenhängt. Hier geht es alleinig um Fiktion und Wissenschaft, bzw. um meine Vorstellung, wie es auf der "anderen Seite" eines Schwarzen Loches aussehen könnte.

 

 

 

Die andere Seite oder der andere Raum?

 

 

Ganz grob gefragt: Was würde passieren, wenn die Erde mitsamt der Menschheit durch ein Schwarzes Loch fallen/ gezogen werden würde?

 

 

Viele denken bei solchen Fragen an den Weltuntergang oder malen sich einen esoterischen Platz aus. Für manche ist es ein Wurmloch, ein Portal zu einem gänzlich unbekannten Winkel des Universums, der womöglich mehr als 5 Mrd. Lichtjahre entfernt sein könnte. Oder doch nur 5 Millionen, gar nur 500? Der Fantasie sind ebenso keine Grenzen gesetzt wie der Wissenschaft, denn selbst Letztere vermag nicht zu sagen, was mit der Materie passiert, die ein solches Loch verschluckt.

 

 

 

Was hätten wir davon, in Richtung eines Schwarzen Loches zu fliegen und uns in diesem kosmischen Mahlstein pulverisieren zu lassen? Einer Hölle gleich muss die unmittelbare Umgebung des Schwarzen Loches sein. Eigentlich ein Ort, an dem Kein Lebewesen je sein möchte.

 

 

Das Schwarze Loch könnte aber auch wortwörtlich eines sein, ein Zugang zu einem Gefängnis, aus dem Materie nicht mehr entrinnen kann. Tatsache ist, dass die Masse eines Loches sich immer weiter vergrößert, je mehr Material es aufnimmt. Wieso sollte also Materie dann entrinnen können, wie es uns hunderte Bücher und Magazine vorschlagen? Wieso soll es der Zugang zu einem Wurmloch sein? In einem solche Falle müsste die Materie wieder entweichen, aber das tut sie nicht, weil sich der Radius bei einem Schwarzen Loch, wie oben bereits erwähnt, solange vergrößert, wie es Materie aufnimmt Und wenn kein Material mehr in Reichweite ist, zerstrahlt es über die Jahrmilliarden hinweg.

 

 

Aber was wäre, wenne es wirklich der Zugang zu einem fremden Raum-Zeit Kontinuum sein sollte? Wenn vielleicht nur ein bruchstückhafter Teil der Materie entweicht, an einem völlig anderen Platz des Universums? Dann könnten wir in einer noch fernen, fernen Zukunft mit den richtigen technischen Mitteln die Möglichkeiten haben, Lichtjahre in Sekundebruchteile zurückzulegen. Aber das ist wiederum eine Fiktion der Fiktion und so unwahrscheinlich, dass es vermutlich nie so kommen wird, wie wir es uns wünschen.

 

 

Oder doch? Oder nicht? Was denn jetzt?

 

 

Welche Möglichkeit auch immer es geben wird, eines Tages eventuell solche Reisen zu unternehmen, sie liegen in einer sehr fernen Zukunft, sofern uns nicht bald eine fremde Rasse besuchen sollte und uns ihre Technologie gibt. Und das ist vermutlich erheblich wahrscheinlicher als ein Besuch von Menschen auf einem Lichtjahre entfernten Stern.

 

 

 

Ein anderer Mensch?

 

 

Angenommen, nächste Woche stünde eine solche Reise zum ersten Mal an und es wird von Menschen ausgelost, wer rein geht. Was erwartet ihn/sie? Ist der Ort, an dem er/sie herauskommt, bestimmbar, oder hängt es von der Laune des Schicksals ab, wo er/sie das Wurmloch verlässt? Ist eine "Straße" zu einem anderen Teil der Galaxis oder gar einer anderen Galaxie selbst? Mutmaßungen begleiten den jungen Recken/die junge Reckin auf ihrer Reise.

 

 

 

Im Disney-Film The Black Hole rast ein Schwarzes Loch auf die Erde zu. Der Mahlstrom des dunklen Giganten wird hier verharmlost dargestellt und spiegelt keineswegs die kosmologische Realität wieder.

 

 

Und wenn es denn nun passiert, was geschieht mit den zig Trilliarden Informationen, die unser Körper enthält? Position der Organe, der Arterien, ja, jedes einzelnen Moleküls? Werden wir unverändert befördert, oder geht in uns/ an uns eine Veränderung vor, die keiner so erwartet hatte? Wird der eigene Horizont erweitert oder findet eine evolutionäre Degradierung statt? Ist das Wesen, das man durch das Loch schickt, dann erweitert oder zurückgestuft worden?

 

 

Diese Fragen könnte man ins Unendliche fortführen, und man würde auf keine zufriedenstellende Antwort darauf erhalten.


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Inter-, extra-, intra- und andere Vorsilben werden vorzugsweise eingesetzt, wenn man mit Fachtermini in den Wissenschaften um sich schmeißt und kleinere Variationen des Geschriebenen, beispielsweise in einer Hausarbeit, anstellen möchte. So ist etwa die Literatur des Mittelalters intermedial, da sie nicht nur die Schriftlichkeit bediente, sondern auch die mündliche Nacherzählung z.B. einer Legende; in der Biologie wird zwischen der in- und ex vitro Fertilisation unterschieden, die Befruchtung einer weiblichen Eizelle inner- oder außerhalb eines Glases, während man vor allem in kommunizierten Naturwissenschaften (in Magazinen oder Vorträgen) das Wort extra- und inter- verwendet, um Forschungsergebnisse, die man in Form von Zahlen vorliegen hat, dem Leser oder Zuhörer verständlich zu präsentieren.

