Yggi's Kosmos

Eine Reise durch Raum, Zeit & die Welt der Videospiele

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Sie sind die gravitativ stärksten Objekte im Universum und verschlucken selbst Licht: Schwarze Löcher.

Jene Gebilde, die aus dem Eigenkollaps größerer Gasmengen oder aus Hypernovae entstehen, krümmen die Raum-Zeit derartig, dass sie einen eigenen Bereich im Kosmos darstellen; ein gravitativ soz. abgeschnittener Bereich im Universum, aus dem nichts mehr herauskommt, was hineingelangt.


 


Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Anschauen des Videos! images/smilies/m-smile.gif


 




 




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Wochen des Universums Astronomie Yggi's Kosmos Schwarze Löcher


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Hier nun ein neues Video zu Yggi's Kosmos.


 


Diesmal entführe ich euch zu den diversen Sternenklassen, ihren Eigenschaften, ihren Massen.. wieso werden Sterne eigentlich in Klassen eingeteilt?


 


Dies ist das letzte Video, in welchem wir uns mit normalen Sternen beschäftigen...


Viel Spaß beim Schauen!


 



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Wochen des Universums Astronomie Yggi's Kosmos Sterne


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Sie sind die größten bekannten Explosionen des Universums und stellen selbst Supernovae in den Schatten: Hypernovae.



Wir beschäftigen uns in diesem Video mit den größten und mächtigsten aller Sternenexplosionen und werfen einen Blick darauf, wie sie entstehen.



Eine Hypernova in ihrem völligen Ausmaß zu beschreiben, wäre nicht möglich, derart mächtig und allumfassend sind sie.



 



Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Betrachten des Videos!



 







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Wochen des Universums Astronomie Yggi's Kosmos


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Sie sind nach den schwarzen Löchern die kompaktesten Objekte des Universums - und die rätselhaftesten dazu: Pulsare.

Neutronensterne, die zwar zur Klasse derselben zählen, aber einen so hohen Drehmoment aufweisen, dass sie eine eigene Gruppe von Himmelskörpern bilden.

In diesem Video schauen wir uns die Leuchttürme des Kosmos näher an.


 


Nach einer längeren Unterbrechung präsentiere ich euch mit Freuden das neueste Video zu meiner Reihe images/smilies/m-smile.gif Viel Spaß beim Schauen!


 



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Wochen des Universums Astronomie Yggi's Kosmos Pulsare


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Nach nunmehr einer Wartezeit von über zwei Wochen ist es endlich (wieder) soweit: Die neueste Folge meiner All-Serie 'Yggi's Kosmos' steht zum Anschauen bereit!



 



Heute beschäftigen wir uns mit dem Thema Supernovae.



 



Dieses große und breite Thema zu erklären und zu präsentieren, ist sehr schwierig, weswegen ich beschlossen habe, alles auf zwei Videos aufzuteilen.



 



D.h., ihr werdet nun zwei Videos, jedes ca. 8 Min. lang, haben. Dieses Thema ist sehr wichtig und umfangreich, weswegen man es nur mit einem längeren Video präsentieren kann.



 



Ich wünsche euch viel Spaß beim Anschauen!



 



Teil 1





 



Teil 2





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Wochen des Universums Astronomie Supernovae Yggi's Kosmos


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In diesem Video werden wir die Galaxis zum Teil verlassen und uns auf eine Reise zu den ältesten Objekten im Universum begeben: Den Sternenhaufen.



 



Ich freue mich, hier wieder einen neuen Kosmos-Eintrag präsentieren zu können - viel Spaß beim Schauen!



 





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Wochen des Universums Astronomie Sternenhaufen Yggi's Kosmos


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Das Leben und Sterben der Riesensterne



 



Wie bereits im Vorfeld versprochen, möchte ich hier nun einen kleinen Text präsentieren, in welchem ich mich speziell mit den Riesensternen, von denen schon im letzten Eintrag die Rede war, beschäftigen und auf Fragen eingehen, die





  1. vor allem das Zustandekommen ihrer enormen Größe erklären,





  2. was sie von anderen, „normalen Sternen“, unterscheidet und





  3. welches Schicksal sie mit ihrem Tod erfüllen.





