Yggi's Kosmos

Eine Reise durch Raum, Zeit & die Welt der Videospiele

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Irgendwann, dachte er sich (man füge hier meinen Namen ein), ist es an der Zeit, aus der Versenkung aufzutauchen und wieder etwas zu schreiben images/smilies/m-smile.gif


Also, beginnen wir mal images/smilies/m-smile.gif

 

Ich wünsche euch allen ein (verspätetes) frohes neues Jahr! Hoffentlich ist 2011 für euch von Erfolg gekrönt!

In den letzten Wochen und Monaten habe ich in CW hin und wieder gelesen, aber kaum etwas geschrieben... nun, die Gründe kann man sich denken. Das Semester war arg stressig und ich hatte 'ne Menge zu tun^^

Aber lassen wir das Jammern - es wird Zeit für neue Astro-Blogs. von denen ich wieder einige in petto habe images/smilies/m-smile.gif Viel Spaß beim lesen! (Es lohnt sich, die vergrößerten Darstellungen zu betrachten images/smilies/m-smile.gif )

 

EDIT: Ein paar Bilder hinzugefügt, die ich zuvor nicht gefunden habe images/smilies/m-wink.gif

 

 

Die Sonne, ganz nah

 


Originale Größe

 

Protuberanzen nennen wir Ausbrüche auf der Sonnenoberfläche. Diese schleudern Sonnenmaterie ins All; aufgrund der unterschiedlichen Schwerkraftbedingungen und Magnetkräfte ist jede Protuberanz individuell. Während manche Bögen schlagen und erneut in die Sonne eintauchen, speit die Sonne einige Protuberanzen bis zu 1 Mio. km ins All - dies übertrifft sogar beinahe den Durchmesser der Sonne!

 

 

 


Originale Größe

 

 

Was aussieht wie ein Meer aus orangenen und schwarzen Blasen, das ist die Oberfläche der Sonne, wenn wir sie aus der Nähe betrachten.

Das Plasma, bzw. der aufgeheizte Wasserstoff, ist nicht etwa "flach", sondern wallt sich zu Granulaten auf, die ihr im Bild seht. Diese Granulate sind die kleinsten volumetrischen Gebilde, die es auf der Sonnenoberfläche gibt. Jedes Granulat bis zu maximal 1.000 km 'groß'. Die Granulation kommt zustande, da die Materie der Sonnenoberfläche durch unterschiedlich temperierte Konevktionsströme, die im Sonneninneren ständig auf und ab steigen/strömen, 'gekocht wird. Gewissermaßen 'brodelt' es also - der gleiche Effekt ist etwa bei kochendem Wasser zu beobachten!

 

 

Originale Größe

 

Sonnenflecken werden für einen Indikator der Sonnenaktivität gehalten. Tauchen die erdgroßen, dunklen Pigmentfärbungen der Sonnenoberfläche auf, ist die Sonne aktiv.

Bei Sonnenflecken handelt es sich um Regionen, in welchen das Magnetfeld der Sonne mehr oder weniger außer Rand und Band gerät. Da die Sonne, im Vergleich zur Erde, ein ziemlich unregelmäßiger Himmelskörper ist, der ständig in Veränderung begriffen ist, verändern sich die Linien des solaren Magnetfeldes ebenfalls. Dies sehen wir an der Sonnenoberfläche - Sonnenflecken sind also Regionen, in denen das Magnetfeld unregelmäßig ist; es ist gebündel so stark, dass kein Licht austreten kann - das, was wir sehen, sind die dunklen Flecken wie im Bild.


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Sonnensystem Sonne Yggi's Kosmos


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Wenn ein Sternensystem gleich vier Gasplaneten hat, die ohne Bahnausschreitungen fast gleichmäßig ihre Runden um ihr Zentralgestirn drehen, ist das keine Ausnahme, sondern etwas Besonderes - die meisten Sterne haben, wenn überhaupt, nur einen Planeten, der dann auch noch ziemlich eng um sie kreist.