 

 

Sehen wir einmal davon ab, dass Fremdwörter die deutsche Sprache und den Wissenschaftsbetrieb in Good old Germany drangsalieren und konzentrieren uns auf den Teil, den sie zu um- und beschreiben suchen. In der Astronomie ist, wie eingangs in aller Ausführlichkeit erwähnt, der Terminus des interstellaren/interplanetaren Mediums üblich. Damit beschrieben wird der Raum, der sich zwischen den Sternen und /oder den Planeten ausdehnt. Sehen wir das Wort ‚Medium‘ in dieser Bezeichnung, denken wir sofort an etwas Stoffliches, z.B. eine Flüssigkeit. Bei diesem Medium aber handelt es sich nur im entferntesten Sinne um eines, denn bekanntlich ist der Raum ein semantisch solcher, also ein leerer Ort. Dieser leere Ort ist aber nicht wirklich komplett leer: Astronomen haben herausgefunden, dass zum Beispiel im interstellaren Medium – dem Raum also zwischen zwei Sternen, etwa unserer Sonne und dem nächstgelegenen Stern, Alpha Centauri – Gasmoleküle vorhanden sind. Pro Kubikmeter gibt es allerdings nur ein einziges Molekül/Atom, sodass die gesamte Menge der Gasmoleküle im interstellaren Medium in der Milchstraße kaum von Belang ist.

 

 

Ungleich höher ist die Dichte im interplanetaren Medium, dem Raum zwischen den Planeten in einem Sonnensystem: Hier befindet sich ein Gasmolekül pro Kubikzentimeter. Dies betrifft aber nur den leeren Raum und keinen Himmelskörper: würden wir eine durchschnittliche Dichte annehmen im gesamten Sonnensystem messen, wäre diese reichlich höher, da wir die Planeten, Monde, die Asteroiden und Kometen sowie die Sonne dazu rechnen müssten.

 

 

Alles ist eins: Planeten wie die sog. "Supererde" Gliese und ihre Sonne haben eines mit uns gemeinsam: Sie sind über das interstellare Medium mit uns verbunden. Nur durch den Raum zwischen den Sternen könnten wir dorthin reisen.

 

Doch unterscheidet sich die Zusammensetzung des interplanetaren Mediums nur minimal von dem des interstellaren: Im Sonnensystem ist der „leere“ Raum zwischen der Sonne, den Kometen, Planeten und Monden durch die von unserem Zentralgestirn ausgehenden Sonnenwinde bestimmt. Dieser stetige Teilchenstrom ist kaum sichtbar, macht sich auf der Erde aber als Polarlicht bemerkbar. Der Sonnenwind besteht aus elektrisch geladenen Teilchen, die bis zu einer bestimmten Entfernung geweht werden.

 

 

Die schon vor Jahrzehnten auf eine Mission ohne Rückkehr geschickte Raumsonde Voyager wird diese Grenze bald erreichen. Voyager ist schon weit hinter dem Pluto und allen uns bekannten größeren Himmelskörpern und wird die sog. Heliopause – die Region, in dem der Sonnenwind und damit auch das interplanetare Medium aufhören – erreichen. Inwiefern dies von Belang ist, weiß der Autor dieses Textes nicht, doch ergibt sich der Wissenschaft die Möglichkeit, die Zusammensetzung des interstellaren Mediums zu analysieren, sofern Voyager bis dahin noch funktioniert; da die Sonde auf Sparflamme läuft und die Kälte des Raumes ihr schwer zusetzt, weiß man nicht, wie lange und wie gut das verlängerte Auge der Menschheit noch funktionieren wird.

 

 

Und welchen Sinn hat es, über das Nichts zu schreiben? Ich bin mir sicher, nach diesem Text denkt sich der eine oder andere Leser: „Wieso hat er nicht über ein anderes Objekt im Universum geschrieben, wieso verfasst er ausgerechnet einen Text über das interstellare Medium?“

 

 

Nun, die Frage ist ganz einfach. Im interstellaren Medium, bzw. im interplanetaren, da sind wir, die Menschen, die auf einem kleinen Planeten namens Erde ihr kurzes Dasein fristen. Das interstellare Medium ist so unvorstellbar gigantisch, riesig, so numinos wie nichts anderes im Kosmos. Jeder noch so große rote Riesenstern verblasst gegen die Größe dieses todschwarzen Raumes und schrumpft zu einem kleinen Punkt, der sein Dasein diesem Medium, auf das Weiteste getrennt von den anderen Objekten, die seine Existenz beenden könnten, verdankt. Das Universum, so wie wir es kennen, erhält seine scheinbare Unendlichkeit erst durch den leeren Raum, der sich unermesslich in alle Richtungen, vielleicht auch in alle Dimensionen, ausdehnt. Dieser Raum verleiht dem Kosmos sein Antlitz, er isoliert seine Objekte in einem durchdringlichen unendlichen Nichts und behandelt alle gleich, ob Stern oder Planet.

 

 

 

Lichtpartikel, die das menschliche Auge oder das Teleskop erreichen, werden als Sterne, Nebel und Galaxien wahrgenommen. Durch sie können wir in eine Vergangenheit blicken, die oft Jahrmillionen zurückliegt. Dieses Licht sagt so Vieles aus, und hauptsächlich erfahren wie durch das Leuchten der fernen Sterne die wahren Ausmaße des Universums. Sie machen den Kosmos sichtbar, doch enthüllen sie auch das gigantische Nichts, das sie umgibt.

 

 

Doch erst wenn wir dieses Nichts erfassen, wenn wir uns ein Universum vorstellen, in dem die einzelnen Himmelskörper so unendlich weit voneinander entfernt sind, dann wird uns klar, welche Ausmaße der Kosmos wirklich hat. Im Kosmos ist, bis auf ein paar Ausnahmen, nichts nahe beieinander, und nur ab und zu trifft man eine Galaxie, nur um zu entdecken, dass selbst in dieser die Entfernungen so groß sind, dass niemals ein Lebewesen sein Habitat wird verlassen und zu einem anderen Stern reisen können.

 

 

Diese traurige, melancholische Aussicht und Erkenntnis beendet unsere kühnen Entdeckerträume. Die Menschheit, die schon die Erde und das Sonnensystem erkundigt hat, wird niemals weiter kommen als über eine bestimmte Grenze. Wir sind verdammt, in unserer eigenen Einsamkeit unser Dasein zu beenden. Ein Wimpernschlag des Universums ist ein ganzes Menschenleben, und zehntausend Wimpernschläge später ist die Rasse der Humanoiden ausgelöscht, ohne das wir verstehen, wie und warum. Doch vergewissern wir uns, dass diese Wimpernschläge für das Universum sehr kurz, für das Leben auf der Erde doch so lange sind, stimmt das optimistisch. Wir, die wir uns haben, die auf einem Himmelskörper voller überquellender Lebensfreude, Hoffnung und Schönheit leben, sind nur oberflächlich einsam – in unserem Herzen wissen wir, dass wir einander haben, und das ist so viel mehr wert als alles andere auf der Welt oder im unendlichen Universum.