Der Text kann und will nicht alles erklären, sondern soll vielmehr ein kleines Spektrum dessen zeigen, was den Verfasser desselben, meiner Wenigkeit, zur Faszination gereicht – und was mich letztendlich antreibt, die gedanklichen Strukturen der Erde zu verlassen und Abertausende von Lichtjahren in die Galaxis zu fliegen, nur um über ein einziges Bild, eine Vermutung gleich einem Gerücht, über ein Gebilde unter Milliarden zu schreiben.



 



 



Das Maximum allen Vorstellbaren



 



Riesensterne, oder Rote (Über)Riesen genannt, sind die größten Objekte, die zusammenhängend aus Materie bestehen; sie sind Sterne, die am Ende ihrer Lebenszeit stehen und nur noch eine kurze Lebensdauer haben, bis sie in einem spektakulären Knall enden.



Man darf allgemein nicht dem Trugschluss erliegen, dass ein Stern, wie er z. B. Antares ist, der über das 500fache an Sonnendurchmesser hat, die 10.000- oder 20.000fache Masse der Sonne hat – dem ist nicht so (wird im Verlauf des Textes noch genauer erklärt).



Um noch einmal die solaren Dimensionen, die zu Recht das Prädikat abartig verdienten, vor Augen zu führen, hier erneut ein paar Größendimensionen diverser Riesensterne gegenüber der Sonne.



 



http://ceix.files.wordpress.com/2007/11/vy-canis-majoris.jpg



Nuestro Sol“, unsere Sonne im direkten Vergleich mit Canis Majoris, dem bis dato größten bekannten Stern in der Galaxis. Die Größenausmaße des Roten Überriesen sind überwältigend.



 



Die Sonne ist ein Stern mit ca. 1 Mio. km Durchmesser. Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel, ist etwa doppelt so groß, also ca. 2 Mio. km. Spica wiederum hat schon den vierfachen Sirius-Durchmesser, also 8 Mio. km.



Beteigeuze, ein Roter Riese, hat den 662fachen Sonnendurchmesser, demnach fast 700 Mio. km.



Antares nun besitzt den fast 900fachen Sonnendurchmesser, das sind über 900 Mio. km.



KY Cygni ist fast doppelt so groß wie Beteigeuze und hat einen Durchmesser von über 1,5 Mrd. km (!).



V354 Cephei hat den doppelten Durchmesser von Antares und misst ca. 1,8 Mrd. km.



VY Canis Majoris ist der größte bekannte Rote Riese und übertrumpft mit einer Sonnengröße, die um die Multiplikation mit der Zahl 2.000 bis 2.200 liegt, alle anderen Sterne in der Galaxis mit einer angenommenen Größe von 2 bis 2,5 Mrd. km. Sein Radius würde strenggenommen, platzierte man ihn im Sonnensystem, bis zum Planeten Saturn reichen.



 



http://www.rockyboy.org/Site%20Map/Rez%20Size/5%20Antares.jpg



Dimensionen, die nicht vorstellbar sind: Antares ist schon groß, doch selbst er muss gegenüber dem übermächtigen Canis Majoris klein beigeben.



 



Gegen ihn ist unsere Sonne, die das Zentrum jeglichen Denken und Handelns auf der Erde darstellt, ein kleines Staubkorn, welche in den Riesenstern 1 Mrd. Mal reinpassen würde.



Oder, die Erde passte 1 Billiarde (!!) Mal in den Giganten rein.



1 Milliarde = 1.000.000.000



1 Billiarde = 1.000.000.000.000.000



 



 



Warum werden die Sterne so groß?



 



Jegliche Größe hängt bekanntlich immer mit dem Potenzial ab, mit dem sie gefüttert wird.



Riesensterne haben von Grund auf ein sprichwörtlich riesiges Potenzial: Von ihrer Geburt an besitzen sie deutlich mehr Masse, als die Sonne es hat.