Es handelt sich dabei um heiße Jupiter; alles andere als "heiß" sind jedoch die Gasplaneten unseres eigenen Sonnensystems - sie sind kalt, groß und anhand ihrer sehr unterschiedlichen Farben sehr gut auseinander zu halten. Die vier Planeten Jupiter, Saturn,Uranus und Neptun möchte ich in ganz besonderen Aufnahmen präsentieren.

 

 

 

Ein etwas verschwommenes, doch nicht minder faszinierendes Bild des Jupiter hat die Pioneer-Sonde der NASA auf ihrem Flug vorbei am Gasplaneten aufgenommen. Der Planet, der hier aufzugehen scheint, dreht sich in etwa mit der gleichen Geschwinigkeit der Erde um eine ganz und gar nicht stabile Achse. Auf dem Bild deutlich zu sehen sind die prächtigen Wolkenbänder und die Flecken, welche Sturmsysteme darstellen.

 

 

 

Majestätisch scheint Saturn auf einem imaginären Thorn zu sitzen und auf die Sonde Cassini zu schauen, die dieses Bild aus 500.000 km Etfernung aufgenommen hat. Trotz der Tatsache, dass die Ringe nicht mal dicker als 2 km sind, kann man ihr fantastisches Farbenspiel sowie die Cassini-Teilung in der Mitte der Ringe erkennen. Auch wirft der Planet seinen gigantischen Schatten auf die Ringe und verdeckt sie; dieses als Ringverdunkelung bekannt gewordene Phänomen ist, je nach Blickwinkel, permanent zu sehen. Links, leicht oberhalb des Planeten, ist Triton, einer der vielen Saturnmonde zu erkennen.

 

 


 

Zwar hat dieses Bild des Planeten Uranus keinen Sensationswert, doch ist es einer der wenigen, auf dem seine fünf größten Monde in einer Aufnahme zu sehen sind. Uranus, der zusammen mit Neptun als Eisriese eine eigene Kategorie von Gasplaneten bildet, ist ein leuchtend hellblauer Ball - Oberflächendetails oder Wolkenschichten sind nur auszumachen, wenn wir ein Infrarotbild des Planeten aufnehmen:

 

 

Die verschieden stark temperierten Bereiche zeigen ein Bild des Planeten, das nicht mit einer normalen Aufnahme verglichen werden kann – plötzlich wird Uranus mit Klimazonen ausgestattet: Wir erkennen einen Pol, einen Äquator, die Subtropen und auch einen subarktischen Bereich; an das Bild der Erde mit ihren extremen und gemäßigten Breiten scheinen wir uns dabei nicht von ungefähr zu erinnern.

 

 

 

Und schließlich, zu guter Letzt, treffen wir auf den (nach der Degradierung Plutos zu einem Zwergplaneten) äußersten Planeten in unserem Sonnensystem: Den himmelsblauen und eisigen Neptun, der bei einer Entfernung von über 3 Mrd. km von der Sonne sein einsames Dasein fristet und ein ganzes Menschenleben benötigt, um die Sonne zu umrunden. Und wie bei Uranus haben wir hier eine fast glatt polierte, blaue Oberfläche, welche die gleichen Unregelmäßigkeiten aufweist, sobald wir ein Wärmebild machen:

 

 

Wie in der Dunkelheit ein Leuchtstab leuchtet, so tut dies auch der kleinste der Gasriesen – mit einer mysteriösen Wärmequelle im Inneren speist der Planet seine Sturmsysteme, die gigantische Ausmaße annehmen können und oft den ganzen Planeten umfassen.

 

 


Ein letztes, aus Originalaufnahmen zusammengesetztes Mosaik der Gasplaneten rundet das Bild ab, welches wir bis dato von den großen Planeten unseres Sonnensystems haben:

 


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Gasplaneten Yggi's Kosmos Uranus Neptun Jupiter Saturn Sonnensystem


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Warum existieren wir? Welchen kosmischen Zufällen haben wir es zu verdanken, dass auf unserer Erde höhermolekulares Leben kreucht und fleucht?