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Die Beschäftigung mit dem Mars

 

 

Der Behauptung, dass kein Planet den Menschen so viele Mysterien liefert wie der Mars, kann Rechnung getragen werden, wenn wir uns die vielen und anhand des Erkenntnisgewinns qualitativ höchst unterschiedlichen Missionen anschauen, die von den Menschen auf den Mars geschickt wurden. Zwar ist der rote Planet der vermutlich besterforschte extraterrestrische Himmelskörper nach dem Mond, doch geben gerade die vielen Daten und Informationen, die man vom Mars erhält, den Wissenschaften der Planetologie und der Astronomie viele Rätsel auf. Es gilt wie überall in der Naturwissenschaft die Devise: Je besser man etwas erforscht, desto mehr Fragen werden aufgeworfen.

 

 

Ein beliebtes Thema in der Astronomie sind Außerirdische. Schon oft wurden die kleinen grünen Männchen in Verbindung mit dem Mars genannt, die Suche nach außerirdischen Lebensformen hat nicht nur bei SETI, sondern auch bei der NASA Hochkonjunktur. Doch unter dem Sammelbegriff „kleine grüne Männchen“ versteht man bei der US-amerikanischen Weltraumorganisation nicht etwa nach Hause telefonierende ETs oder haarige Wesen wie ALF, sondern etwas schlichtere und kaum zu sehende Formen von Leben: Bakterien und Mikroben.

 

 

 

Der Mars erscheint rot, weil in der Atmosphäre Eisenmoleküle gebunden sind. Das gibt dem Planeten sein "rostiges" Äußeres und animierte in der Antike die Römer dazu, diesen Himmelskörper wegen seiner blutroten Farbe mit dem Kriegsgott Mars gleichzusetzen.

 

 

Von diesen soll es, davon sind einige Wissenschaftler überzeugt, auf dem Mars einst gewimmelt haben. Durch die „Flucht“ des Wassers in den Weltraum (der Mars hat sehr geringe Anziehungskräfte), so die Überzeugung der Akademiker, wäre jedoch die Lebensgrundlage des Lebens auf dem Mars vernichtet und das Leben gezwungen worden, sich anzupassen. Diese Anpassung wäre etwa eine Verlegung des Lebensraumes in den Untergrund, durch den die tödliche kosmische Strahlung und die sauerstoffarme Luft nicht dringen können. Unter dem Boden werden noch heute Lebensformen vermutet; es wird fieberhaft nach ihnen gesucht.

 

 

Eng verbunden mit der Vorstellung von Leben ist das Vorhandensein von Wasser. Gerade auf dem Mars gab es, so die wissenschaftlich nachgewiesene Tatsache, einst ausgedehnte Meere, Flüsse und Seen. Als der Planet jedoch zur Ruhe kam, seine Atmosphäre in den Weltraum entwich und das Wasser auf Wanderung ging, wurde er zu dem roten und trockenen Himmelskörper, den wir heute kennen.

 

 

 

Der Mars und seine feuchte Vergangenheit

 

 

Als wäre die (nachgewiesene) Hypothese eines urzeitlichen Meeres, das in den Anfangstagen des Mars bestand, noch nicht genug bewiesen, so sind jetzt neue Hinweise auf die Existenz einer ausgedehnten Wasserfläche aufgetaucht. Das Radargerät MARDIS der europäischen Raumsonde Mars Express ist seit 2005 in Betrieb und liefert seit all den Jahren wichtige Radardaten über die Zusammensetzung des Planeten. Nun haben zwei Astronomen die Daten von zwei Jahren ausgewertet und dabei eine Schicht eines äußerst dünnen Materials entdeckt, die sich über die nördliche Hemisphäre des Planeten ausbreitet.

 

 

 

Im Vergleich der Planeten Mars und Erde erscheint der rote Planet wie ein Mahnmal an das Leben auf der Erde: Würde der blaue Planet so aussehen wie der tote rote Himmelskörper, wenn es kein Wasser gäbe?

 

 

Diese dünne Schicht interpretierten die beiden Forscher als Meeresablagerungen. Damit ähnelt die Form der großen Ablagerungsfläche der eines Meeres. Die „Ränder“ dieser Ablagerungen seien dabei als fossilisierte Küsten zu interpretieren. Das dünn abgelagerte Material gibt Hinweise auf Sedimentgestein und sogar Eis. Sedimentgestein ist ein Material mit sehr geringer Dichte, das durch die Erosion von Wasser abgetragen wurde und sich dann a einer anderen Stelle abgelagert hat.

 

 

 

Ozeane in der Frühzeit des roten Planeten

 

 

Der Ozean, den die Wissenschaftler gefunden haben, dürfte vor rund drei Milliarden Jahren existiert haben. Das Wasser dürfte sich nach Einschätzungen der Forscher relativ lange an der Oberfläche gehalten haben, bis es entweder verdampft ist oder sich als Eis zurück in den Untergrund gezogen hat. Ob sich hier innerhalb dieses Zeitraums Leben entwickeln konnte, ist fraglich.

 

 

Die Sedimentablagerungen sind der bisher beste Beweis dafür, dass es größere zusammenhängende Meere auf dem Mars gegeben hat. Auch wurde dadurch bewiesen, dass Wasser eine wichtige Rolle in der geologischen Geschichte des Mars gespielt hat – alleine schon durch das Vorhandensein großer Wasserflächen werden ganze Landschaften verändert.

 

 

 

Die Marssonde Mars Express liefert seit 2005 wichtige Daten zur Erforschung des Planeten.

 

 

Die einzige Frage, die durch diese neue Erkenntnis aufgeworden wurde, lautet: Wohin ist das Wasser verschwunden? Wie schon eingangs erwähnt glauben die Wissenschaftler, dass es entweder als Eis im Untergrund existiert oder infolge der „Atmosphärenflucht“ in den Weltraum schlicht und ergreifend verdampft ist; Wasser benötigt einen bestimmten atmosphärischen Druck, um flüssig zu bleiben. Ist dieser nicht gegeben, so kann Wasser verdampfen, obwohl es nicht den Siedepunkt erreicht.