Allerdings kann ein Materiegebilde nur maximal die 25- 30fache Sonnenmasse haben, um als eben solches Gebilde ein paar Millionen oder Milliarden Jährchen existieren zu können. Alles, was rein hypothetisch darüber hinausginge, könnte nicht existieren, da es sofort kollabierte.



Wie können aber Sterne mit einer 25fachen Sonnenmasse Ausmaße wie die von Antares oder Canis Majoris erreichen?



Tatsache ist: Mit jeder Sonnenmasse, die ein Stern „mehr“ besitzt, potenziert sich seine maximal erreichbare Größe, die er am Ende seines Lebens einnehmen kann.



Das bedeutet, ein Stern von zehnfacher Sonnenmasse wird um den entsprechenden Multiplikator mal 10 größer sein, wenn er sich seinem Ende zuneigt; demnach wäre die Sonne als Roter Riese etwa 150 Mio. km groß, ein anderer Stern mit zehnfacher Sonnenmasse als eben derselbe aber 1,5 Mrd. km.



Damit ergibt sich ein ungefähres Kriterium, welches oben genannte Giganten haben: Sie alle haben die maximale Masse von 25 bis 30 mal Sonne. Von Canis Majoris wäre anzunehmen, dass seine Sonnenmasse ca. das Zwanzigfache beträgt (usw.).



Der Multiplikator 10 ist nur eine ungefähre Zahl, die keinerlei Anspruch auf Genauigkit erhebt.



Um es nochmal kurz zu sagen: Je höher die Masse des Sterns, desto höher um einen bestimmten Multiplikator wird seine Endausdehnung sein, wenn er in das Stadium eines Roten Riesen übergeht.



So kommen jene Größen also relativ plausibel zustande – sie sind allerdings sehr selten, da mit fortschreitenden Alters der Galaxis die Sternenentstehungsrate abnimmt - und damit auch die potenziell verfügbare Materie, aus der sich Riesensterne bilden können.



 



 



Der Unterschied zu anderen Sternen



 



Neben ihrer Größe unterscheiden sich jene Sterne, die wir als Rote Riesen bzw. als sehr massereiche Sterne (was ihr eigentlicher Name sein sollte; dieser klingt vermutlich zu unspektakulär) bezeichnen, vor allem in einem von ihren wesentlich kleineren Geschwistern: Ihre Lebensdauer.



Massereiche Sterne haben eine extrem kurze Lebensdauer von teils nur mehreren Mio. Jahren.



Zum Vergleich: Unsere Sonne wird insgesamt etwa 10 bis 11 Mrd. Jahre existieren – von Canis Majoris ist zu erwarten, dass seine Lebensdauer weit unter 100, wenn nicht sogar unter 50 Mio. Jahren liegt. Doch weshalb sterben diese Giganten so jung?



 



http://www.skyplot.de/sky7.gif



Die sog. „Spektralklasse“ von Sternen; je weiter Sterne von der Hauptreihe, die durch unsere Sonne, welche sich in der „optimalen“ Mitte befindet, dargestellt wird, sind, desto größer sind sie und desto schneller verbrauchen sie ihre Energie.



 



Sterne verbrauchen, damit sie überhaupt leuchten können, sehr viel Energie, die sie über Kernfusion erzeugen. Die Kernfusion kann nur unter hohen Temperaturen und starker Bewegung der entsprechenden Atome stattfinden; nur die hohe Bewegungsenergie, die durch die Temperaturen in den Zentren von Sternen existiert, kann die extreme Abstoßkraft der Atomkerne (2 positive Energien stoßen sich ab) überwinden.



Aus 2 Wasserstoffatomen entsteht so das Element Helium. Aus 2 Heliumkernen entsteht wiederum ein Berylliumatom, aus Beryllium Sauerstoff, usw. Die Kernfusion produziert sehr viel Energie, die aus der Sonne in Form von Strahlung (licht) entweicht und auf der Erde das Leben ermöglicht.