 



Viel Spaß bei diesem Eintrag! images/smilies/m-smile.gif



 



Die lokale Blase um unser Sonnensystem



 



Die Lebewesen in diesem Bereich des Universums, in dieser lokalen Gruppe von Galaxien, in der einen Galaxie namens Milchstraße, im Perseus-Arm eben jenes Gebildes, verdanken ihre Existenz atemberaubenden, fast schon mystischen Zufällen. Frei von jeglicher Esoterik, die diesen Zufällen gerne zugeschrieben wird, bildete sich um unser Sonnensystem ein Gebilde von bis zu 200 Lichtjahren Durchmesser, dass uns vor interstellaren Gasansammlungen, Strahlung und den Überresten fremder Sterne beschützt.



 



Jenes Gebilde erhebt das Ding, das wir Leben nennen, zu einem noch größeren Wunder des Zufalls – denn ohne es wären wir kosmischer Staub und die Erde existierte in ihrer heutigen prächtigen Form überhaupt nicht.



 



Die Rede ist von der sog. Lokalen Blase.



 



Um was handelt es sich bei diesem Phänomen, dem wir (we von so vielen anderen Konstanten und Parametern auch) unser Leben verdanken?



 



 



Das Sonnensystem als Teil der Galaxis



 



Das Sonnensystem ist ein Teil einer größeren Galaxie, die wir Milchstraße nennen. Man schätzt, 100 bis 400 Mrd. Sterne befinden sich in ihr; 400 Mrd. Möglichkeiten, Leben zu entdecken – oder die Wunder des Zufalls, die an mindestens einem Ort der Galaxis höheres Leben hervorbrachten.



 



http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/1/12/250px-Milchstrasse_Spiralarme.png



Die Sonne ist ca. 20.000 Lichtjahre vom Zentralbereich das Galaxis entfernt und befindet sich zwischen Sagittarius und Perseus.



Der "unbeochtbare Bereich", auf dem Bild grau, ist deswegen nicht beobachtbar, weil der Zentralbereich die Sicht auf diesen Bereich verdeckt.



 



Das solare System mit mehr als 15 Kleinstobjekten (Planeten/Zwergplaneten) befindet sich zwischen zwei Seitenarmen der Galaxis, dem Perseus und dem Sagittarius, in einem kleineren Arm, dem Orion – die Seitenarme sind die Gebiete, in denen am meisten Sterne existieren, da dort die besten Bedingungen für stellares Gas herrschen, sich abzukühlen und unter der eigenen Schwerkraft zu einem Stern zu kollabieren.



 



250 Mio. Jahre benötigt die Sonne, um sich einmal um ihre Galaxie zu drehen – dabei läuft sie entgegen der Drehung der Spiralarme, die dies im Uhrzeigersinn tun – wir drehen uns also gewissermaßen „nach links“, also retrograd (wie es Triton schon bei Neptun macht).



 



 



Die Entstehung der Lokalen Blase



 



Nachdem einige Jahre vergingen, seit man die Möglichkeiten der Röntgenastronomie (also das „Horchen“ nach Röntgensignalen, die von Sternen, Planeten, Nebeln, Supernovae, etc. ausgehen) der nutzte, entdeckte man in einer mittleren Distanz von 400 Lichtjahren Dicke und 600 LJ Breite eine „Blase“ um unser Sonnensystem, das noch mehrere Sterne umfasst – die sog. lokale Blase.



 



http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/0/02/Milchstrasse_lokale_blase_25_lj.jpg



Die Sonne befindet sich in einer Region, die frei von Staub und Gas ist. Ihre direkten Nachbarsterne, Alpha bzw. Proxima Centauri, Altair, Formalhaut, Wega und Arktur befinden sich ebenso in diesem kleinen Gebiet wie größere Sterne (Aldebaran, Eta Ceti oder Regulus).



An die Lokale Blase grenzen zwei weitere Blasen (blau im Bild) an, Loop I und Loop III, die eine noch viel größere Ausdehnung besitzen.



 



 



Als Lokale Blase bezeichnet man die Tatsache, dass die Region, in der sich unser Sonnensystem befindet, weitestgehend frei von stellarem Staub und Gas ist.