 

 

Die Frage nach potenziellem (urzeitlichen) Leben auf dem roten Planeten ist damit freilich nicht beantwortet. Auch wenn das bloße Vorhandensein von Wasser in Form größerer Ozeane kein Garant für Leben darstellt, steigt doch die Wahrscheinlichkeit der Existenz von Bakterien oder Mikroben, wenn es mehrere Male in der Vergangenheit des Mars größere Wasserflächen wie Flüsse, Seen und sogar Meere gegeben hat.


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Seit etwa Ende Juli 2011 umkreist die US-amerikanische Raumsonde Dawn den Asteroiden Vesta und schickte seitdem zahlreiche interessante Bilder von der Oberfläche des Protoplaneten. Doch bevor es auf eine virtuelle Rundreise geht, erstmal ein paar grundlegende Informationen zum verhinderten Planeten. Dabei greife ich auf einen Teil eines früheren Blogeintrages zurück, der das ganz gut zusammenfasst:

 

 

 


Anders als bei anderen Asteroiden ist die runde Form des Protoplaneten sehr auffällig – bei Vesta handelt es sich um einen Gesteinskörper mit 516 km Durchmesser. Damit hat sie den 1/20 Durchmesser der Erde. An Masse wird sie nur vom Kleinplaneten Ceres übertroffen, der sich, wie Vesta, im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befindet.

 

 

 
In der römischen Mythologie ist Vesta die Schwester von Ceres. Benannt wurde sie von Carl Friedrich Gauß, der die Rechte für die Benennung von Heinrich Wilhelm Olbers bekam, den ursprünglichen Entdecker des Asteroiden. Da Gauß die für die Bahnbestimmung von Asteroiden allgemein wichtigen mathematischen Formeln lieferte, durfte er Vesta auch benennen, weil er dessen Flugbahn vorherbestimmte.

 

 

 
Ein Vestajahr entspricht etwa drei Erdjahren: In 3,63 Erdjahren absolviert Vesta ihren Staffellauf um das Zentralgestirn und 'sammelt' dabei kleinere Asteroiden, die in halsbrecherischer Geschwindigkeit auf die Oberfläche hinab stürzen. Da Vesta keine Atmosphäre besitzt, hinterlassen selbst kleinste Asteroiden Krater, welche die Oberfläche des Protoplaneten ständig umgestalten. Dieser Prozess des Sammelns nennt sich Bahnbereinigung und kam in der Frühzeit des Sonnensystems bei allen Himmelskörpern vor – so sammeln diese neue Materie, so konnten Planeten erst zu jenen werden, die sie heute sind.

 

 

 


Doch faul möchte ich nicht sein und präsentiere euch in folgendem Text die neuesten Erkenntnisse über den Planeten, der keiner ist.

 

 

 

Vier Jahre hat Dawn gebraucht, um von der Erde mithilfe der Swingby-Technik zum Asteroiden zu gelangen. Dabei wurde das Gravitationsfeld des Mondes ausgenutzt, um die Sonde zu beschleunigen: Sie schwenkte in eine enge Mondumlaufbahn ein, beschleunigte so ihren Flug und wurde von Mond wieder „entlassen“. Die Geschwindigkeitsveränderung in diesem Fall ist positiv, d.h., die Sonde ist nach dem Swingby schneller als vorher; diese Technik ist entscheidend, wenn es darum geht, weit entfernte Ziele im Sonnensystem zu erreichen.

 

 

 

 

Den Asteroiden - oder Protoplaneten - zeichnet eine zerklüftete, von Kratern durchzogene Oberfläche aus. Eine Besonderheit dieser Krater ist ihre leicht unregelmäßige Form, die sich von Kratern auf dem Mond, der Erde oder dem Mars unterscheidet., 

 

 

 

Dawn hatte während der vielen Monate um Vesta genügend Gelegenheit, ihre Oberfläche zu kartographieren und interessante Bilder zu schießen. Dabei kamen einige Details zutage: So befindet sich auf Vesta etwa einer der höchsten Berge des Sonnensystems. Ausgerechnet auf einem Himmelskörper, der um so vieles kleiner ist als Erde oder Mars, befindet sich ein wahrer Gigant von einer Erhebung, die dreimal so hoch ist wie der Mount Everest.

 

 

 

Mächtig erhebt sich der Berg am Südpol in einem 500 Kilometer großen, fast den ganzen Planeten umfassenden Krater; würde man auf seiner Spitze stehen, könnte man 25 km in die Tiefe blicken. Dabei würde das Auge nicht nur von der Weite der Ebene, sondern sicherlich auch von den merkwürdigen Kratern angezogen, die es überall auf Vesta gibt. Diese unterscheiden stark von denen, die man von Erde und Mars kennt; sie geben Wissenschaftlern bis dato einige Rätsel auf. Es ist nicht bekannt, wodurch sie verursacht wurden. Da jedoch alle nahezu gleich aussehen, nimmt man an, dass mehrere Projektile den Planeten etwa zur gleichen Zeit getroffen und die Ausbuchtungen geschaffen haben.t

 

 

 

In folgendem Video wird mithilfe einer virtuellen 3D-Reise zu Vesta näher erklärt, worum es sich bei diesem Protoplaneten handelt:

 

 

 

 

 

 

 

Was aber die gigantische Rille in der „Mitte“ des Asteroiden verursacht haben könnte, gibt den Wissenschaftlern nach wie vor ein Rätsel auf: Eine merkwürdig ovale und lang gezogene Fläche zieht sich quer über den Äquator. Um welches geologische Phänomen es sich dabei handelt, wissen die Forscher des Dawn-Projektes nicht – sie vermuten jedoch, dass das Gebilde durch einen riesigen Gesteinsbrocken entstanden sein könnte, der vor hunderten von Jahrmillionen auf dem Protoplaneten einschlug und ihn vermutlich fast vollständig zerstörte.