Sterne, die das Mehrfache der Sonnenmasse haben, verbrauchen ihren Brennstoff (Wasserstoff, danach Helium, Beryllium, etc.) aufgrund ihrer enormen Masse sehr viel schneller, als es kleinere Sterne tun: Dies resultiert aus dem ungeheuren Druck, der in Zentren von massereichen Sternen herrscht – es verschmelzen mehr und schneller Atomkerne als in kleineren Sternen.

 



http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/multimedial/mpForschung/2008/heft01/010/infokasten034/block003/web.jpg



Je aufgeblähter ein Stern wird, desto rötlicher erscheint er; an diesem Bild ließe sich in etwa ausmachen, wo sich ein Stern befindet. Ist er „außen“ in der roten Zone, steht er kurz vor seinem Ende. Befindet er sich hingegen in der „Mitte“, lebt er sehr lange.



 



 



Wenn nun ein Stern seinen gesamten Wasserstoffvorrat in Helium verwandelt hat, beginnt er, die Kernfusion auf einem höheren Energielevel mit Helium neu zu beginnen – die entstehende Energie macht sich nicht nur in Form einer höheren Strahlungsintensität, sondern auch in einer Ausdehnung des Sterns selber bemerkbar: Der Stern wächst weit über seine bisherigen Grenzen hinaus.



Massereiche Sterne verbrennen viel mehr höhere Elemente, als es kleine tun, da in ihrem Inneren schon als Grundvoraussetzung höhere Temperaturen herrschen. So wird ein Stern wie unsere Sonne Elemente bis maximal Kohlenstoff/Sauerstoff produzieren, wenn sie in ihrem Endstadium angelangt ist – ein Stern wie Canis Majoris hingegen produziert nachgewiesenermaßen Eisen, Gold, Silber, usw; ergo sind die Temperaturen um ein Vielfaches höher als in unserer Sonne.



 



 



 



Das Schicksal der Giganten



 



Sterben Riesensterne, so geschieht dies in einem unsagbar gigantischen Knall, dessen Energie mit einem Unendlichen der von Atombomben vergleichbar ist.



Die Rede ist hier von einer Supernova, den energiereichsten Phänomenen in unserem Universum.





 



http://www.orionsarm.com/tech/supernova3.jpg



Ein grelles Aufleuchten, wenn der Stern nahezu seine gesamte Materie in die Weiten des Alls schleudert. Dabei produziert er im Moment und in der Dauer der Explosion mehr Energie, als es die gesamte Galaxis tut.



 



 



Verbrennt ein massereicher Stern jedes Element in seinem Inneren und gibt es nichts mehr, dessen er habhaft werden könnte, so obsiegt die Scherkraft gegenüber der Materie, die sich für Jahrmillionen (-milliarden) relativ stabil und konstant gehalten hat – kurz: Versagt der Motor von Sternen, existiert die Kraft nicht mehr, die einen Gegendruck zur Schwerkraft herstellt.



Das Gebilde kollabiert in einem Affenzahn.



Wie ein Jojo wird die Materie, die sich auf den einen kleinen Punkt im Zentrum des Sterns zubewegt, der den Kern darstellt, mit nahezu halber Lichtgeschwindigkeit est zusammengedrückt, um dann mit noch schnellerer Geschwindigkeit vom Kern wegzuschnellen.



Eine Supernova, die ihre Galaxis für mehrere Tage an Helligkeit überstrahlt, entsteht. Sie ist eine Explosion, die mit dem unermesslichen Multiplikator des Sterns, aus dem sie entstand, gefüttert ist und deren Materie sich über Lichtjahre im All verbreitet.



Damit erfüllen diese Sterne ein Schicksal, welches nur massereichen Gebilden beschieden ist; masseärmere Sterne wie die Sonne werden „nur“ ihre Hüllen abwerfen und vergleichsweise unspektakulär enden.

 



Welches Fazit ließe sich daraus ziehen?



Sterne, die ihre Energie über mehrere Mrd. Jahre verbrauchen, leben länger – wenn also etwas aus der Beobachtung solcher Sterne gesagt werden könne, dann nur, dass man den Dingen im Kleinen manchmal den Vorzug geben sollte – so, wie es das Leben auf der Erde getan hat.