 



Diese Blase besteht hauptsächlich aus extrem verdünntem Gas, u. A. Wasserstoff, das den Staub, der sich damals durch die Supernova des Vorgängersterns der Sonne gebildet hat, fernhält. Zudem wird dieses Gas noch von den Sonnenwinden abgeschrimt, die diesem Gas entgegenstürmen.



 



Entdeckt hat man diese Blase durch satellitengetragene Röntgenastronomie; das Gas ist in jenen Regionen sehr heiß und besitzt hohe Emissionen im Bereich der Röntgenstrahlung.



 



Vor der Röntgenstrahlung, die von der Blase ausgeht, schützt unsere Erdatmosphäre.



 



Entstanden ist jene Blase vermutlich aus zehn Supernovae-Explosionen aus einer dichten Staubwolke, deren Druckwellen vor mehr als 4 Mrd. Jahren das Gebiet des Sonnensystems von Staub und Gas befreiten; jene Druckwellen sollen auch an der Entstehung des Sonnensystems dirket beteiligt gewesen sein, indem sie die Materie entscheidend komprimierten und verformten.



 



https://academics.skidmore.edu/weblogs/students/scheng/Supernova.jpg



Supernovae-Überreste wie dieser (Krabbennebel, KLICK für größeres Bild) findet man in der Milchtstraße fast wie Sand am Meer. Häufig sind die Nebel uralt und lange vor der Zeit unseres Sonnensystems entstanden.



Die von der Supernova ausgehenden Schockwellen sind mit ein Grund, weswegen sich das Sonnensystem so geformt hat, wie es jetzt ist.



 



 



Was wären wir ohne diese Blase?



 



Wir wären... nicht existent. Vermutlich.



 



Ohne diese Blase würde die Erde eine Hitzehölle sein; es gäbe keine Atmosphäre, jegliche organische Molkeüle würden von dem heißen Staub der stellaren Umgebung weggefegt... die Liste ist lang, was nicht gäbe.



 



Tatsache ist, dass die Lokale Blase trotz ihrer Gefährlichkeit – der hohen Röntgenstrahlung – dem Leben auf der Erde sehr entgegenkommt, hält sie doch die stellaren Gase und Staubbrocken davon ab, die Erde zu erhitzen.



 



http://www.neilblevins.com/artgallery/..%5Cartgallery%5Cmedia%5Cpouring_lava.jpg



Ein Planet mit Gluthitze – sähe so die Erde aus, wenn wir das Schutzschild der Lokalen Blase nicht hätten?



 



Fraglich ist allerdings, ob Leben nun NUR in jenen Lokalen Blasen möglich wäre, oder ob diese keine Grundvoraussetzung für die Entwicklung von sich selbst organisierender Materie (= Leben) darstellen.



 



Es wurden neben unserer Blase auch noch einige weitere nachgewiesen. Ingesamt wird geschätzt, dass mehrere hunderte solcher Gebiete in der Galaxis existieren.



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Wochen des Universums Astronomie Sonnensystem Yggi's Kosmos


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Ein kleines Randgebiet in einem der vielen Seitenarme der Milchstraße: Das, was wir als unser Sonnensystem bezeichnen, ist ein kleiner, nur mit millionenfacher Vergrößerung von außen zu sehender Fleck in einem Meer von Sternen und anderen geheimnisvollen Objekten.



Wie ein Edelsteinatelier reihen sich die acht Planeten von Merkur bis Neptun aneinander. Beim Betrachten dieser doch recht großen Anzahl an Planeten und beim Beobachten anderer Sterne und deren Planeten stellt sich die Frage: Ist unsere Sonne etwas Besonderes? Warum haben andere Sterne jeweils immer nur sehr weinige Planeten und unsere Sonne mehr als 15 Objekte?



In einer kleinen Reise durch unser Sonnensystem werfen wir einen Blick darauf und versuchen, eine Antwort zu erhalten - eine Antwort, die erschüttert und unglaublich klingt.



 



Viel Spaß mit dieser bisher längsten aller Folgen - 10 Minuten Sonnensystem auf einen Blick!



 





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