 

 

 

 

Der gigantische Berg ist noch unbenannt, doch schlägt er mit einer Gesamthöhe von 25 Kilometern fast den Olympus Mons, den höchsten Berg des Sonnensystems auf dem Mars.

 

 

 

Nicht auszudenken wäre, wenn dies passierte: Hunderttausende großer Brocken würden dann in allen Himmelsrichtungen durch unser Sonnensystem fliegen und auf den Planeten einschlagen. Manche würden zu Asteroiden, die auf die Sonne zusteuern und in ihrem feurigen Schlund verschwinden, andere würden vom mächtigen Gravitationsfeld des Jupiter angezogen und wie einst Shoemaker Levy 9 auf dem Gasgiganten einschlagen, während vielleicht einer dieser Brocken in Richtung Erde steuerte. Wäre dieser Fall, so bliebe uns nur noch der Mond als unser lunares Schutzschild. Würde auch er versagen, bliebe der Menschheit und allen anderen Erdbewohnern auch keine andere Wahl: Sie müssten sich auf das Unvorstellbare vorbereiten und den Einschlag eines vielleicht mehrere Kilometer großen Asteroiden abwarten müssen... nicht auszumalen, welch eine Katastrophe das für die Biosphäre der Erde wäre.

 

 

 

Doch wir müssen nichts befürchten, denn es ist nicht vorgesehen, dass in naher Zukunft etwas Größeres auf Veste einschlagen soll. Auch ist es extrem unwahrscheinlich und unlogisch, dass Vesta einen plötzlichen Bahnwechsel vollzieht und auf die Erde zurast. Vesta befindet sich auf einer festen Bahn und wäre, wenn der Brocken mehr Materie aufgesammelt hätte, vielleicht sogar ein „echter“ Planet geworden!  


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Nichts ist so alt wie die Suche nach anderen intelligenten Wesen. Ob sie nun in der Fabelwelt existieren, Götter oder Helden mythischer Gestalt sind oder aus dem Weltall kommen - die Hoffnung auf die Kommunikation oder die bloße Existenz anderer "fremder" Wesen zieht sich durch die Literatur und Kunst der Menschheit wie ein roter Faden.

 

 

 


Auch für die moderne Wissenschaft ist die Suche nach Außerirdischen ein seriöses Geschäft: Das Aufstöbern einer extraterrestrischen Lebensform zählt zu den am meisten belachten wissenschaftlichen Tätigkeiten. Ob es nun Amateur-Astronomen mit einem kleinen Empfänger sind oder zeitweise hunderte von Wissenschaftlern am Very Large Array in New Mexico – viele sind auf der Suche mit dabei und hoffen, ein Lebenszeichen einer außerirdischen Intelligenz zu erhaschen.

 

 

 

So schlagen nun Professor Paul Davies, Direktor des Beyond Center for Fundamental Concepts in Science der Arizona State University, und Student Robert Wagner in einem in der Fachzeitschrift Acta veröffentlichten Artikel vor, auf dem Mond gezielt nach Hinterlassenschaften außerirdischer Besucher zu fahnden. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, Spuren irgendwelcher Extraterrestrier zu finden, doch bauen die Forsacher auf die Hilfe der Internet-Gemeinde: Bei Projekten wie Galaxy Zoo wurde die NASA von findigen Internetnutzern schon auf viele Gebilde aufmerksam gemacht, die dem aufmerksamen Forscherauge entgingen.

 

 

 

 

Fake-Bilder wie dieses zeigen etwa einen auf dem Mond befindlichen vermeintlich außerirdischen "Turm" und einen "Deckflügel ("The Shard"). Zeitweise sorgen diese Bilder für große Aufregung, werden jedoch gewöhnlich schnell als Unfug entlarvt.

 


Davies und Wagner sind der Meinung, dass eine solche zusätzliche Suche die bereits im Rahmen von SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) existierenden Bemühungen ergänzen würde. Bei SETI werden schon regelmäßig über Radioteleskope Signale aus dem Weltall untersucht – bisher wurde jedoch nichts gefunden. Im britischen Blatt The Guardian ist ein Zitat aus dem Bericht der Forscher zu finden, das die Hoffnung der Wissenschaftler ausdrückt:

 


Obwohl die Wahrscheinlichkeit äußerst gering ist, dass außerirdische Technologie irgendwelche Spuren auf dem Mond in Form von Artefakten oder durch die Veränderung von Oberflächenstrukturen hinterlassen hat, bietet der Mond doch den Vorteil, dass er uns sehr nahe ist und sich dort Spuren für sehr lange Zeit erhalten.

 

 


Dabei wollen sich die Forscher auf Daten der Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) verlassen. Der LRO ist jene Sonde der NASA, die nach eigenen Aussagen „den Weg zurück zum Mond ebnen soll“. Mit der Sonde soll nicht nur die Oberfläche des Mondes näher untersucht werden, sondern auch die Wasservorkommen an den beiden Polen des Erdtrabanten, die sich für eine potenzielle permanente Raumstation als dienlich erweisen könnten.

 

 

 

 

Der LOR umkreist den Mond auf einer nahen Umlaufbahn und hat schon zahlreiche, sehr detaillierte Bilder aufgenommen.

 

 

 

Die ungeheuren Datenmengen sollen nicht nur, wie bereits beschrieben, von Wissenschaftlern untersucht worden. Eine aktive Anteilnahme seitens der Internetgemeinde an der Suche nach außerirdischer Intelligenz ist so gut wie sicher. So soll insbesondere nach staubbedeckten Sonnenkollektoren oder Gebäuderuinen/Strukturen von Gebäudekomplexen gesucht werden, die aufgrund der fehlenden Atmosphäre auf dem Mond sehr lange erhalten bleiben und sogar mehrere Millionen Jahre überdauern dürften.

 

 

 

Die Forscher sind der Ansicht, dass man insbesondere in jüngeren Kratern wie dem nach dem berühmten dänischen Astronomen Tycho Brahe benannten Tycho suchen solle. Auch gebe es eine Wahrscheinlichkeit, nach der Spuren außerirdischer Besucher ebenfalls unterirdisch zu finden seien, etwa in zugeschütteten Lavaröhren. Dass es sich hierbei aber um pure Spekulation handelt, sollte klar sein.