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Riesensterne spotten jeglicher Beschreibung, sind sie doch die größten Objekte im Universum, die zusammenhängend aus Materie existieren können.





Wir werfen einen Blick auf die größten Giganten in unserer Galaxis.



 





 



PS: Ich hatte in der letzten Woche eine Menge zu tun, weswegen dieser Eintrag ein bischen verspätet kommt - tut mir leid!



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Welche Sterne befinden sich in der unmittelbaren Umgebung des Sonnensystems, und was sind ihre Eigenschaften?



Auf einer kleinen Reise durch die lokale Blase entdecken wir 5 Sterne in der "Nähe" unseres eigenen - Alpha Centauri, Sirius, Arktur, Fomalhaut und Wega.



Wir werden ihre Eigenschaften, ihre Besonderheiten, ihre Masse und ihr Aussehen beobachten.



 



Dieses Video ist eines der Längeren und geht ganze 10 Minuten! images/smilies/m-smile.gif Viel Spaß!



 





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Nachdem ich egtl. gestern Abend bereits den neuesten Eintrag poste wollte, dies aus Zeitgründen aber leider nicht schaffte, kommt er hier nun. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!



 



Die Oortsche Wolke



 



Was gab es nicht für einen Aufschrei (wie egtl. immer, wenn eine neue Theorie, scheinbar populärwisenschaftliche These aufgestellt wird), als die ersten Forscher aufgrund mathematischer Berechnungen die Existenz von Schwarzen Löchern vorhersagten; Einstein hat in seiner allgemeinen Relativitätstheoriebereits jene Objekte berechnet, die so stark komprimiert sind, dass sie die Raumzeit zerstören und zu einem alles verschlingenden Monstrum werden.



 



http://www.meta-evolutions.de/images/ssdc/ssdc-komet-bradfield-198711xx.jpeg



Kometen – schon seit Jahrtausenden fesseln sie die Menschen, haben schon viele Male in der Erdgeschichte Unglück über uns gebracht. Jetzt hat man die Quelle dieser Brocken gefunden.



 



 



Einen ähnlichen Aufschrei gab es (wenn auch in kleineren, der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Kreisen) auch, als die ersten Vermutungen über eine Wolke aus Kometen in ein bis zwei Lichtjahren Entfernung aufgestellt wurde – die These/Theorie einer Wolke, aus der alle langperiodischen Kometen stammen sollten, die die Bahnen der Planeten in den letzten Jahrtmilliarden gekreuzt haben.



 



Als diese „Wolke“, wohl eher Blase, dann nachgewiesen wurde, hatte man eine Antwort – eine Antwort auf viele Fragen, mit deren Beantwortung man teilweise nicht in diesem Jahrhundert gerechnet hat.



 



Die Oortsche Wolke wurde entdeckt, der Ursprung fast aller Kometen, der Grund für Massensterben auf der Erde; nun, vielleicht nicht ganz entdeckt, aber sehr logisch und genau postuliert, sodass die Existenz der Wolke und die Entdeckung nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte.



 



http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/b/bf/Oortschewolke.jpg



Eine nicht ganz maßstabgerechte Grafik der Wolke: In mehreren Lichtjahren Entfernung umgibt sie das Sonnensystem wie eine Atmosphäre – der äußerste Rand, nach welchem der Einfluss unserer Sonne aufhört.



Manche Wissenschaftler vermuten, die Wolke ginge teils in den Kuiper-Gürtel über.



 



 



Die Idee von einer Kometenwolke



 



Man vermutet, dass die Oortsche Wolke in einer Entfernung von 1 bis 2 Lichtjahren um das Sonnensystem existiert.



 



Man konnte bisland noch keine genaueren Daten messen, da in dieser Entfernung Kleinstobjekte wie Kometen (mit einem Durchmesser von vielleicht maximal 1000 km) und Kleinplaneten kaum von Licht bestrahlt werden – ist doch die Strahlenquelle, die Sonne, mehrere Lichtjahre entfernt.



 



Die Wolke ist gravitativ an die näheren Sterne gebunden – hauptsächlich an unsere Sonne, aber auch ein bisschen an Alpha Centauri A und B.