 

 


 

Die letzte totale Mondfinsternis des Jahres 2011 wurden vom LOR ebenfalls sehr genau beobachtet.

 

 

 

Die NASA hat bereits sage und schreibe 340.000 Bilder vom Mond veröffentlicht, die auf eine Kontrolle durch die Nutzer warten. Mehr als eine Million zu untersuchende Aufnahmen sollen es Astronews zufolge insgesamt werden, wenn man alle Bilder addiert, die jedes Teleskop oder jede Sonde der NASA aufgenommen haben.

 

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Andere Einträge, die sich mit dem Mond oder Planetensatelliten generell beschäftigen:

 

 

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Meine Meinung

 

Ob die Sucherei nun sinnvoll ist sei mal dahin gestellt - die Idee ist gar nicht mal so dumm. Ich finde es nur interessant, wie sehr Vorstellungen der Science Fiction, wie sie zum Beispiel in der Literatur geäußert werden, gerade in der Astronomie die aktive Forschung nach vorheriger Prüfung beeinflussen können.


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Es gibt auf den Consolewars den Konsens, dass ich von mir verfasste News mit "Bild"-Überschriften betitele. Nun, auch wenn es meiner Meinung nach zutrifft und man dadurch eien Art ironische Distanz zu dem Geschehenen äußert, so gibt es ein Gebiet, bei dem Superlativen im Titel durchaus angebracht sind.

 

 

Und das ist unsere Milchstraße.

 

 

Wie jeder weiß, "hungert" im Zentrum der Galaxis ein Monstrum, ein Leviathan, dessen Erweckung nun kurz bevor steht: Ein Schwarzes Loch, mehrere Millionen Sonnenmassen schwer, das mit seiner unglaublichen Masse Sterne umherwirbelt und für den gravitativen Zusammenhalt unserer Galaxis sorgt. Dieses Ungeheuer bekommt nun Zuwachs, denn wie Astronomen herausgefunden haben, steuert eine gigantische Gaswolke auf das schwarze Abyssal zu und droht, zerrissen und vernichtet zu werden, ein Teil der urtümlichen Kräfte, die unsere Galaxie und damit auch das Leben geformt haben.

 

 

Hierbei können Astronomen das erste Mal beobachten, wie ein Schwarzes Loch etwas "frisst". Im Zentrum des Milchstraße werden Wissenschaftler Zeuge, wie der Koloss eine Gaswolke zu sich zieht und bald verschlingen wird. Die Gaswolke bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 8 Mio. Stundenkilometern auf das Schwarze Loch zu.

 

In dieser Grafik ist die rot leuchtende Gaswolke zu sehen, wie sie auf den hell leuchtenden Punkt in der Mitte zusteuert. Die blauen Linien sind Sterne, die mit wahnsinniger Geschwindigkeit um das massereiche Objekt sausen.

 

 

Die Entdeckung dieses kosmischen Kannibalismus ist der penetranten und systematischen Beobachtung der Milchstraße zu verdanken. Stefan Gillessen vom Max-Planck-Institut, der mit seinem Team die Gaswolke entdeckt hatte, meinte zu Zeit Online, dass innerhalb der nächsten Jahre die Absorption des Gases stattfinden werde und man das erste Mal etwas Derartiges "live" beobachten könne.

 

 

Große Schwarze Löcher wie jenes im Zentrum der Galaxis gibt es in jeder Galaxie im Universum. Die Schwarzen Löcher sind vermutlich zusammen mit unseren Galaxien entstanden und dürften der Hauptgrund dafür sein, dass sich mehr und mehr Sterne darum angesammelt haben; ihre ungeheuren Massen halten bis zu einem gewissen Grad unsere Sternenstadt gravitativ zusammen und sorgen dafür, dass die Sterne nicht in die Weiten des Alls geschleudert werden.

 

 

Seit nunmehr 20 Jahren beobachten Astronomen den schlafenden Riesen mit dem Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte (ESO). So wurde festgestellt, dass die Gaswolke die dreifache Masse der Erde besitzt und nähert sich im Jahre 2013 dem Schwarzen Loch  bis auf 40 Milliarden Kilometer. In einer Mitteilung des ESO äußerte Gillessen, dass die Wolke die Begegnung mit dem kosmischen Giganten nicht überleben werde.

 

 

Originale Größe (eignet sich verdammt gut als Wallpaper!)

 

 

Die Wolke ist verhältnismäßig klein - verglichen mit anderen Wolken in der Galaxis, die teilweise mehrere Sonnenmassen besitzen - und ist nur noch einen "Katzensprung" vom schwarzen Loch entfernt. Dass Astronomen sie überhaupt entdecken konnten, verdanken sie den umliegenden Sternen, die ihr Licht zur Wolke schicken, die es dann reflektiert. Zudem heizt sich die Wolke auf und leuchtet hell im infraroten Bereich, was die Aufspürung des Gases leichter machte.

 

 

Derzeit ist das Gas etwa 280° Celsius heiß. Wenn es dem schwarzen Loch aber näher kommt, wird es um mehrere Millionen Grad erwärmt und dann sogar so energetisch sein, dass es im Röntgenbereich leuchtet.

 

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Links zu vergangenen Einträgen rund um schwarze Löcher:

 

 

 

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In eigener Sache

 

Ich schreibe gerne über Astronomie, das dürftet ihr ja gemerkt haben - was ich euch aber fragen möchte: Gibt es irgend etwas, das euch an meinem Blog nicht gefällt? Was könnte ich besser machen, was weniger?

 

Würde mich einfach mal interessieren, wie ihr das so seht... sachliche Kritik (Lob ebenso) ist immer gerne gesehen images/smilies/m-grin01.gif


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Schwarze Löcher Yggi's Kosmos Gaswolken Galaktischer Kern


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Wenn Astronomen, oder respektive ihre verlängerten Sehorgane, im All stationierte Teleskope und Satelliten, fremde Planeten (sog. Exoplaneten) entdecken, die um andere Sterne kreisen, so handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen "heißen Jupiter": ein Gasplanet, dem größten Planeten des Solsystems (unser Sonnensystem) nicht ganz unähnlich, umkreist in atemberaubender Geschwindigkeit und binnen weniger Tage seinen Heimatstern. Die unglaubliche Nähe zu seinem Stern heizt ihn auf, er ist ein "heißer Jupiter", wie eben eingeführt.

 

 

 

Wie er da so durch das interstellare Vakuum schwebt, erinnert er von der Oberflächenstruktur ein wenig an den Planeten Melancholia, der in Lars von Triers gleichnamigen Film mit der Erde zusammenkracht und alles Leben auslöscht.

 

 

Selten, oder so gut wie gar nicht, ist es möglich, dass unsere Teleskope Planeten entdecken, die der Erde ähneln - und doch, zwischen den mittlerweile weit über 1.000 katalogisierten Exoplaneten, die um andere Sterne kreisen, gesellt sich ein "winziger" Planet hinzu, der seit Wochen schon als Ausnahme und als Glückstreffer bezeichnet wird. Es scheint, als habe die Raumsonde Kepler, benannt nach dem bekannten Astronomen, der die Planetenbewegungen kartographierte und die kepler'schen Bahnen einführte, einen Planeten entdeckt, der nicht nur so groß ist wie die Erde, sondern auch (und hier kommt die eigentliche "Sensation") bewohnbar sein könnte.

 

 

Ganze 600 Lichtjahre - ein interstellarer Katzensprung - entfernt liegt der Planet, der von den Astronomen der 1902 in Washington gegründeten Carnegie Institution for Science Kepler 22b getauft wurde. Der Exoplanet ist ca. 2,4fach so groß wie die Erde und umkreist einen Stern der G-Klase, zu der auch unsere Sonne gehört. Der Stern ist jedoch etwas leuchtschwächer als Sol, sodass der Planet ein wenig näher zu seinem Stern sein muss als unsere Erde zur Sonne, um den Defizit an Leuchtkraft auszugleichen.

 

 

Und auch dieses Kriterium scheint Kepler 22b zu erfüllen: Er ist etwa 15% näher an seiner Sonne dran als die Erde an unserer, was ihn durchaus in die sog. habitable Zone bringt - jene Zone um einen Stern, in der weder zu viel noch zu wenig Sonnenstrahlung auf den Planeten gelangt und die hypothetisch für lebensfreundliche Umweltbedingungen sorgt. Der Exoplanet umkreist seinen Stern in 290 Erdtagen, auf ihm herrscht eine Temperatur von 22 Grad Celsius. Das Vorhandensein von flüssigem Wasser, unserem Verständnis von Exobiologie nach unabdingbar für die Entstehung von Leben, könnte also der Fall sein.

 

 

Der Planet umkreist einen Stern, der sich ziemlich leuchtschwach zwischen den Sternbildern Leier und Schwan kaum von seiner stellaren Umgebung abhebt. Ob es sich bei Kepler 22b um einen Gesteinsplaneten oder einen Gasplaneten handelt ist nach wie vor ein Rätsel - Astronomen sind sich sicher, dass auf einem Gasplaneten kein Leben existieren könnte. Deswegen ist es vorerst das oberste Ziel der Wissenschaftler, die Natur des Planeten näher zu erforschen.

 

 

 

Kepler 22b ist etwa 2,4fach so groß wie die Erde. Ob es sich um einen Gesteinsplaneten (nur auf diesen wird die Möglichkeit der Entstehung von Leben vermutet) oder um einen Gasplaneten handelt, ist nicht bekannt.

 

 

Kepler 22b ist damit der erste Planet, der eine sog. "Supererde" sein könnte. Supererden, das sind größere "Variationen" unserer Erde, also Gesteinsplaneten, etwas größer als die Erde, auf denen Lebensbedingungen wie bei uns herrschen könnten.

 

 

Das Besondere an der Entdeckung ist nicht, dass es sich um eine Supererde handeln könnte - von den bereits mehr als 1.000 entdeckten Planeten sind etwa nur 50 in dem Bereich eines kleineren Gesteinsplaneten - sondern dass es sich um eine Supererde handelt, die sich in der habitablen Zone befindet! Bisherige Entdeckungen von Planeten in der habitablen Zone haben nur heiße Jupiter gezeigt - Kepler 22b ist tatsächlich der erste Exoplanet, den man nach jahrelanger Sucherei als Supererde in einer bewohnbaren Zone um seinen Heimatstern zuordnen könnte.

 

 

Alan Boss, der führende Astronom an dem Institut, das den Planeten entdeckte, meinte ganz ungeniert, dass die Entdeckung von Kepler 22b erst das wahre Ausmaß von bewohnbaren Planeten in der Milchstraße enthüllen könnte.

 

 

Meine Ansicht der Entdeckung

 

Wow, was eine Entdeckung... solche Sensationsmeldungen zeigen, dass es sich lohnt, Gelder für die Beobachtung des Weltraums zu verwenden. Diese Entdeckungen lehren uns nicht nur etwas über die ferne Fremde, sondern auch über unsere Heimat. Und darüber, dass wir das Leben wertschätzen sollten, denn allem Anschein nach ist es selten. Wenn nicht sogar einzigartig auf weiter Flur; wer weiß, wo der nächste bewohnbare (und bewohnte!) Planet sich befindet...


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Es ist soweit - endlich, nach langer, langer Zeit der Muse (und Faulheit) wieder ein Eintrag zur Reihe Yggi's Kosmos images/smilies/m-smile.gif

 

 

Diesmal befassen wir uns mit dem Thema Die einsame Erde. Dreh- und Angelpunkt des Themas ist die herausragende Bedeutung unseres Planeten für das Leben auf eben jenem: Warum ausgerechnet hier Leben entstanden ist, reißen wir hier zwar nur im Entferntesten an, doch erhaschen wir vielleicht auch einen kleinen Blick auf die großen kosmischen deterministischen Kräfte, die unser Dasein form(t)en.

 

 

Nicht ein Gott war es, der uns erschaffen hat, sondern das Universum in sich - es trägt die Saat des Lebens in sich; es müssen "nur" die richtigen Bedingungen herrschen, und dann sprießt und krabbelt es überall. Dass diese Bedingungen dem Zufall - und dem eben bereits genannten Determinismus - fast schon ein biblisches Werk abfordern, wird in diesem Eintrag behandelt.