 



Doch wie kam man auf die Idee, dass es eine Wolke mit Kometen geben könnte?



http://www.astro.uni-bonn.de/%7Edeboer/praktikant/oortkuiper.jpg



Diese dichte Ansammlung erscheint übertrieben, befinden sich die Objekte doch vermutlic sehr viel weiter auseinander.



 



Die Entwicklung der These



 



Jan Hendrik Oort, seines Zeichens niederländischer Astronom, der im Jahre 1992 starb, stellte die These auf, dass es im Sonnensystem keine periodisch auftauchenden Kometen mehr geben dürfte, wenn diese doch nach einigen Passagan durch das Sonnensystem zerstört werden. Unter dieser Voraussetzung wäre das Solarsystem, wie bereits gesagt, leer von jeglicher Materie, die wir Kometen nennen.



 



Die Theorie umfasst ebenso die Entstehung der Oortschen Wolke: Nach der Entstehung des Planetensystems sei der größte Rest (der sich logischerweise nicht im Kuiper-oder im innersolaren Asteroidengürtel befinden kann), der sich nicht zu Planeten oder Monden entwickeln konnte, von der immensen gravitativen Kraft des Jupiter in eine weit von der Sonne entfernte Bahn geschleudert worden.



Dort wurden die Brocken isotrop, das heißt schalenförmig, durch die (wiederum) gravitative Kraft anderer Sterne angeordnet.



Trotz ihres großen Abstanden sind die Objekte an die Sonne gebunden. Man vermutet, es befinden sich 10 Milliarden bis 1 Billion Objekte in dieser isotropen Schale.



 



 



Wenn ein Stern ihre Bahn stört



 



Ab und zu wird die Wolke durch einen anderen Stern oder den Gezeitenkräften der Milchstraße gestört und mehrere Objekte wandern dann in Richtung Sonnensystem und tauchen bei uns als langperiodische Kometen auf.



 



Dies geschieht in einem aufällig rhytmischen Abstand; und zwar meist jedes Mal, wenn die Sonne auf ihrem Weg um die Milchstraße einen massereichen Ort im Orionarm passiert.



 



Dazu sollte man wissen, dass unsere Sonne „auf und ab schwankt“; d. h., sie dreht sich nicht nur um die Milchstraße, sondern schwankt, horizontal gesehen, auf ihrem Weg von oben nach unten. Alle 20 bis 30 Mio. Jahre durchstößt sie dabei eine sternereiche Region.



 



Jene Sterne, die sich dann in der Nähe des Sonnensystems befinden (zur Zeit sind dies Alpha Centauri, Fomalhaut, Arktur, etc.), beeinflussen durch ihre Gravitation die Wolke, sodass einzelne Kometen aus ihre herausgelöst und in Richtung Sonne geschleudert werden, wo sie dann einige hunderttausend Jahre existieren dürfen, ehe sie von der Sonnenstrahlung zersetzt werden.



 



Oder sie knallen auf einen blauen Planeten und löschen für ein paar Dekaden mal fast das ganze Leben aus.



 



http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e5/KT-impact.gif



Wenn ein Stein vom Himmel fällt, hat dies katastrophale Auswirkung auf die Erde – dies wäre ein etwas zu großer Brocken, er würde die Erde vermutlich komplett zerstören – aber der ungefähre Ablauf des Einschlags wäre wohl der Selbige.



 



 



Diese Beeinflussung der Wolke durch andere Sterne ist mit ein Grund für das auffällig regelmäßige Massensterben auf der Erde durch kosmische Ursachen. Man könnte nun fragen: Wäre das Leben ohne diese Beeinflussung tatsächlich so weit gekommen wie jetzt, oder sind Massenaussterben gar nicht notwendig, damit sich Leben weiterentwickelt?



Tatsache ist zum.: Leben braucht Stress. Ohne Stress entwickelt es sich nicht weiter – weswegen wir uns eine Frage stellen müssen:



 



Gäbe es uns, wenn die Oortsche Wolke nicht wäre?



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