 

 

Viel Spaß beim Lauschen. Kritik jeglicher Art ist wie immer willkommen images/smilies/m-smile.gif

 

 

 


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Es gibt kleine und große Strukturen. Im kosmischen Maßstab sind Sonnensysteme oder Sternenhaufen winzig. Selbst kleinere Galaxien (die Magellanschen Wolken etwa) oder Sternensammlungen wie die Milchstraße verblassen und sind nur noch als winzige Lichtpunkte wahrnehmbar, würden wir uns immer weiter von unserer Heimat entfernen und jene Strukturen betrachten, die wir als Galaxien- oder sogar Superhaufen kennen.

 

 

Galaxienhaufen sind gravitativ aneinander gebundene Galaxien, die als Gruppe betrachtet werden können. Sie beinhalten teilweise nur eine Handvoll an Galaxien. Größere Haufen "beinhalten" mitunter hunderte bis tausende von Sterneninseln. Wenn wir nun daran denken, dass es Millionen solcher Haufen im Kosmos gibt und sie sich alle zu größeren, spinnenwebenartigen Strukturen sammeln, würde solches Bild rauskommen:

 

 



Wir hatten es bereits im letzten Blog, ich weiß: Würde man ein Gesamtbild des Kosmos aufnehmen, bekämen wir ein solches Bild. Auffällig ist, dass sich die Galaxienhaufen und Superhaufen zu diesen synapsenartigen Strukturen verbinden und den gesamten Kosmos durchziehen. Doch sollte man nicht denken, dass diese überall sind: Zwischen ihnen befinden sich sog. Voids, gigantische Hohlräume mit mehreren Mio. Lichtjahren Ausdehnung. Die beste Bezeichnung dieser Leerräume wäre wohl das NICHTS.

 

 

Galaxienhaufen haben die Eigenschaft, dass ihre "Bestandteile", die Galaxien, gravitativ aneinander gebunden sind und sich aufeinander zubewegen. Meist befindet sich in der "Mitte" eines solchen Haufens eine große elliptische Galaxie mit ausreichender Masse, auf welche die anderen Galaxien zudriften (gleichwohl bewegt sich die massereichste auch auf die anderen zu).

 

Auch unsere Milchtsraße ist Teil eines Galaxienhaufens, der sich aus verschiedenen größeren Galaxien zusammensetzt (Andromeda und Milchstraße sind zwei von insgesamt 12 Galaxien des Haufens). Dieser Haufen wiedeurm bewegt sich mit 600 Kilometer in der Sekunde auf den sog. Virgo-Superhaufen zu. Virgo ist nun derart riesig, dass bis zu 100 Galaxienhaufen auf einen gemeinsamen Punkt zudriften. Denk man nun daran, dass jeder dieser Haufen aus zehn bis hundert Galaxien besteht, sind die Ausmaße dieses Superhaufens wahrhaft gigantisch.

 

 

 

Betrachtet man einen solchen Haufen aus großer Entfernung, werden die Anzahl der Galaxien, die sich in ihm befinden, und auch seine Ausmaße deutlich. Hier ist etwa NGC 2218 zu sehen: Dieser Galaxien-Superhaufen befindet sich in über 200 Mio. Lichtjahren Entfernung und misst etwa 10 Mio. Lichtjahre in der Ausdehnung.

 

 

Insgesamt bildet sich, wenn wir an Galaxienhaufen und Superhaufen, nun folgendes Bild des Universums: Galaxien sind nicht gleichmäßig im Raum verteilt. Sie verbinden sich in Galaxienhaufen  und Superhaufen, welche sich wiederum zu Filamenten in schaumartigen Gebilden im Kosmos sammeln. Zwischen ihnen befinden sich die Voids, Leerräume geringer Galaxiendichte. Entstanden sind diese Dichteschwankungen schon am Anfang des Urknalls.

 

Diese Dichteschwankungen sind messbar, wenn wir die kosmische Hintergrundstahlung mit einem Radioteleskop betrachten (das Rauschen eines Fernsehers, wenn kein Programm empfangen wird, ist übrigens die kosmische Hintergrundstrahlung). Es offenbaren sich Räume geringerer und größerer Dichte. Nun war es am Anfang so, dass die Dichteschwankungen relativ klein waren. Je weiter sich der Kosmos dann ausbreitete und je mehr Zeit verstrich, desto ausgeprägter wurden jene Regionen, wo anfangs eine größere Dichte herrschte. Gemäß den Gesetzen der Gravitation zogen sie mehr Materie an als andere Gebiete, sodass die heutigen Strukturen entstanden.

 

 

 

Galaxienhaufen werden in Klassen eingeteilt. Befindet sich z.B. nur eine einzige Galaxie im Mittelpunkt, auf die viele kleinere Galaxien zustreben, kommt der Haufen in die cD-Klasse. Sitzen zwei Galaxien in der Mitte, wird er in Kategorie B eingeordnet. Die Grenzen werden schwammiger, wenn man sich zwischen C, I, L und F entscheiden muss.

 

 

Natürlich sind die Übergänge zwischen den Bezeichnungen Galaxienhaufen oder Superhaufen fließend. Wichtig ist zu betonen, dass jeder Galaxienhaufen irgendwann in ferner Zukunft zu einer einzigen Riesengalaxie wird. Große Galaxien verleiben sich kleinere Galaxien ein und werden so immer massereicher; durch diese Massenzuwachs sind jene Galaxien, die wir heute kennen, erst zu solchen geworden. Auch unsere Milchstraße und die Andromeda-Galaxie werden irgendwann einmal Teil eines größeren Systems sein.

 

Das ist sozusagen das Schicksal des Universums: Zwar breitet sich der Kosmos mit beschleunigter Expansion aus, doch werden die bestehenden Strukturen an einzelnen Punkten immer massereicher. Selbst Superhaufen werden in ferner Zukunft nur eine einzige riesige Sternenansammlung sein. Das Schicksal des großen Raumes ist also nicht, bis in alle Ewigkeit hinein mit leuchtenden Sternen und Galaxien gefüllt zu sein, sondern irgendwann metaphorisch den lichtlosen und schwarzen Kältetod zu sterben.


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